Rezi: Robert Harris - Intrige

Rezi: Robert Harris - Intrige Titel:  Intrige
Autor: Robert Harris
Verlag: Heyne Verlag 
Geeignet für: Thriller Liebhaber, Harris Fans, Verschwörungs Experten
Gelesen oder gehört: gelesen
Euro:  10,99 (Taschenbuch)
Bewertung: 4 von 5
Inhalt:

Die größte Verschwörung der Moderne – der neue große Politthriller des Bestsellerautors
Am 22. Dezember 1894 wird der französische Hauptmann Alfred Dreyfus wegen Landesverrat zu lebenslanger Haft verurteilt und verbannt. Ein Justizirrtum, wie er beteuert und wovon auch der neue Geheimdienstchef Picquart zunehmend überzeugt ist. In den Wirren der Dreyfus-Affäre, die ganz Europa erschüttert, rollt er den Fall neu auf. Weshalb er bald selbst zwischen die Mühlräder der Macht gerät und das Ziel dunkler Machenschaften wird …
Der elsässische Offizier Alfred Dreyfus, einziger Jude im französischen Generalstab, soll Militärgeheimnisse verraten haben. Von einem geheimen Militärgericht wird er zu Unrecht verurteilt, und die Degradierung wird mit viel Pomp und Getöse öffentlich zelebriert. Nur wenige wittern den Skandal, während die Massen von der Presse aufgehetzt werden. Krawalle, Intrigen, Fälschungen, Ministerstürze, Attentate, versuchte Staatsstreiche sind die Folgen. Die Französische Republik stürzt in eine tiefe Krise. Der offene Antisemitismus bricht sich Bahn. Zu den wenigen, die von Dreyfus’ Unschuld überzeugt sind, gehört der neue Geheimdienstchef Picquart. Mit dem Kampf für die Rehabilitierung von Dreyfus setzt er allerdings das eigene Leben aufs Spiel.
Es wäre kein Roman von Robert Harris, ginge er nicht sehr aktuellen Fragen nach: Was passiert, wenn Geheimdienste außer Kontrolle geraten, wenn der Staat geheime Gerichte zulässt, wenn Minderheiten zum Sündenbock gemacht werden, wenn Politiker ihre Verbrechen zu vertuschen suchen?

Meine Meinung: 
Wie ein kleines Kind habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Robert Harris versteht es sprachlich den Nerv seiner Leser zu treffen und dabei auch historischen Fakten eine gewisse Spannung zu verleihen. Dieses Mal jedoch hatte ich etwas Probleme den Einstieg ins Buch zu finden, zum Glück legte sich das jedoch nach den ersten paare Seiten. 
Man muss dem Autor mal wieder zu gute halten das die originale Dreyfuss-Affäre gut recherchiert wurde und die Wendungen der Gesichte lösen im Leser immer wieder "WTF" - Momente aus. Dennoch gelang es leider nicht die gesamte Zeit über die Spannung aufrecht zu erhalten - das ist schade, aber trotzdem kein Grund das Buch nicht zu lesen. 
Mit dem aktuellen Bezug der NSA Affäre ist es eher einer der wenigen Bücher die man auf jeden Fall lesen sollte. Zusammengefasst gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle die Lust auf einen gut recherchierten Roman mit aktuellen Bezug haben, und es dafür auch mal in Kauf nehmen, dass die Spannung etwas abfällt. 

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