[Rezension] Deathbook von Andreas Winkelmann

[Rezension] Deathbook von Andreas WinkelmannInformationen zum Buch
Verlag:Wunderlich
Erstausgabe (D): 2013Seitenzahl: 448Ausgabe: BroschiertISBN-10: 3805250649ISBN-13: 380-5250649
Autor: Andreas WinkelmannKaufen: | Amazon | Thalia | Rohwohlt |

Erster Eindrucksvollster Satz: Ich bin der Tod 3.0. Du hast im Internet schon alles erlebt. Glaubst du. Jetzt willst du das letzte Tabu brechen: Du willst sehen, wie jemand stirbt. Doch nicht einmal der Tod ist umsonst zu haben. Auch er hat seinen Preis…

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KlappentextAuf den Gleisen liegt ein Mädchen. Das jämmerliche Kreischen von Metall auf Metall. Ein zerstörter Körper. Unmengen an Blut. Ein Selbstmord? Die 15-jährige Kathi war Andreas Winkelmanns Lieblingsnichte. Der Thrillerautor kann nicht glauben, dass sich das lebenslustige Mädchen das Leben genommen hat, und macht sich auf die Suche nach Hinweisen. Auf ihrem Computer findet er seltsame Videos. Videos, die zeigen, dass Kathi verfolgt wurde. Die Spur führt immer tiefer ins Netz hinein, zu immer grausameren Videos. Worauf hat sich Kathi da eingelassen? Und in wessen Hände ist sie dabei geraten? Als Andreas Hinweise auf eine Webseite namens Deathbook entdeckt, ahnt er, dass Kathi ein tödliches Spiel gespielt hat – und dass sie nicht die Einzige war. Denn wer einmal in die Fänge des Deathbook geraten ist, den lässt es nicht mehr los.
Dieses Buch habe ich mal wieder rein intuitiv gekauft. Das Cover ist einfach unglaublich ansprechend und der Klappentext macht eindeutig Lust auf mehr. Und dieses Mal wurde ich auch nicht enttäuscht.
Gleich zu Beginn wurde ich in das Buch hineingerissen und musste zu allererst mitansehen, wie ein Mensch auf grausame Art und Weise sein Leben verliert. Wirklich viel Zeit zum Luft holen blieb mir allerdings nicht, denn ein Spannungsmoment jagte den nächsten.Eingewöhungsphase? Verschnaufpause? Fehlanzeige! Andreas Winkelmann versucht nicht einmal den Leser zu schonen und zieht ihn gnadenlosmit in die abgrundtiefe Welt des Bösen. Bevor ich mit diesem Roman begonnen hatte, wusste ich nicht einmal, dass gewisse Dinge überhaupt möglich sind, doch schnell wurde mir klar:  wir können in der heutigen Zeit einfach nichts mehr vor der digitalen Welt verstecken. Es war furchtbar erschreckend zu erfahren, wie leicht Menschen hinter deine schlimmsten Ängste gelangen können. Wie transparent wir alle eigentlich sind und noch viel schlimmer: wie leicht sie dich damit ausspielen und an den Rand des Wahnsinns treiben können.
Besonders gut hat mir die Nähe zum Autor gefallen.Winkelmann selbst ist Hauptprotagonist in diesem Buch und versucht den Tod seiner Nichte aufzuklären. Durch diese Nähe bekommt das Buch eine ganze andere Art von Tiefe. Man liest einen Satz, den der Autor an seine Leser verfasst und im nächsten Moment wird er in der digitalen Welt veröffentlicht. Man bekommt das Gefühl, mit ihm zu kommunizieren und das Geschehene vielleicht sogar positiv beeinflussen zu können. Genaugenommen liest man den Roman nicht einfach nur, sondern inhaliert diesen. Man hält den Atem an, wenn ein neues Video auf der Website zu sehen ist, denn die Angst, die in dir aufsteigt, die betroffene Person in diesem Video zu kennen, ist allgegenwärtig.
Dass ich einfach nur ein Buch lese, habe ich schnell vergessen und die Grenzen zwischen fiktiver und realer Welt sind mehr als einmal verschwommen. Wenn ich eine Lesepause eingelegt habe, fühlte ich mich beobachtet und wartete nur darauf, dass der Deathbook-Killer wieder zuschlagen würde.Ob man paranoid wird? Ja, sicherlich!Und es hat lange gedauert dieses Gefühl zurück in das Buch zu verbannen.
Fazit:Ein spannungsgeladener Roman mit einem hohen Tempo. Nichts für schwache Nerven und durch und durch mit der realen Welt verwoben. Ich empfehle jedem, das Buch nicht einfach nur zu lesen, sondern auch zu hinterfragen und vielleicht das ein oder andere Mal online zu recherchieren, denn: es gibt da so eine ganz bestimmte Seite im Netz, die sich Deathbooknennt. 
http://www.death-book.com/


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