Rezension | „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl

Rezension | „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl

Autorin: Laura Kneidl / 640 Seiten / Band 1 von 3 / Klappenbroschur mit Kartografie & Innen-Illustrationen / Verlag: Piper / erhältlich bei: Bücher.de, mayersche.de

Der Plot…

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird …

Mein Resumé…

In ein neues Buch von Laura Kneidl einzutauchen, bringt immer etwas Aufregendes mit sich. Was hat sie sich dieses Mal alles einfallen lassen und welche Entwicklung werde ich herauslesen können? Enttäuscht wurde ich bisher noch nie. Besonders viel High-Fantasy lese ich aber nicht, weshalb ich auch etwas unsicher war, ob ich mich dieser Welt entsprechend öffnen kann. Doch mein eigener ‚Mut‘ hat sich ausgezahlt.

Der Einstieg hatte mich sehr schnell für sich eingenommen. Die Erzählform entspringt der Sichtweise der jeweiligen Figuren Prinzessin Freya Draedon, dem unsterblichen Wächter Larkin Welborn, der Wächternovizin Ceylan Alarion, dem Prinzen der Unseelie Kheeran sowie Weylin, dem Halbling und Blutsklaven der Seeliekönigin Valeska. Wie sich das bei einem anständigen Auftakt zu einer Reihe/Trilogie gehört, gibt Laura Kneidl dem Leser faszinierende und ausschweifend geschilderte Beschreibungen der Haupt- und Nebenfiguren, und natürlich von dieser Welt voller [verbotener] Elementarmagie, bestialischen Elva und wunderschönen Fae. Zu Beginn fühlte ich mich natürlich etwas überwältigt von den vielen Figuren und ihren jeweiligen Charakterzeichnungen. Es benötigte etwas Zeit ein Gefühl für diese Welt zu bekommen.Rezension | „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl

Die Geschichte spielt auf dem Kontinent Lavarus, auf dem das Land der Menschen, Thobria, und das Land der Fae, Melidrian, durch eine Mauer voneinander getrennt wird. Umschlossen wird das Niemandsland von einer Mauer, die widerum von Wächtern beschützt werden damit, damit sie die bestialischen Elva diese nicht durchbrechen und Menschen angreifen können.
Laut eines Abkommens dürfen die Fae Thobria und die Menschen Melidrian nicht betreten. Als Prinzessin Freya jedoch nach jahrelangem Hoffen und Suchen erfährt, dass sich ihr verschwundener Zwillingsbruder in Nihalos, der Hauptstadt der Unseelie aufhält, macht sich mit dem unsterblichen Wächter Larkin Welborn auf den Weg nach Melidrian.

Etwa zur gleichen Zeit ist Ceylan Alarion auf dem Weg zur Mauer. Sie möchte als erste weibliche Wächterin aufgenommen werden und trifft nach schwierigen Herausforderungen auf Kheeran, dem Prinzen der Unseelie. Für ihn und seinesgleichen hegt die junge Novizin eine tiefe Abneigung, und dennoch verbindet beide eine undefinierbare Faszination füreinander. Weylin wird auf eine tödliche Mission geschickt, die mir ungemütliche Gänsehaut verabreichte. Und mehr möchte ich auch gar nicht zum Inhalt verraten.

In einer Geschichte unter vielen Figuren einen Favoriten für sich auswählen zu können, ist immer spannend. In DIE KRONE DER DUNKELHEIT begleitet man als Leser überwiegend recht nahbare Charaktere. Obwohl ich in gleicher Form jeder Perspektive entgegenfieberte, waren es insbesondere Ceylan und Freya die mich begeisterten. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, sowohl von der Herkunft als auch ihren Persönlichkeiten. Was sie verbindet, ist ihr Dickkopf.

Larkin, der von Prinzessin Freya als Beschützer ‚beauftragt‘ wurde, ist ebenfalls eine ungeheuer interessante Figur mit traurigen Geheimnissen. Aber auch Prinz Kheeran verbirgt etwas ungeheuerliches vor seinem Volk.

Rezension | „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl

Die Charakterzeichnungen sind für mich die stärksten Komponenten in diesem Buch. Es schwang für mich auch immer wieder ein Gefühl von GAME OF THRONES mit, was sicherlich durch die Wächter verstärkt wurde. Bei all den Figuren schaffte es Laura Kneidl stets für jeden den richtigen Fokus zu finden. Und wer am Anfang etwas ins straucheln gerät [so wie ich], der schaut einfach in die Übersicht des Buches. Ein großer Eyecatcher sind, neben der detailgetreuen Landkarte in der vorderen und hinteren Klappe, die Illustrationen der Figuren. Für das Kopfkino optimal. Zum Buchcover muss ich nicht mehr viel sagen, außer das es einfach perfekt gestaltet ist. Dabei ist es nicht nur schön anzusehen, sondern erinnert an eine wichtige Schlüsselszene im Buch.

Rundum perfekt war DIE KRONE DER DUNKELHEIT nicht ganz. Zwischenzeitlich zog sich immer wieder die Handlung etwas und ein paar Plot-Twists konnten mich nicht komplett umhauen bzw. überraschen. Das ist aber Jammerei auf superhohem Niveau. Laura Kneidls sehr flüssiger Schreibstil war immer einnehmend, so dass ich darüber leicht hinweg sehen konnte. Und auch der Spannungsfaktor war durch diverse Kampfszenen sehr schön ausbalanciert. Luft nach oben gibt es bei einem Trilogie- bzw. Reihenauftakt ohnehin nicht selten.

Von der im Sommer 2019 erwarteten Fortsetzung MAGIEFLIMMERN erwarte ich nun natürlich einiges. Das war aber fast zu erwarten.

Tacheles…

Der High Fantasy-Auftakt DIE KRONE DER DUNKELHEIT bietet mit gelungenen Twists, facettenreichen Figuren und einem sehr bildhaftem Weltenbau einen ziemlich aufregenden Clash aus GAME OF THRONES, ASSASSINS CREED und DAS REICH DER SIEBEN HÖFE. Trotz ein paar Längen war ich durchwegs fasziniert und begeistert. Das Ende war, wie ich es gar nicht erwartet hätte, dann noch ziemlich gemein. Auf die Fortsetzung im Sommer 2019 freue ich mich daher umso mehr.

Die Folgebände der High-Fantasy Reihe

Rezension | „Die Krone der Dunkelheit“ von Laura Kneidl

Band 2 – Die Krone der Dunkelheit: Magieflimmern; Juli 2019

Band 3 – Die Krone der Dunkeltheit: Götterdämmerung; Juli 2020

Weitere interessante Meinungen:

Damaris.liest

The Book Dynasty


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