[Rezension] Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

[Rezension] Der Tod und andere Höhepunkte meines LebensAutor: Sebastian Niedlich
Verlag: Schwarzkopf & SchwarzkopfFormat: TaschenbuchPreis: €9,99Seitenzahl: 328Reihe: - 

Inhalt
Martin ist noch ein Kind, als er zum ersten Mal dem Tod begegnet. Wörtlich gemeint. Er sieht als Einziger den Mann im schwarzen Kapuzenmantel und fängt sogar an, sich mit ihm anzufreunden. Über die Jahre hinweg begegnet er ihm immer wieder und Martin hat sich schon fast daran gewöhnt, allerdings fängt der Tod irgendwann an, gewisse Andeutungen zu machen...

Meinung
Ich muss zugeben, dass ich etwas anderes erwartet habe, als ich das Buch begonnen hab. Ich habe mit einer Geschichte gerechnet, deren Hauptziel es ist, witzig zu sein. Bekommen habe ich eindeutig etwas ernsteres, auch wenn es hin und wieder lustige Momente oder Sprüche gab.Man sieht dem Protagonisten mehr oder weniger beim Aufwachsen zu und begleitet ihn in verschiedenen Abschnitten - Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Über den ganzen Zeitraum spielt der Tod eine Rolle und das hat mir gut gefallen, da man auch die Entwicklung ihrer Beziehung dabei gut beobachten kann.
Gut gefällt mir der Prolog, der zeitlich ziemlich am Ende der Geschichte liegt und Spannung aufkommen lässt, weil man so in etwa weiß, was noch folgen könnte.Stellenweise hatte das Buch leider seine Längen, was aber wohl kaum ausbleiben kann, wenn es über einen so langen Zeitraum spielt. Dabei sind einige Passagen nötig, damit man später den Anschluss versteht, auch wenn sie beim Lesen nicht so spannend wirken.
Martin ist ein völlig durchschnittlicher Protagonist und das hat mir gefallen. Er war nicht der beste Schüler, hat völlig normale Probleme was sein Liebesleben angeht - wenn man das plötzliche Auftauchen vom Tod jetzt mal ausklammert - und weiß später nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Was zwischenmenschliche Beziehungen angeht ist er zwar nicht völlig ahnungslos, macht aber auch einige Fehler. Insgesamt hat er mir gut gefallen, weil er wirklich normal und realistisch wirkt.

Fazit
Ein Roman, der zwar zeitweise etwas langweilig war, mich aber trotzdem gut unterhalten konnte.3/5 Punkten

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