[Rezension] Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Der Ozean am Ende der Straße Neil Gaiman

hier erhältlich: *klick*

x Autor: Neil Gaiman
x Übersetzer: Hannes Riffel
x Titel: Der Ozean am Ende der Straße
x Originaltitel: The Ocean at the end of the lane
x Genre: Fantasy/Jugendbuch
x Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2014
x bei Eichborn
x 240 Seiten
x ISBN: 3847905791
x zur Leseprobe: *klick*
x Erster Satz: Prolog. Ich trug einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd, eine schwarze Krawatte und schwarze, auf Hochglanz polierte Schuhe: Kleider, in denen ich mich normalerweise höchst unwohl gefühlt hätte, wie in einer gestohlenen Uniform oder wie ein Kind, das vorgibt, erwachsen zu sein.

Klappentext:

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besoners groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei der Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen …

Rezension:

Neil Gaimans “Der Ozean am Ende der Straße” lenkte meine Aufmerksamkeit durch sein außergewöhnlich stimmungsvolles Cover auf sich. Ich hatte nicht einmal mit einer ebenso tollen Geschichte gerechnet, wurde aber ziemlich schnell vom Gegenteil überrascht.

Der Erzählstil in dieser Story erinnerte mich durchgehend ein bisschen an ein Märchen – wenn auch ein richtig düsteres. Auch wenn man das Buch selbst liest, ist es immer ein bisschen so, als würde man jemandem lauschen, der einem diese Geschichte erzählt. Erwähnen sollte ich allerdings, dass ich am Anfang doch ziemlich verwirrt war. Ich rechnete mit einer Geschichte alá “Erwachsener Mann erinnert sich an den ersten Sommer mit seiner Jugendliebe”, landete aber in einer Story, die sich sehr wunderlich entwickelte. Dabei fühlte ich mich ein bisschen so, als würde man fest damit rechnen, das Fahrzeug, in dem man sitzt, biegt gleich nach links ab, bis man völlig durchgeschüttelt feststellt, dass das Fahrzeug prompt nach rechts abgebogen ist.

Nachdem ich diesen kleinen “Schüttler” aber überstanden hatte, las ich das Buch in einem Rutsch durch. Es geht um einen Mann im mittleren Alter, der wegen einer Beerdigung in sein Heimatdorf zurückkehrt. Dabei erfährt man nicht, für wessen Beerdigung – und es ist auch völlig egal. Es verschlägt ihn zu seinem Elternhaus und dann zu einer kleinen Farm, auf der seine Kindheitsfreundin Lettie Hempstock wohnte – und als er das Haus betritt, um sie zu besuchen, befindet sich der Leser plötzlich wieder in der Kindheit des Protagonisten, und erfährt die magische Geschichte, die ihn und Lettie verband.

Lettie ist ein durch und durch besonderer Charakter. Obwohl sie in Gestalt einer 11-Jährigen auftritt, wirkt sie viel älter und nahezu weise. Sie nimmt ihren wenige Jahre jüngeren Spielkameraden mit in die Natur, wo sich Ungewöhnliches abspielt. Kurze Zeit später taucht ein äußerst sonderbares Kindermädchen in der Familie des kleinen Jungen auf, das ganz offensichtlich etwas im Schilde führt, dass sich negativ auf die Familie auswirken wird. Doch Lettie und ihre Familie, die nur aus Frauen besteht, wissen was zu tun ist.

Ich war sehr überrascht darüber, dass die Geschichte im Voranschreiten immer düsterer wurde, und die Kinder am Ende gegen etwas kämpfen müssen, das ich als ‘das Böse’ bezeichnen würde. Auch wenn es so klingt – dieses Buch ist keinesfalls ein Kinderbuch, sondern wirklich für Jugendliche und Erwachsene gedacht. Was ich außerdem richtig toll fand war, dass die Geschichte durch passende Illustrationen abgerundet wird.

Fazit:

Eine magische Geschichte, die so völlig anders ist, als man erwartet.

Bewertung:

4 SterneÜber den Autor (lt. Klappentext):

Neil Gaiman hat über 20 Bücher geschrieben (darunter American Gods, Sternwanderer und Niemalsland) und ist mit jedem großen Preis ausgezeichnet worden, der in der englischen und amerikanischen Buch- und Comicszene existiert. Geboren und aufgewachsen ist er in England. Inzwischen lebt er in Cambridge, Massachusetts, und träumt von einer unendlichen Bibliothek.


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