Rezension: Der Goldfisch meiner Schwester


Lisa Gabriele – Der Goldfisch meiner Schwester

cover
“Der Goldfisch meiner Schwester” bei amazon.de


Kurzbeschreibung:
Die Schwestern Peachy und Beth könnten unterschiedlicher kaum sein: Peachy ist Vollzeitmutter in der Provinz, und Beth führt ein glamouröses Leben in New York – bis beide kurzerhand ihre Existenzen tauschen.
Erst unverständlich – dann interessant.
Peachy und Beth sind Schwestern – was man auf den ersten Blick aber kaum glauben könnte. Peachy führt ein eher einsames Leben in der Provinz, kümmert sich um ihre Kinder, um ihren Mann und um den geregelten Alltag.
Beth ist da ganz anders. Sie ist aus der Einsamkeit geflohen und hat sich ein Leben in New York aufgebaut. Dennoch kommt sie regelmäßig nach Hause, auch wenn sie sich dann immer nur von ihrem Vater die Haare machen lässt. Bei ihrem jüngsten Besuch macht Beth allerdings einen gravierenden Fehler, der bei ihrer Schwester die Sicherungen durchbrennen lässt. Peachy fordert einen sofortigen Tausch ihrer beider Leben. Sie diktiert Beth noch das Wichtigste ihres eigenen Alltags und macht sich dann auf den Weg nach New York.
Dieser Tausch bewegt gewaltig viel in dem Leben der so ungleichen Schwestern.
Erst habe ich das Buch nicht verstanden. Einige Male habe ich angefangen und dann doch wieder zur Seite gelegt.
Der Beginn hat mich überhaupt nicht gepackt, auch nicht interessiert. Außerdem fand ich alles sehr verwirrend. Die Zeitsprünge kamen ohne Vorwarnung oder Erklärung, es fällt dem Leser nur plötzlich auf, dass irgendetwas ungereimt ist.
Das gibt sich jedoch im Lauf der Geschichte.
Man gewöhnt sich daran und wenn man langsam in die Geschichte und die Hintergründe hineingefunden hat, sind auch die Zeitsprünge kein großes Problem mehr.
Den Schreibstil kann man nur als lax bezeichnen. Oder als sehr direkt. Mit der Wortwahl war ich oft nicht einverstanden. Ich bin oft über die harschen Bezeichnungen zum Thema Liebe gestolpert. Aber vielleicht war das auch Absicht.
Ich kann sagen, mir hat die Geschichte zum Schluss besser gefallen, als vorher. Der Tausch kommt erst sehr spät, vorher werden viele Nichtigkeiten dargelegt und durchgekaut.
Beeindruckt hat mich das Buch nicht. Ich bin eher froh, dass ich ganz vollständig gelesen habe.
Und ich denke, dass man sich seine Meinung zu diesem Buch selbst bilden muss.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Aufbau-Verlag!
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