[Rezension] Laura Florand – Ein süßes Stück vom Glück

Lauraflorand_EinsüßesStückvomGlück

Titel: Ein süßes Stück vom Glück

Originaltitel: The Chocolate Thief

Autorin: Laura Florand

Erscheinungsdatum: 16. August 2013

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 352

Art: Taschenbuch

Bekommen von: Blogg dein Buch

Zu kaufen bei: Bastei Lübbe

Inhalt:

Cade Corey ist reich und sexy und ihrer Familie gehört eine der weltweit führenden Schokoladenketten der Welt. Um neuen Schwung in die Firma zu bringen und auch in Europa Marktanteile zu bekommen hat sie sich in den Kopf gesetzt, eine Premium Schokoladenlinie auf den Markt zu bringen. Dazu reist sie nach Paris und stolziert beim besten Chocolatier von Paris in den Laden um ihn zu kaufen. Er soll seinen Namen und sein Geheimnis hergeben und mit ihr zusammenarbeiten, natürlich nicht ohne ein bisschen Gewinn dabei zu machen. Doch was, wenn der beste Chocolatier Cade einfach stehen lässt und kein Interesse hat? Cade versucht nun mit allen Mitteln ihn umzustimmen und überschreitet dabei Grenzen, um ihren Willen durchzusetzen. Doch was beide nicht für möglich hielten ist, dass neben der ganzen Schokolade ihre Welten doch miteinander verschmilzen und die beiden herausfinden müssen, ob nur die Schokolade sie verbindet…

Meine Meinung:

Der Klappentext zu diesem Buch war viel versprechend! Ich suchte eine leichtes Buch, dass mich vom Alltagsstress entfliehen lässt und entschied mich bei Blogg dein Buch für dieses Exemplar. Ich freute mich umso mehr, als es mir dann tatsächlich zugeschickt wurde.

Ich begann zu lesen und muss gestehen, dass die ersten fast 100 Seiten etwas schwierig waren, weil sich alles ein bisschen zog und noch keine richtige Spannung aufgebaut wurde. Danach kippte das aber, und es entwickelte sich eine süße, romantische, schokoladige und witzige Geschichte.

Die beiden Protagonisten in dem Buch sind Cade Corey und Silvai Marquis. Cade ist reich, sexy und ein absoluter Sturrkopf! Silvain hingegen ist zurückhaltend, geheimnisvoll und ruhig. Eine Mischung die Spannung und großes Knistern verspricht. Beide Figuren werden im Buch nach und nach gut beschrieben, und man kann sich schnell ein Bild von den beiden machen. Da der Großteil des Buches aus der weiblichen Rolle heraus geschrieben ist, bekommt man ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken ein bisschen besser mit und lernt sie eindeutig besser kennen. Aber auch Silvain lernt man spätestens ab der Hälfte des Buches besser kennen, wenn man auch einen Einblick in sein Privatleben und seine Familie bekommt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt auf der privaten Ebene sehr gut, aber auf der geschäftlichen Ebene kommen sie einfach nicht auf einen Nenner.

Das Buch verfolgt zwei unterschiedliche Handlungsstränge: Zum einen den rein geschäftlichen Teil, bei dem es um Erfolg, Macht und Geheimnisse geht. Zum anderen aber den privaten Teil, in dem die beiden sich angezogen fühlen und die Finger nicht voneinander lassen können. Die Geschichte wirkt zwar auf den ersten Blick recht simpel gestrickt, ist aber nicht ganz so einfach. Die beiden müssen persönliche Abstriche und Kompromisse machen, wenn sie ihre Welten verbinden wollen und irgendwie zueinander finden wollen. Privat gelingt ihnen das ganz gut, aber das Geschäft steht doch immer ein wenig zwischen ihnen. Während Syilvain genau weiß was er will und was nicht, muss Cade zum ersten Mal in ihrem Leben lernen, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann und nicht jeder ihrem Charme erlegen ist. Sie muss Abstriche mache und gerät in einen inneren Konflikt, bei dem sie entscheiden muss, ob das Wohl der Firma (und damit auch ihr Erbe) oder ihr privates Glück an erster Stelle stehen.

Hauptthema ist (natürlich) die Schokolade …. es ist eben ein Buch über die Schokolade. Und dann geht es noch viel um Sex. Und um Schokolade und Sex. Diese beiden Komponenten werden im Buch häufig miteinander in Verbindung gebracht und das hat mir an manchen Stellen nicht allzu gut gefallen. Auch wenn es um ein Schokoladengeschäft geht, war es mir ein wenig zu viel Schokolade. Zeitweise ernährt sich die Protagonistin auscchließlich von Schokolade und das war irgendwie komisch. Das Thema Sex spielt eine wichtige Rolle, denn die Affäre zwischen den beiden hat eine gewisse Magie, ein lautes Knistern und hat mich oft Schmunzeln lassen. Aber auch hier finde ich, ist man ein wenig über das Ziel hinausgeschossen, vor allem in Hinblick auf das Ende. Das Ende kommt abrupt, ohne Vorwarnung und so anders als ich gedacht habe. Damit bin ich nicht zufrieden. Natürlich ist es ein Buch mit Happy End, aber da hätte ich mir mehr gewünscht, dieses Ende hier ist zu einfach, zu unproblematisch.

Da die Geschichte fast ausschließlich in Paris spielt und Sylvain Franzose ist, hat die Autorin hier und da immer wieder französische Sätze einfließen lassen. Für mich kein Problem, da ich ein wenig französisch spreche. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass viele diese Sätze nicht verstehen, da sie auch nicht übersetzt werden. Das ist wirklich schade, denn der ein oder andere Witz geht den Leser so vielleicht verloren. Nur am Ende wird einmal ein Satz übersetzt, dass hat mich dann doch gewundert.

Die Nebencharaktere in dem Buch fand ich eher uninteressant. Zwar tragen sie zu der Geschichte bei, sind allerdings doch nur Randfiguren. Einzig  Cades Großvater kann man hier noch hervorheben, der ein bisschen senil und ein bisschen verrückt ist und immer ein Auge darauf hat, dass seine Nachkommen das geschäft am Laufen halten und doch auch ihr privates Glück finden. Er ist die gute Seele in dem Buch. Er ist verrückt, warmherzig und mutig. Zu ihm hat Cade eine besondere Beziehung, weil er an die Visionen seiner Enkelin glaubt, während ihr Vater diese eher aufschieben möchte. Auch als Cade zur Schokoladendiebin wird ist er nicht sauer, sondern findet es toll und denkt an seine Zeit zurück, als er noch ähnliche Dinge getan hat, um den großen Chocolatiers ihre Geheimnisse zu entlocken.

Absolut unglücklich bin ich mit dem Titel des Buches! Der deutsche Titel: Ein süßes Stück vom Glück passt nicht annähernd so gut, wie der Originaltitel “A Chocolate Thief”. Eine direkte Übersetzung wäre hier deutlich besser gewesen und hätte das Buch für mich vom Deckblatt her bereits ansprechender gemacht. Mit dem Cover hätte man soviel besser machen können, wie eben im Original.

Außerdem macht das Cover in meinen Augen nicht soviel sind. Die Hauptgeschichte geht um Cade und ihre Corey-Riegel und eben um Sylvain und seine handgefertigten Pralinen.  Auf dem Cover, und auch auf der Innenseite sieht man allerdings unterschiedliche Produkte mit Schokolade, die in meinen Augen nicht soviel mit der Geschichte zu tun haben. Das finde ich etwas unglücklich….

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Mein Fazit:

Eine süße Geschichte, die für die Lektüre zwischendurch nicht schlecht war und mich oft hat Schmunzeln lassen. Allerdings darf man keine tiefgründige Geschichte erwarten, sonst könnte man enttäuscht werden. Laura Florand lässt uns hier ein bisschen in die Welt des Schokoladengeschäfts eintauchen und versprüht mit ihren Protagonisten einen Hauch von Liebe, Süße und Abenteuer.


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