[Rezension] Taking Chances - Im Herzen bei dir

[Rezension] Taking Chances - Im Herzen bei dir

Inhalt in einem Satz:
Die von ihrem Marine-Dad streng erzogene Harper lernt schon in ihrer ersten Woche auf dem College eine ganz andere Seite des Lebens kennen, als sie dort auf zwei grundverschiedene, aber absolut unwiderstehliche Jungs trifft und sich Hals über Kopf in beide gleichzeitig verliebt.

Meine Meinung:
Taking Chances ließ mich mit stark gemischten Gefühlen zurück, wie ich es in diesem Ausmaß bisher noch nicht in einem Buch erlebt habe.Während ich ungefähr die erste Hälfte des Buches ziemlich furchtbar fand, hat mir die zweite dann deutlich besser gefallen und ich habe mich gefragt, wie so ein plötzlicher Umschwung möglich ist. ;)

"Taking Chances" erzählt vonder Dreiecksbeziehung zwischen Harper und den beiden jungen Männern Chase und Brandon, in die sie sich in kürzester Zeit verliebt. Während Brandon eher der liebevolle Beschützertyp ist, nimmt Chase die Rolle des verwegenen Bad Boys ein, der Harper zunächst auf die Nerven geht, aber von dem sie trotzdem nicht richtig loskommt. Es entwickelt sich eine Reihe von Ereignissen, die Harper zwischen den beiden Jungs schwanken lässt, und selbst als sie mit einem der beiden zusammenkommt, kann sie sich von dem anderen nicht richtig lösen.

Die Geschichte hat zwar ihre prickelnden Momente, wer aber einen typischen New Adult-Roman mit viel Erotik erwartet, wird hier nicht fündig, denn dieses Thema hält sich eher im Hintergrund, was ich auch ganz gut fand. :)

Doch sicher fragt ihr euch nun, was genau mich anfangs an dem Buch so extrem gestört hat. Das war leider eine ganze Menge. Dass ich mit "Taking Chances" nicht richtig warm wurde, lag hauptsächlich daran, dass mir die Story unglaublich oberflächlich vorkam - sowohl was die Gefühle der Charaktere angeht, die für mich viel zu schnell und viel zu unecht aufkamen, als auch im Bezug auf die Tiefe der Charaktere selbst. Chase und Brandon blieben für mich persönlich total verschwommen und ungreifbar. Sie hatten keine markanten Charakter-Eigenschaften und verhielten sich im einen Moment so, im nächsten wieder völlig anders, als hätten sie zwischendurch mal eben die Rollen getauscht. So konnte ich einfach nicht richtig in die Geschichte abtauchen und gerade die Tatsache, dass sich Harpers Beziehung zu einem der beiden sofort am Anfang entwickelt, ohne dass man sich erst mal wenigstens ein bisschen kennenlernt, kam mir einfach sehr gekünstelt vor, was wirklich schade war. Auch das Verhalten der Protagonisten allgemein und die Entscheidungen, die sie trafen, wirkten auf mich oft völlig hirnrissig und unreif.

Was ich mir auch gewünscht hätte, wären ein paar "Ungewissheiten" zwischen Harper und ihren Jungs, die dem Buch sicher zu mehr Spannung verholfen hätten. Dadurch, dass sie sich sofort der Gefühle der beiden sicher sein kann, konnte ich im ersten Teil des Buches kaum mit Harper mitfiebern oder mitfühlen.

Am schlimmsten war für mich aber, wie man vielleicht schon herauslesen konnte, dass das, was hier vermittelt wurde, für mich nicht viel mit echter Liebe zu tun hatte. Stattdessen kam mir das Ganze so ähnlich vor wie das Nachmittagsprogramm von RTL2, vollgepackt mit Drama, Schlägereien und der großen Frage, wer wohl die Protagonistin entjungfern darf. Das klingt zwar hart und es tut mir auch wirklich leid, so über ein Rezi-Exemplar zu schreiben, doch ich muss natürlich bei der Wahrheit bleiben, und ich werde euch ja zum Glück auch gleich noch von der zweiten Hälfte des Buches erzählen, in der sich die Geschichte ganz deutlich gemausert hat.

Der Schreibstil war übrigens durchgehend locker-leicht und flüssig zu lesen, sodass ich trotz aller Kritik die Lust am Weiterlesen nicht ganz verloren habe. Auch hier gab es aber leider eine kleine Macke, nämlich die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln, durch die immer mal zwei Wochen oder Monate in der Geschichte vorgespult wurde und man dann im Nachhinein von den wirklich wichtigen Wendungen erfuhr, die sicher die Spannung erhöht hätten, wenn man sie direkt hätte miterleben dürfen.

Wie bereits erwähnt, gab es an solchen plötzlichen, sehr drastischen Wendungen wirklich eine Menge und diese waren es auch, die es geschafft haben, dass ich in der zweiten Hälfte viel mehr mitfiebern konnte. Die Themen, die dort aufgeworfen wurden, haben mich sehr interessiert und waren mir für das Genre auch völlig neu. Ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere an den Entwicklungen wuchsen, endlich erwachsen und vernünftig wurden und dass dem Leser besonders das Familiengefühl auf wunderschöne Weise vermittelt wurde, das dadurch entstand, dass Harper und deren Freunde so Vieles gemeinsam durchmachten und auch ohne eine direkte Verwandschaft zu einer richtigen kleinen Familie zusammenwuchsen. Auch der Humor der Autorin hat mir übrigens gut gefallen und mich gelegentlich zum Schmunzeln gebracht. ;)

Ich hätte zu Beginn wirklich niemals damit gerechnet, dass sich "Taking Chances" so steigert, dennoch kam für mich der negative Beigeschmack immer wieder durch. Wirklich schade, denn wäre die erste Hälfte nicht gewesen, hätte ich bestimmt 4 oder 5 Punkte vergeben.

Fazit:
Eine sehr durchwachsene New Adult-Geschichte mit vielen Aufs und Abs, die sich im Laufe der Story zwar ganz deutlich mausert, mich jedoch gerade durch die sehr unauthentische Liebesgeschichte nicht ganz für sich gewinnen konnte.Für die späteren überraschenden Entwicklungen hat es sich aber dennoch gelohnt, das Buch nicht voreilig abzubrechen. :)

Vielen herzlichen Dank an den Mira-Verlag und an Blogg dein Buch, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

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