Rezension: Leftover

Gerade erst hatte ich euch das neue Buch von Hugh Fearnley – Whittingstall vorgestellt, da geht es heute noch einmal um Resteküche!

Auch dieses Buch beginnt mit einigen Gedanken zur Resteverwertung, zum richtigen Einkauf, es geht um Wertschätzung und darüber, dass unsere (Ur-)Großmütter Recht hatten, wenn sie auch noch den kleinsten Rest Brot in einem Gericht verbrauchten. Es braucht nicht immer viele, tolle Zutaten, sondern man kann auch aus wenigen, alltäglichen etwas Leckeres zaubern! Diesen Ansatz vertrete ich auch – obwohl ich gleichzeitig zugeben muss, dass mir die Umsetzung nicht immer so gelingt, wie ich es mir wünsche.

Rezension: Leftover

Was mir sehr an diesem Buch gefällt, ist, dass es wenige „komplette“ Rezepte gibt. Die meisten Rezepte sind eher nach einem Pi-mal-Daum-Ansatz aufgeschrieben. Trotzdem wird man nicht allein gelassen, sondern es gibt Angaben wie „auf 120 g Bulgur kommt 1 Ei“ oder ähnliches. So stimmen die Verhältnisse der Zutaten, wo es wichtig ist und wo es nicht wichtig ist, da gibt es halt keine. Stattdessen gibt es sehr viele Ideen für Rezepte und noch viel mehr Variationsvorschläge. Beachtung finden dabei sowohl Obst und Gemüse, übrig gebliebenes Brot, einige Hülsenfrüchte, aber auch übrig gebliebene Reste vom Take Away oder verschiedene Antipasti-Reste. Ein ausführliches Register am Ende des Buches hilft noch einmal ganz konkret, wenn man nach Rezeptideen für bestimmte Reste sucht.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Duftes Dal: Für Dal braucht man tatsächlich nur sehr wenige Grundzutaten und kann es mit vielen verschiedenen, übrigen Gemüsestücken ergänzen. Einfach gemacht, toll vorzubereiten und ein tolles Gericht, um die Hülsenfrüchte etwas zu reduzieren.

Rezension: Leftover

Veggie Burger: Was hier verwendet wird: Vor allem Bulgur, Gemüse nach Wahl, Gewürze nach Wahl und etwas Ei. Eine ziemlich gute Resteverwertung heraus kommen tolle Burger Pattys! Ich hatte erst Sorge, dass sie nicht zusammenhalten würden, weil die Masse etwas bröselig wirkte, am Ende waren sie dann aber doch gut.

Eineiiger Zyklop: Habt ihr auch manchmal Brot oder Brötchen übrig, mit denen man nicht genau weiß, was man tun soll? Hier wird empfohlen, sie einzufrieren, ein Loch in die Mitte zu machen, hinein kommt ein Ei und beides zusammen wir gebacken. Gleichzeitig gart dann das Ei und backt das Brötchen wieder auf. Klasse Idee! Bei mir kamen die Zeiten nicht zu 100 % hin, das Brot wurde schon sehr knusprig, als das Ei gar war. Damit muss ich noch mal experimentieren, denn die Idee gefällt mir wirklich sehr.

Rezension: Leftover

Mein Fazit: Resteküche ist wichtig, kann Spaß machen und vor allem zu Kreativität inspirieren. Das ist die Aussage des Buches und sie wird hier auch optimal in die Tat umgesetzt. Die Ideen sind toll, leicht umzusetzen und ich hatte beim Durchblättern das Gefühl, dass die Rezepte insgesamt ziemlich gut zu unserem Kühlschrank und Vorrat passen – bis auf die Take Away – Ideen, aber auch die sind bestimmt für einige hilfreich.

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Das Buch „Leftover“ von Vincent Fricke umfasst 250 Seiten, kostet 34 Euro und erschien im Umschau Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.


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