[Rezension] Das wirst du bereuen von Amanda Maciel

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x Autorin: Amanda Maciel
x Übersetzerinnen: Christa Prummer-Lehmair, Katharina Förs
x Titel: Das wirst du bereuen
x Originaltitel: Tease
x Genre: Jugendbuch
x Erscheinungsdatum: 18. Juli 2014
x bei Boje
x 304 Seiten
x ISBN: 341482406X
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x Erste Sätze: “Hatten Sie je eine körperliche Konfrontation mit Miss Putnam?” “Ob ich was hatte?” “Hatten Sie je eine …” “Oh. Ja. Ähm, ja, ich glaube, da war dieses eine Mal im Umkleideraum.” Die Anwältin schreibt es auf, obwohl die ganze Zeit das Aufnahmegerät mitläuft.

Klappentext:

Die Wahrheit ist oft viel komplizierter als man denkt.

Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben – und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse.

Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten – angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot …

Rezension:

So viel steht fest – trotz seiner eigentlichen Schlichtheit ist das schwarze Cover mit pinkem Spotlack von Amanda Maciels Debüt “Das wirst du bereuen” ein absoluter Hingucker. Das war dann offen gestanden auch der Hauptgrund, wieso ich mich direkt nach seiner Ankunft vollkommen lesewütig auf das Buch geworfen habe.

Beginnt man zu lesen, wird man direkt ins Geschehen katapultiert – in die Gegenwart, in der sich die Protagonistin Sara in einem Gespräch mit einer Anwältin befindet, das mehr einer Befragung gleicht – eine Befragung darüber, ob sie mit einem Mädchen namens Emma Putnam jemals eine körperliche Konfrontation hatte – Sara antwortet mit “Ja”.

Die Geschichte wird authentisch aus Saras Perspektive erzählt und spielt sich auf zwei sich von Kapitel zu Kapitel abwechseknden Zeitebenen ab – nämlich in der Gegenwart und in der Vergangenheit, beginnend mit einem halben Jahr vorher. Zwar ist es der Autorin gelungen, Saras Gedanken und Erzählweise wie die einer Jugendlichen klingen zu lassen, aber leider konnte mich das trotz des ernsten Themas nicht richtig berühren. Ich las die Story mit gewissem Abstand, was vielleicht daran liegt, dass meine Schulzeit und die damit einhergehenden Probleme schon zu lange zurückliegen.

Das erste Kapitel in der Vergangenheit beginnt damit, dass Sara und ihre beste Freundin Brielle, ihres Zeichens eine typische ‘High School-Zicke’, sauer auf ihre Mitschülerin Emma sind, die erst seit kurzem auf ihre Schule geht und aus Sicht der Freundinnen alle Jungs um den Finger wickelt – so auch Saras Freund. Was mit Geläster beginnt, endet in fragwürdigen Aktionen, die Emma vor der ganzen Schule bloßstellen, und die das sensible Mädchen letztendlich zum Äußersten treiben – der Grund, warum Sara und Brielle vor Gericht sollen.

In der Gegenwart geht vor allem darum, wie sich Emma zwischen ihrer Anwältin und ihrer Psychologin von Termin zu Termin schleppt, und wie ihre Gefühlswelt dabei aussieht. Fest stand für mich, dass Brielle, der ‘wirklich’ schlechte Mensch bei der ganzen Sache war …

Geeignet ist “Das wirst du bereuen” in erster Linie für Jugendliche. Mobbing ist ein ernstes Thema, das mittlerweile so ziemlich jedem Schüler bekannt sein dürfe – egal ob als Opfer, Täter oder ‘Zuschauer’. Amanda Maciel zeigt mit ihrer Geschichte, welche Auswirkungen es haben kann, wenn niemand etwas dagegen tut.

Fazit:

Lässt sich zwar gut lesen, die Geschichte konnte mich aber nicht so begeistern wie das Cover und ist eher für Jugendliche geeignet.

Bewertung:

3 SterneÜber die Autorin (lt. Klappentext):

Amanda Maciel arbeitet als Kinderbuchlektorin, aktuell beim Scholastic Verlag. Wenn sie nicht gerade schreibt, geht sie in ihrer Freizeit gerne joggen. Außerdem liebt sie es, mit ihrem kleinen Sohn in der U-Bahn herumzufahren. Sie lebt mit Mann, Sohn und Katze in Brooklyn, New York. Das wirst du bereuen ist ihr Debütroman.