Rezension: Pergamentum


Heike Koschyk – Pergamentum


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“Pergamentum” bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
„Die Elemente treten an, die Welt zu vernichten, wenn die Menschheit sich nicht gegen den Einen stellt, der das Verderben bringt.“
Das Kloster Eibingen, in dem einst Hildegard von Bingen wirkte: Im Skriptorium wird ein Mönch ermordet aufgefunden, in der Hand ein rätselhaftes Pergament. Elysa, eine junge Adelige, wird als Novizin in das Kloster geschleust, um den Mörder zu finden. Mit der Entschlüsselung des Pergaments kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das nicht nur den Ruf der seligen Prophetin erschüttern könnte, sondern die gesamte christliche Welt…

Umfassend recherchiert und mitreißend spannend!
Der Roman wird in mehreren Perspektiven erzählt.
Elysa ist eine junge Adlige. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Bruder, doch dort wird sie vorerst nicht ankommen. Sie taucht in einem etwas düsteren Konvent unter und hat die Aufgabe, in 4 Tagen den Mord an einem Mönch aufzuklären.
Doch Elysa kann nicht wissen, wer Freund und Feind ist. Und dann wird auch noch eine ihr vertraute Nonne niedergeschlagen.
Aus den Perspektiven der beiden Nonnen Ida und Margarete wird ebenfalls erzählt. Die Geschichte wird so vollkommen abgerundet und man bekommt Einblicke in den Klosteralltag und die geheimen Ängste und Wünsche der Frauen.
Und aus der Sicht des Kanonikus Clemens wird erzählt. Er macht sich ebenfalls auf die Suche nach Beweisen, will er doch Elysa vor Ablauf der Frist wieder aus dem Kloster holen.
Und die Zeit rennt ihnen davon…
Beeindruckend ist die Art der Autorin, die damalige Zeit, die Charaktere, den schmalen Grad zwischen Gottesfurcht und Teufelsnarr zu schildern. Die düstere Stimmung wird unterstützt, durch authentisch Wortwahl.
Die Geschichte ist voller Facetten, voller Wendungen! Immer wieder ergeben sich andere Umstände, gehen den Protagonisten neue Lichter auf! Bis zum Schluss habe auch ich den Täter nur geahnt.
Am meisten beeindruckt hat mich wohl die opulente, perfekt zum Roman und der Zeit passenden Sprache. Es sind Worte, die ganze Bände sprechen und einen unheimlichen Reiz des Geschehens ausmachen. Würdevoll und galant ist der ganze Roman voll davon und man kann sich kaum sattlesen.
Der ganze Roman ist eine einzige, umfangreiche Sammlung von Spannung und Fakten. Interessant und umfangreich wurde auf Leben Hildegard von Bingens und das ihrer Anhänger eingegangen.
Besonders spannend fand ich die Erwähnung und großzügige Einbeziehung der lingua ignota – der geheimen Sprachen der großen Visionärin!
Im Anhang findet sich noch eine Karte des Klosters, sodass sich der Leser noch besser in die beschriebene Umgebung hineinversetzen kann. Außerdem ein Anhang, der über Wahrheit und Fiktives Auskunft gibt.
Ein sehr spannender, packender historischer Krimi – nicht nur von heldenhaften Bauern oder Adligen, sondern direkt im Angesicht Gottes und seiner Auserkorenen!

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an HEIKE KOSCHYK

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