[Rezension] Sophie Kinsella – „My Not So Perfect Life“

[Rezension] Sophie Kinsella – „My Not So Perfect Life“„My Not So Perfect Life“ ist der neueste Roman von ChickLit-Queen Sophie Kinsella – und seit langem endlich wieder ein eigenständiger Roman, der nicht Teil ihrer berühmten Shopaholic-Reihe ist.

Katie Brenner hat es endlich aus der Kleinstadt raus geschafft und hat einen Job in London ergattert. Ihren Dialekt hat sie abgelegt, ihr Aussehen verändert, aus der alten Katie wurde die hippe Cat. Nach außen hin scheint es, als ob Cat ein supercooles und fancy Großstadtleben führt. Das Leben, das sie sich immer erträumt hat. Doch die Realität sieht ganz anders aus… denn ihr wahres Leben ist ganz anders als ihr perfekter Instagram-Feed.

Seit Jahren lese ich alles, was Sophie Kinsella schreibt. Ihr Shopaholic-Reihe ist sicherlich die bekannteste und besitzt schon ein wenig „Kultstatus“, doch tatsächlich mochte ich bisher all ihre alleinstehenden Geschichten am liebsten. „Sag’s nicht weiter, Liebling“ und „Göttin in Gummistiefeln“ gehören beispielsweise zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Insofern war meine Vorfreude groß, als die Veröffentlichung von „My Not So Perfect Life“ verkündet wurde.

Und Kinsella enttäuscht nicht. Sie erzählt in ihrem neuesten Werk eine wunderbar authentische Geschichte, in welcher sich vielleicht viele junge Leserinnen selbst wiederfinden werden. Ich zumindest habe Katies Gedanken und Schwierigkeiten stellenweise unfassbar gut nachvollziehen können. Zudem ist Katies Geschichte absolut zeitgemäß – den Kampf um die meisten Instagram-Likes und den perfektesten Instagram-Feed habe ich persönlich zwar bisher nicht nachvollziehen können, doch er besteht zumindest. Und Kinsella nimmt sich dem Thema auf wunderbar humorvolle, aber auch „belehrende“ Art und Weise an. Aber nicht nur Instagram bekommt dabei ein wenig sein Fett wett – auch anderweitige aktuelle Trends, wie das Bedürfnis, ständig „in“ zu sein, werden angesprochen. Alleine dafür lohnt es sich, diesen Roman zu lesen.

Die Handlung an sich hat mir – im Großen und Ganzen – genauso gut gefallen. Ich mochte die etwas langsamere Entwicklung, die ich schon gar nicht mehr gewohnt bin, und neben Katies Charakter mochte ich tatsächlich auch alle anderen Nebencharaktere. Zwar sind diese nicht unbedingt immer die sympathischsten, aber während dem Verlauf der Handlung wird so manches Verhalten erklärt und letztendlich merkt man als Leser, dass sich die Autorin bei jedem etwas gedacht hat. Auch dadurch ist „My Not So Perfect Life“ ein absolut typischer Kinsella-Roman. Und da ich ihren Schreibstil, ihre Erzählart und die Story wirklich mag, ist es wirklich fantastisch, dass dies ein typisches Kinsella-Buch ist. Andererseits hätte ich mir dann doch wieder irgendwie etwas ein bisschen anderes gewünscht. Weil es einfach doch sehr Kinsella-like ist. Das ist nichts Schlechtes – aber für die vollkommende Begeisterung meinerseits hat es damit eben leider nicht gereicht.

„My Not So Perfect Life“ bringt all das mit sich, was der Autorinnenname verspricht: gute Unterhaltung, Humor, Freundschaft, Familie und Liebe, sympathische Charaktere und all das in einer lesenswerten und gut verpackten Handlung. Es macht auf jeden Fall Spaß, das Buch zu lesen, es unterscheidet sich aber letztendlich nicht von Kinsellas früheren Romanen. Wer aber ein gutes Kinsella-Buch lesen möchte, wird hiervon sicherlich nicht enttäuscht werden.

[Rezension] Sophie Kinsella – „My Not So Perfect Life“

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Bibliografie:

ISBN: 978-0593074794 / Verlag: Bantam Press/ Seiten: 400 / ET: 09.02.2017  

Deutsche Ausgabe: „Wir sehen uns in Somerset“ bei Goldmann am 15.05.2017



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