[REZENSION] "Todesfrist"

Cover
[REZENSION] Der Autor
Andreas Gruber, geboren 1968 in Wien, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität und arbeitet halbtags für einen Pharma-Konzern. Mit seiner Familie und vier Katzen lebt er in Grillenberg in Niederösterreich. Er ist zweifacher Gewinner des Vincent Preises und dreifacher Gewinner des Deutschen Phantastik Preises.
*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478669
ISBN-13: 978-3442478668
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,8 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte... München: Eine weibliche Leiche wird im Münchner Dom gefunden - in Tinte ertränkt. Außerdem meldet sich der Täter telefonisch bei einem Angehörigen und hinterlässt eine grausame Nachricht: "Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie." Das Opfer entpuppt sich als Mutter der ermittelnden Kommissarin Sabine Nemez. Die junge, verzweifelte Polizistin recherchiert mithilfe eines alten Freundes beim BKA Wiesbaden auf eigene Faust und ruft dadurch den kauzigen BKA-Profiler Maarten S. Sneijder auf den Plan, der großes Interesse an diesem Fall zeigt...
In der Nähe von Wien: Die Psychotherapeutin Helen Berger erhält ein Päckchen mit makabrem Inhalt: Neben einem menschlichen Finger findet die Ärztin einen Zettel mit einem Rätsel, das sie innerhalb von 48 Stunden lösen muss - ansonsten wird jemand sterben. Für Helen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...
Meine Meinung: Nachdem ich bereits von "Rachesommer" sehr angetan war, musste ich natürlich auch "Todesfrist" lesen. Die Geschichte, die in 3 Teile gegliedert ist, beginnt 2 Monate nach dem Prolog am 22. Mai und endet am 25. Mai. Die Spur führt von München über Köln und Dresden bis nach Wien und präsentiert dem Leser bildhafte Schauplatzbeschreibungen. Wie bereits in "Rachesommer" werden uns auch hier zwei unterschiedliche Hauptpersonen mit verschiedenen Berufen und Wohnorten präsentiert. Zuerst erfahren wir mehr über Sabine Nemez. Die 26-jährige ist Single, mit 1,60 m eher klein gewachsen und arbeitet als Kommissarin beim Münchner Kriminaldauerdienst. Im Zuge der Ermittlungen macht sie die Bekanntschaft mit Maarten S. Sneijder, dem brillanten Fallanalytiker des BKA. Der gebürtige Niederländer ist arrogant, trinkt Vanilletee, raucht Dope und hat sehr eigenwillige Methoden. Zwischendurch lernen wir Dr. Helen Berger kennen. Die hübsche Psychotherapeutin mit eigener Praxis lebt mit ihrem Mann in Grießkirchen, in der Nähe von Wien. Das beschauliche Leben der Therapeutin ändert sich schlagartig, als sie Post vom Mörder erhält... Sabine und Helen sind sympathische, starke Hauptpersonen mit Ecken & Kanten, die authentisch agieren. Dadurch konnte ich mit den beiden Frauen schnell identifizieren, mitfühlen und mitfiebern. Mit dem eigenwilligen Fallanalytiker Maarten S. Sneijder bin ich allerdings nicht ganz warm geworden, obwohl es mit zunehmender Seitenanzahl besser wird. Die mitwirkenden Nebencharaktere sind ebenfalls reizvolle Figuren und fügen sich wunderbar in die Handlung ein. Auch wenn die Grundidee nicht ganz neu ist (siehe Camilla Läcksbergs "Die Totgesagten"), wurde der Plot hervorragend umgesetzt und mit ordentlich viel Blut, Leichen & Hochspannung versehen. Der Spannungsbogen wird durchgehend -bis hin zum rasanten Finale- gespannt gehalten und die packende Story lässt sich dank raffiniert gelegter Irrwege & falscher Fährten rasend schnell lesen. Verschiedene Handlungsstränge verweben allmählich miteinander und ergeben am Ende ein schlüssiges Bild. Erzählt werden die temporeichen Geschehnisse größtenteils aus der Sicht von Sabine Nemez, die mit allen Mitteln den Mörder ihrer Mutter fangen möchte und sich in den Fall verbeißt sowie von Dr. Helen Berger, die ein mysteriöses Rätsel per Post bekommt und die Lösung innerhalb von 48 Stunden finden muss. Zwischendurch schildern andere Nebenfiguren die Begebenheiten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, in Rückblenden berichtet die Wiener Therapeutin Dr. Rose Hartmann über ihre Sitzungen mit einem speziellen Patienten.
Andreas Gruber versteht es meisterlich, seine Leser von der ersten Seite an in den Bann von "Todesfrist" zu ziehen - es gibt weder Längen noch überflüssige Passagen, im Gegenteil: Hier ist Spannung am laufenden Band angesagt! Durch die fesselnde Schreibweise, die angenehm kurzen Kapitel und zu guter Letzt durch die unterhaltsamen Dialoge fliegt man nur so durch die 416 Seiten und möchte den Thriller am liebsten in einem Rutsch durchlesen.  
FAZIT: "Todesfrist" hat mich schwer begeistert und bietet Lesern mit gestählten Nerven einen faszinierenden Plot, viele unerwartete Wendungen, reizvolle Charaktere, interessante Schauplätze und einen mitreißenden Schreibstil. Da ich nichts auszusetzen habe, bekommt das neueste Werk dieses österreichischen Autors volle 5 (von 5) Punkte.
[REZENSION]

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