Rezension: Wie ich dich sehe - Eric Lindstrom

Rezension: Wie ich dich sehe - Eric Lindstrom

© Carlsen Verlag

Wie ich dich sehe| Eric Lindstrom |

Verlag: Carlsen Verlag 2016 

Seiten: 272 ISBN: 9783551583475

MEINE BEWERTUNG 

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Trauer, Familie & FreundeParker ist blind. Dennoch unterscheidet sie sich dadurch kaum von Gleichaltrigen, sondern besteht darauf, normal behandelt zu werden. Schwieriger ist, dass das Schicksal dem blinden Mädchen wuchtige Felsen mitten auf den Lebensweg knallt.

Abgesehen von ihrem Handicap ist sie nun eine Waise. Ihre Mutter verunglückte vor Jahren bei einem Autounfall und ihr Vater ist vor wenigen Monaten gestorben. Daher hat sich das toughe Mädchen ein Belohnungssystem ausgedacht: Für jeden Tag, an dem sie nicht weint, bekommt sie ein goldenes Sternchen. 

Im Mittelpunkt steht Parkers zerrüttetes Leben, das von ihr in Anbetracht der Umstände gut gemeistert wird. Zwar ist ihr Handicap zentral, doch sie zeigt rasch, dass sie nicht auf die Blindheit reduziert werden will. Sie lässt sich keine Grenzen setzen, und trainiert unter anderem für das Laufteam ihrer Highschool. Frei nach dem Motto: Meine Augen funktionieren nicht, doch mit den Beinen ist alles in Ordnung.

Angesiedelt ist dieser Jugend-Roman im üblichen Highschool-Setting. Das Cinderella-Prinzip wird teilweise angewandt, indem Parker Erfahrungen mit Jungs und der ersten Liebe macht. Dabei spart Eric Lindstrom die üblichen Klischees nicht aus. Es treten die wohlbekannten Rowdies genauso wie die besten Freundinnen bei der obligatorischen Shopping Tour an. 

Im Vordergrund stehen - neben Parkers Handicap und dem Bedürfnis als vollständiger Mensch zu gelten - Familie, Freundschaft, Trauer und Liebe. Die Situation ist für Parkers Angehörigen neu, ungewohnt und herausfordernd. Ihre Tante und ihr Onkel kümmern sich um das Mädchen so gut es geht, aber man merkt, dass sich alle Beteiligten gegenseitig erst beschnuppern müssen. Dabei sind Freundschaften für das Mädchen zentral, weil sie dadurch die unterdrückte Trauer um ihren Vater und das gewohnte Leben verarbeitet. 

Interessant finde ich, dass Parker sportlich aktiv ist. Sie lässt sich von ihrer Blindheit nicht abhalten, und hat eigene Mittel und Wege gefunden, um trotzdem unabhängig zu trainieren. Dadurch zeigt sich, dass man sich oft nur zu helfen wissen sowie Mut beweisen muss. Allerdings hat sie eine eigensinnige Seite, die sie gegenüber von Freunden und Verwandten starrsinnig agieren lässt. Das zeigt sich vor allem in ihrer ruppigen Art, die andere Menschen häufig vor den Kopf stößt.

Insgesamt fand ich Parkers Geschichte gut und informativ erzählt. Ich hatte mir ein bisschen mehr Originalität versprochen, und gehofft, dass es nicht dem üblichen Jugendroman-Schema über Schule, Freundschaft und Emotionen entspricht. Trotzdem mochte ich den Einblick in Parkers Leben, und habe eine richtig toughes - wenn auch barsches - Mädchen kennengelernt. 

Meiner Meinung nach ist „Wie ich dich sehe“ ein solider Jugendroman, der zeigt, dass Menschen in schwierigen Situationen das beste aus sich herausholen können, wenn sie die nötige Unterstützung von ihrem Umfeld haben.

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