Rezi: Wie ein Flügelschlag

Rezi: Wie ein Flügelschlag

AutorIn: Jutta Wilke
Titel: Wie ein Flügelschlag
Band: Einzelband
Verlag: Coppenrath
Genre: Jugendbuch, Krimi
ISBN: 978-3-649605669
Erscheinungsjahr: März 2012
Seitenanzahl: 280Altersempehlung: ab 13 Jahren
Kaufpreis:  14,95€
Krümelanzahl: 4
Erster Satz:
Ich war fünf, als ich fliegen lernte.
Inhalt:
Wie soll man sich an einem Ort wohl fühlen, wenn es die einzige Richtung ist, in die man laufen kann, um der eigenen Mutter zu entfliehen? Wie soll man in Ruhe ankommen, wenn einen jeder mit Nichtachtung entgegen kommt? Wie soll man fliegen, wenn die Welt einen an den Boden drückt? Jana hat an ihrer neuen Schule nicht viel Freude. Zwar ist es für sie eine große Chance mit ihrem Stipendium eine Spitzen-Schwimmerin zu werden, aber leider gönnt es ihr keiner so recht. Die einzige, die sie zu verstehen scheint ist die ehrgeizige Melanie. Doch Jana findet heraus, dass in Wirklichkeit Melanies Vater derjenige ist, der seine Tochter auf der Siegertreppe stehen sehen will. Wie weit ist er bereit für seinen Traum zu gehen? Und träumt Melanie überhaupt den gleichen Traum? Plötzlich lüftet Jana ein erschreckendes Geheimnis und tödliche Folgen nehmen ihren Lauf!Jana will nicht glauben, dass ihre Freundin an Herzversagen gestorben ist. Doch keiner schenkt ihr glauben - mit ihren Vermutungen steht sie ganz alleine da. Und dann wird ihr auch noch gedroht...
Meine Meinung:
Von Charlousie davon überzeugt, das Buch lesen zu müssen, nahm ich mich der Geschichte an. Das Cover konnte mich leider gar nicht überzeugen. Das sieht für meinen Geschmack einfach zu sehr nach Jugendbuch und durch die Schmetterlinge nach "zu dick aufgetragen" aus. Auch als mir bei der Lektüre auffiel, dass die Schmetterlinge für die Hauptprotagonistin von großer Bedeutung waren, konnte ich ihnen nicht viel abgewinnen. Besonders weil sie zahlreich jedes neue Kapitel einleiten. Für den einen mag es hübsch sein; ich hatte das Gefühl, dass zu sehr versucht wurde einen Eindruck von Mytsik und Geheimnisvollem zu erzeugen - das schafft die Geschichte aber auch ohne das Geschnörkel! Denn die sticht durch ihre Eigenständigkeit hervor. Ich hätte zuvor nicht gedacht, dass mich eine Story um Ehrgeiz und Neid bei Leistungssportlern interessieren könnte. Das tat es anfangs ehrlich gesagt auch nicht. Ich war skeptisch. Doch recht schnell ließ Jutta Wilke poetisch anmutende Zeilen mit einfließen, die mich sehr berührten.


S. 199>>Während ich die Tür hinter mir schließe und den langen Gang zurück zum Wohntrakt gehe, frage ich mich, ob man auch an Worten, die man nicht gesagt hat, ersticken kann. <<

Ich spürte die Gefühle, die hinter der oberflächlichen Fassade des Romans schlummerten und langsam, aber sicher hervobrachen. Jana nahm in meinem Kopf immer mehr Gestalt an. Sie folgte stets ihrem Herzen, was sie sehr sympathisch wirken ließ. Ihre Gedankengänge waren für mich in sich schlüssig. Und während man Anteil an ihren Ängsten, Zweifeln und Sorgen nahm, zeigte sie auch ihre mutige Kämpfernatur.  Auch die anderen Charaktere nahmen immer mehr Konturen an. Die einzige Person, die undurchsichtig blieb, war Melanie. Doch nicht nur für uns Leser war sie ein Geheimnis. Auch Jana war sich deren Gedanken und Wünsche nicht ganz sicher. 
Ein Nebel der Ungewissheit taucht die Geschichte in ein spannendes Gerüst aus Fragen und Verwirrung.


Dabei blieb das Zusammenspiel zwischen Protagonisten und Handlungssträngen kontinuierlich gut durchdacht und aufeinander abgestimmt. Ein fesselnder Dialog jagte auf die nächste zu beobachtende Szene und ließ mich nicht mehr zu Atem kommen. Ja, ich war geradezu in dem Strom aus gefährlichem Halbwissen und der Gier, mehr zu erfahren, gefangen. Das Geschehen ging bis zum Ende hin temporeich weiter und es gab so viele Dinge, die ich weiter verfolgen wollte. Zum einen die Wahrheit über Melanies Tod. Dann den Bezug zu ihrem strengen Vater. Ich wollte aber auch wissen, wie sich Janas Mutter weiterhin anstellte. Und ob Jana und Mika es schafften über den gemeinsamen Verlust hinweg, zu einander zu finden. Es bleibt spannend und nachdenklich bis zum Ende. Denn die melancholische Ader von Autorin und Protagonistin lässt einen nicht los.

Mein Fazit:
Ich kann leider keine volle Punktzahl verleihen, weil da für mich die Fassade noch nicht hübsch genug gestrichen war. Die Idee ist toll, die Umsetzung auch. Aber der Hintergrund - das Internat mit dem Schwimmunterricht und den Leistungssportlern - blieb mir leider fremd.
Daher immer noch ~ 4 Krümel ~
Jimmy


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