[Rezension] Méto – Das Haus

[Rezension] Méto – Das HausMéto – Das Haus

Erscheinungstermin: April 2012

Autor: Yves Grevet

Verlag: dtv

Preis: 14,95 € (gebundene Ausgabe), 14,99 € (Audio CD)

Seiten: 224

ISBN: 978-3-423-62514-2

Originaltitel: Méto – La Maison (Paperback, eBook)

Reiheninfo: Méto – Das Haus, Méto – Die Insel, Méto – Die Welt

Leseprobe

 

Meine Bewertung

[Rezension] Méto – Das Haus

 

Inhalt: Méto lebt mit 63 anderen Jungen in einem Haus und wird von den Cäsaren jeden Tag, 24 Stunden überwacht. Was die Jungen dorthin verschlagen hat oder was mit ihnen geschieht, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist, das weiß keiner. Viel mehr noch, es sind Gedanken, die die Jungen niemals hegen dürfen, geschweige denn ihren Herren Fragen darüber stellen. Denn unmenschliche Strafen sind in dem Haus, in dem Méto lebt, keine Seltenheit.

Als eines Tages immer absonderlichere Dinge im Haus geschehen, einer der Jungen urplötzlich verschwindet und die Hausherren darüber Stillschweigen bewahren, entscheidet sich Méto, die Diktatur, die vorherrscht, nicht länger hinzunehmen.

 

Meine Meinung: Allein optisch macht ‘Méto – Das Haus’ schon einiges her. Das Cover besticht mit tollen Farben und die Buchseiten sind wie bei Ursula Poznanskis  ’Saeculum’ an den Rändern schwarz gefärbt. Genauso vielversprechend und anziehend ließ sich die Inhaltsangabe des Buchs lesen. Die Kurzbeschreibung hat definitiv nicht zu viel versprochen.

Bereits der Einstieg ins Buch katapultiert den Leser direkt ins Geschehen. Ohne weitere Erklärungen begleitet der Leser den Protagonisten Méto bei seinem Leben im  Haus. Dabei handelt es sich um kein gewöhnliches Haus, sondern um eines, dass durch diktatorische Hausherren und daran anlehnend absonderliche Hausregeln besticht. Viele Handlungen erste Teile einer Reihe können sich zuweilen ein wenig ziehen und warten nicht immer mit spannenden Wendungen auf. Nicht so aber der erste Band der Méto Trilogie. Besonders geschickt gliedert Yves Grevet die Besonderheiten seiner Dystopie in den Verlauf der Geschichte ein, sodass das Buch nicht wie ein reiner Einführungsroman erscheint. Denn der Autor schafft von Anfang an eine sehr erschreckende und beklemmende Welt, die ohne Unterlass zum Weiterlesen animiert. Méto, dem Protagonist der Trilogie, wird gleich zu Anfang des Buchs ein Schützling übergeben, den die Hauptfigur im anschließenden Verlauf über das Leben im Haus und vor allem über den Ablauf und die Regeln, die es einzuhalten gilt, aufklärt. Der Autor hat ihr eine besonders elegante und fesselnde Art gewählt, um den Leser gemeinsam mit einer der Figuren über die wichtigsten Merkmale des Hauses aufzuklären und somit bereits direkt am Anfang die wichtigsten Fragen zu klären.

Erneutes Interesse weckt Yves Grevet beim Leser mit den Besonderheiten seiner Welt. Nicht nur, dass die Kinder und Jugendlichen in diesem Buch nur dem männlichen Geschlecht angehören, den Heranwachsenden nicht bewusst ist, wie sie überhaupt zu diesem Ort gelangt sind, sondern vor allem, weil sämtliche Figuren lateinische Namen tragen. Besonders herausstechend dabei sind die Hausherren, die alle denselben Namen besitzen; Cäsar.
Wie es sich für eine gelungene Dystopie gehört, wird der Leser in eine Welt entführt, die nicht nur überraschend und angsteinflößend ist, sondern auch zum nachdenken anregt. Gerade von diesen Momenten, die den Leser einen Moment inne halten lassen, gibt es in ‘Méto – Das Haus’ einige. Während das Haus in den ersten Kapiteln noch wie ein Jungeninternat daher kommt und lediglich die absonderlichen Namen und Tagesaktivitäten herausstechen, nimmt die Geschichte ab der Hälfte des Buchs enorm an Fahrt auf und offenbart die düstere Schattenseite des Heims.

Der erste Band wirft viele Fragen auf, die nicht nur für Spannung sorgen, sondern auch Vorfreude auf den Nachfolgerteil aufkommen lassen. Der Großteil der Fragen, die sich im Laufe des Lesens automatisch ergeben, werden nämlich in ‘Méto – Das Haus’ nicht geklärt. Ein Grund mehr, warum ich mich schon jetzt wahnsinnig auf die Nachfolgerteile, ‘Méto – Die Insel‘ (erscheint am 1. Oktober 2012) und ‘Méto – Die Welt‘ (erscheint am 1. April 2013) freue.

Fazit: ‘Méto – Das Haus’ ist ein Buch, was sowohl von außen, als auch von innen überzeugen kann. Wer sich von diesem Buch eine besondere Dystopie verspricht, sollte unbedingt zugreifen, denn genau das ist es, was den Leser erwartet.


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