[Rezension]Im Schatten des Mondlichts – Das Erbe

[Rezension]Im Schatten des Mondlichts – Das Erbe

Erscheinungstermin:

24. September 2012

Autorin:

J. J. Bidell bzw. Elke Becker

Verlag:

Elke Becker

Preis:

4,99 € (eBook)

Größe:

407 kb

ASIN:

B009G96140

Originaltitel:

-

Reiheninfo:

Band 3 von 3

Bewertung

[Rezension]Im Schatten des Mondlichts – Das Erbe

Inhalt

Naomi ist endlich wieder mit ihrer großen Liebe Roman vereint. Ihr Glück ist beinahe perfekt, jetzt wo Kai, Naomis Sohn, auf der Welt ist. Doch noch immer plagt Naomi die Angst vor dem feindlichen Clan, allen voran Sammy, der schon mehrmals kurz davor stand, Naomi umzubringen. Aus Angst ihre kleine Familie könnte von Sammy in Deutschland aufgespürt werden, zieht Naomi samt Roman und Kai nach Barcelona. Dort wartet schon ihre Urgroßmutter Romina, die Naomi fortan Schutz bieten möchte. Naomi ist nicht nur aus diesem Grund nach Spanien gezogen. Denn sie möchte endlich nach dem Ursprung der Werkatzen forschen.

Meinung

Für mich steht ‘Im Schatten des Mondlichts – Das Erbe’ den beiden Vorgängerbänden in nichts nach. Er ist genauso wunderbar wie die ersten Teile und so ein gelungener Abschluss der Trilogie. Doch wie auch schon bei ‘Das Erwachen’ und ‘Die Fährte’ habe ich sowohl positive Momente mit der Geschichte erlebt, als auch negative Kritikpunkte für mich gefunden.

Für mich waren es einmal wieder die Figuren des Buchs, die mir großes Lesevergnügen bereitet haben. Es sind vor allem Naomi, ihre Großmutter Leandra und ihre Freunde, die für die schönsten Momente im Buch verantwortlich sind. Dabei sind diese Charaktere aber auch sehr unterschiedlich. Bei der Protagonistin Naomi spürt man förmlich, wie sie sich im Laufe der gesamten Handlung immer weiter entwickelt hat. War sie im ersten Band noch eine naive und manchmal zu gutgläubige Persönlichkeit, kann man als Leser von Band zu Band miterleben, wie die junge Frau reift, langsam erwachsen wird und für ihre Handlungen einsteht. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Naomi bei ihrer Entwicklung zu begleiten.

Da jeder Band aus Naomis Perspektive geschrieben wird, lernt man ihre Figur natürlich am intensivsten kennen. Vielleicht haben Leandra und Naomis Freunde keine erwähnenswerte Entwicklung durchlebt, doch sind es einfach ihre liebenswerten, charmanten und bisweilen auch humorvollen Wesenszüge, die mich als Leserin schnell dazu gebracht haben, sie ins Herz zu schließen. Immer wieder habe ich mich gefreut, wenn Naomis Großmutter einen Auftritt in der Geschichte hatte, ich habe ihre intimen und gefühlvollen Dialoge mit ihrer Enkeltochter genossen.

Ich habe nicht damit gerechnet, aber leider hat mich in diesem Band ein ums andere Mal eine Figur gestört. Leider handelte es sich dabei um Naomis große Liebe Roman. Während Roman mich im ersten Band genau wie die Protagonistin sehr schnell um den Finger wickeln konnte (im positiven Sinn), war mir sein Auftreten im dritten Band öfters zu viel des Guten. An sich handelt es sich bei Roman um eine interessante und wunderbare Figur, doch bin ich kein Typ, der sehr kitschigen Dialogen etwas abgewinnen kann. Zumal ich sogar der Meinung bin, dass auch Naomi für Schmalz nichts übrig hat (so stelle ich sie mir zumindest vor). Einerseits empfand ich die Beziehung zwischen Naomi und Roman natürlich auch als sehr innig, vertrauensvoll und natürlich, doch waren Romans Kommentare, sein Ausdruck für die Liebe und Zuneigung, die er für Naomi empfindet, doch etwas zu sanft und sensibel. Für mich waren sie ein zu starker Kontrast zur modernen Protagonistin, denn teilweise hatte ich bei Roman tatsächlich das Gefühl, er würde aus einem anderen Jahrhundert stammen.

Die Geschichte in ‘Das Erbe’ würde ich persönlich nicht als fesselnd beschreiben. Denn genau genommen passiert bis kurz vor Schluss nicht viel. Actionreiche Szenen sucht man bis auf den Showdown, der für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und vor allem leicht abgehandelt wurde, vergeblich. Die wenig spannende Handlung möchte ich aber auf keinen Fall als Kritikpunkt werten. Denn die Handlung brauchte keine rasanten Momente, um mich zu überzeugen. Die Figuren und die vielen Gespräche genügten mir völlig. Sie sind von der Autorin so unheimlich liebevoll gezeichnet worden, dass mir die Gedanken und Dialoge der Figuren reichten, um mein Lesevergnügen bis zum Schluss zu sichern.

Während der gesamten Geschichte kann man deutlich erkennen, dass sich die Autorin sehr intensive und detaillierte Gedanken über den Ursprung und die Legenden der Werkatzen gemacht hat. Als Leser begleitet man die Figuren, wie bereits im zweiten Band, auf Reisen, die von Spanien, bis hin nach Mexiko reichen. Die unterschiedlichen Kulturen der Länder und deren Lebensstile hat J. J. Bidell wunderbar umgesetzt. Ich hätte förmlich das Gefühl, ich hätte gemeinsam mit Naomi Deutschland verlassen und befände mich plötzlich in einem fremden Land. Sicher war der lebendige und ausdrucksstarke Schreibstil der Autorin ausschlaggebend dafür.

Ich erwartete daher natürlich auch, dass sich Naomis Einsichten in die Legende der Werkatzen als ähnlich spannend und außergewöhnlich erweisen würde. Leider wurde dieser Aspekt aber meiner Meinung nach nicht völlig ausgeschöpft. Die Legenden, denen Naomi ab der Mitte des Buchs auf die Spur kommt, ließen sich für meinen Geschmack zu sehr wie ein Geschichtsbuch lesen. Mir fehlte in diesen Momenten der lockere, unterhaltende und gleichzeitig fesselnde Sprachstil der Autorin, der mich ansonsten während des gesamten Buchs begleitet hatte. Die Sprache schlug von einem Moment zum anderen um. Leider blieb auch im Bezug auf den Ursprung der Werkatzen ein kleiner Wermutstropfen zurück. Zwar erhalten wir einen tiefen Einblick in die Legenden, die den Ursprung der Werkatzen verraten, doch bleiben trotzdem noch Fragen ungeklärt. Vielleicht war es von der Autorin beabsichtigt, dass wir als Leser nicht die weitere Zukunft der Protagonistin auf dem Silbertablett serviert bekommen. Doch fühlte ich mich nach Beenden der Geschichte in diesem Bezug nicht zu hundert Prozent zufrieden.

Blick in die Zukunft

Auf ihrem Blog hat die Autorin bekannt gegeben, es sei möglich, dass die gesamte Trilogie auch bald in Buchform erscheint. Ihre Agentur stellt die Reihe gerade deutschen Verlagen vor.

Fazit

Auch wenn ich bei allen drei Bänden der ‘Im Schatten des Mondlichts’ Trilogie Kritik geäußert habe, so ist die Reihe für mich trotzdem fantastisch. Immer wieder aufs Neue konnte mich J. J. Bidell mit ihrem modernen, aber trotzdem nicht zu saloppen Schreibstil, an die Geschichte fesseln. Die Autorin hat die Handlung sehr liebevoll, mit allerhand neuen und erfrischenden Ideen ausgestattet, sodass es in allen drei Bänden viel zu entdecken gab. Die wundervolle Gestaltung der Figuren war für mich in allen drei Teilen das Highlight. Im Laufe der Geschichte habe ich Naomi, Leandra und Co immer weiter in mein Herz schließen können und werde sie sicher nicht so schnell vergessen.

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Über die Autorin

Elke Becker, Jahrgang 1970, arbeitete als Sekretärin in Bayern. Um ihre Abenteuerlust zu befriedigen, bereiste sie Süd- und Mittelamerika sowie einige Karibikinseln mit dem Rucksack, um Land und Leute hautnah zu erleben. In Venezuela studierte sie Spanisch und begann Kurzgeschichten zu schreiben. In der Dominikanischen Republik betrieb sie gemeinsam mit ihrer Schwester eine eigene Sprachschule. Seit fünf Jahren lebt sie auf Mallorca, wo sie neben ihrer Marketingarbeit in einem Immobilienbüro eine Weiterbildung zur Drehbuchautorin absolvierte. (Quelle)


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