Rezi: Die fabelhafte Welt der Harriet Rose

Rezi: Die fabelhafte Welt der Harriet RoseAutorIn: Diana Janney
Titel: Die fabelhafte Welt der Harriet Rose
Band: Einzelband
Verlag: blanvalet
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-442-37189-1
Erscheinungsjahr: April 2012
Seitenanzahl: 383
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Kaufpreis: 9,99€
Krümelanzahl: 5
Erster Satz:
"Dieses Jahr will ich keine Geburtstagsgeschenke - spendet das Geld lieber für einen wohltätigen Zweck."Inhalt:Warum, wo, weshalb, wieso und wo? In Harriets Kopf geistern viele Fragen umher und einige bereits seit 14 Jahren, denn seit sie denken kann, tut sie es auch. Sie denkt und fragt und frübelt. Wieso muss sich der Tod ausgerechnet ihren liebenden Familienvater mitnehmen? Warum ist Charlotte nur so begriffsstutzig? Muss man wissen, was man will, um etwas im Leben zu erreichen? Und wie um Gottes Willen bleibt man "ich selbst"? Harriet sammelt Fragen und sucht Antworten und die Gedanken dazwischen hebt sie sorgsam in einem kleinem Büchlein für sich selbst auf. Diese Texte nennt sie Meditationen. Und plötzlich gehören sie nicht mehr ihr selbst. Ihre Mutter hat gemeinsam mit Harriets Großmutter das kleine Werk veröffentlich. Und überraschenderweise schlägt es ein. Es reißt mit. Die Menschen wollen wissen, wer dahinter steckt. Was hat dieses Mädchen, was andere 14jährige Jugendliche nicht haben?!
Rezi: Die fabelhafte Welt der Harriet RoseMeine Meinung:Dieses Buch ist keine Neuheit. Das meine ich aber gar nicht mal böse, denn meine Aussage bezieht sich keineswegs auf die Idee, die dahinter steckt. Ich spiele darauf an, dass es sich hierbei lediglich um eine Neuauflage handelt. Denn bereits 2010 brachte der Limes-Verlag das Buch mit einer ganz anderen - und wie ich finde nicht ganz so schönen - Covergestaltung heraus (siehe links).
Und selbst der Titel ist nicht neu. Denn wer kennt nicht den herrlichen Film mit Audrey Tautou "Die fabelhafte Welt der Amelié" ? Auch ich habe mich daran erinnert gefühlt und war gespannt worum es gehen würden. Wenn man einen billigen Abklatsch befürchtet, aber auch wenn man eine ebenso phantastische Liebesgeschichte erwartet, wird man eines besseren belehrt. Ja, der Titel ist in der Hinsicht vielleicht etwas ungünstig gewählt, tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Denn die Geschichte steht für sich und zwar ziemlich standfest. Genauso wie deren Protagonistin Harriet Rose. Eigentlich ist sie ein recht ruhiges und zurückhaltendes Mädchen, lebt für sich in einer großen Gedankenblase. Doch mit der Veröffentlichung ihrer Meditationen beginnt für sie der Trubel in der Öffentlichkeit. Von Seite zu Seite erlebt man mit, wie sie anspruchsvoller und fast schon hochnäsig wird. Einigen mag das säuerlich aufstoßen, aber mir gefällt diese langsame Entwicklung ganz fabelhaft.
 Die Autorin ist ehrlich und zeigt die unschöne Seite des Erfolges und Ruhmes. Und selbst Harriet muss feststellen, dass sie früher noch anders über Auswirkungen von Ansehen gedacht hat. Nun ist es ihr wichtig, dass der Hubschrauber, in dem sie mit ihrer Familie in den Urlaub fliegt, auch ja von ihrem Gesicht und dem Schriftzug Harriet Rose geziert wird. Ja, die Realität um das junge Mädchen herum scheint sich zu verzerren. Aber ich empfinde die Veränderung ihrer Persönlichkeit als durchaus realistisch, wenngleich auch nicht erstrebenswert. Dies ist nur eine Komponente, die "Die fabelhafte Welt der Harriet Rose" zu dem macht, was es ist: ein kleines Stück kostbares Gedankengut. Eine gute Portion Humor und die natürliche Naivität unserer 14jährigen tragen natürlich auch dazu bei. Die Familie ist für Harriet ein großes Thema und auch mit der Liebe muss sie sich zum ersten Mal auseinander setzen. Man merkt, dass Diana Janney durch das geschriebene Wort ihrer Figur aus der ich-Perspektive eine unglaubliche Nähe zu dieser heraufbeschwört. Man ist mitten im Trott ihres Lebens, das gerade dabei ist, sich auf wundersame Weise zu verändern.
Intelligente Impulse reihen sich an kindliche Ansichten und bilden so helle Kontraste, die ein großes Ganzes ergeben.Am besten haben mir persönlich natürlich die Auszüge und Rezitationen aus Harriets eigenen Meditationen gefallen. Nicht altklug, sondern nachdenklich wirken sie auf einen und regen manches Mal zum Überlegen an. Viele kleine philosophischen Gedankengänge erschienen auch mitten in der Geschichte aus dem Zusammenhang heraus und befindlich nur für diese eine Situation. Erst bei der Lektüre dieses Buches fällt auf, wieviel geistreiche Ideen einem auf den Tag verteilt in den Sinn kommen. Aber man selbst hat im alltäglichen Geschehen kaum noch Zeit und Muße dem nachzugehen und sich dadurch mit vielleicht augenscheinlich banalen Fragen auseinander zu setzen. Dies musste ich mir am Ende leider selbst eingestehen. Ich bin froh, dieses hübsche Buch gelesen zu haben, so nehme ich meine Umwelt wieder viel schärfer und aus einem anderen Blickwinkel wahr.
Mein Fazit:Dieses wirklich schöne Buch betrachtet die Welt aus naiven Augen und weiß sämtliche Gedanken und Fragen zu sammeln, um uns auf die Suche nach den Antworten zu schicken. Eine bezaubernde Aufgabe kann eine Geschichte gar nicht erteilen, daher ~ 5 Krümel ~
Vielen Dank an den blanvalet Verlagfür die Bereitstellung dieses philosophischen Leseexemplars!
Jimmy

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