[Rezension] Das Glück und wir dazwischen

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Autorin: Taylor Jenkins Reid
Verlag:
Diana
Seitenzahl:
400 Seiten
Genre:
Roman

Vielleicht gibt es dort draußen Universen, in denen ich andere Entscheidungen getroffen habe, die mich woanders hin geführt haben, zu jemand anderem. Doch mein Herz bricht bei jeder einzelnen Version, die mich am Ende nicht zu dir bringt.
- S. 379


Inhalt in einem Satz
Als Hannah eines Tages ihre erste große Liebe Ethan wiedertrifft, muss sie sich entscheiden, ob sie den restlichen Abend mit ihm gemeinsam verbringt - denn von diesem Moment hängt der gesamte Verlauf ihrer Zukunft ab.

Man kann nicht nur einen Teil von etwas ändern. Wenn man sich wünscht, dass die Dinge anders verlaufen wären, kann man sich nicht einfach nur die schlechten Dinge wegwünschen. Man muss auch daran denken, welche guten Sachen man dann nicht erlebt hätte.
- S. 280


Meine Meinung

Das Glück und wir dazwischen hat meine Neugier durch eine ganz bestimmte Besonderheit geweckt: hier werden zwei verschiedene Versionen einer einzigen Geschichte erzählt. Wie entwickelt sich das Leben der Protagonistin, wenn sie nach vielen Jahren wieder mit ihrer Jugendliebe zusammenkommt? Und welchen Lauf nimmt die Geschichte, wenn sie es nicht tut?

Gibt es ein vorherbestimmtes Schicksal, auf das alles hinausläuft, und existiert für jeden nur die eine wahre Liebe? Oder kann sich Hannahs Leben auch zum Guten entwickeln, wenn sie ihrem Exfreund Ethan keine zweite Chance gibt? All diese Fragen wirft der Roman auf, und ich war sehr gespannt darauf, welche Antworten Taylor Jenkins Reid darauf finden würde.

Sehr viel vom Inhalt kann ich gar nicht verraten, ohne zu spoilern, denn hier handelt es sich um eine Story, die man definitiv ohne zu viel Vorwissen erkunden sollte. Auf meine persönlichen Pros und Kontras möchte ich aber natürlich trotzdem eingehen, denn sonst wäre das hier ja keine Rezension. ;)

Die Idee hinter der Geschichte und auch die Art und Weise, wie die zentralen Themen wie Schicksal und die Macht kleiner Entscheidungen hier aufbereitet wurden, hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm und lockerleicht zu lesen, es gab keine unnötigen Längen.

Wie man bereits vermuten könnte, wird man als Leser oftmals von den Entwicklungen in Hannahs Leben überrascht. Besonders auch dadurch, dass sich die beiden Erzählstränge kapitelweise abwechseln, blieb für mich bis zum Schluss eine gewisse konstante Spannung erhalten. Für eine Menge Abwechslung sorgt auch Hannahs Freundin Gabby, eine sehr liebenswerte Person, ohne die das ganze Lesevergnügen nur halb so schön wäre.

Die Autorin beherrscht es, auch schwierige Lebensphasen glaubwürdig zu umschreiben, ohne damit den Leser zu bedrücken oder herunterzuziehen. Hier sind wir allerdings bei meinem wesentlichen Kritikpunkt. Denn ich empfand Hannahs Geschichte(n) zwar als authentisch - sie könnte(n) sich genau so auch im wahren Leben abspielen. Aber gerade dadurch fehlte mir leider das Besondere daran. Auf einprägsame Ecken und Kanten, einen stimmungsvollen Schreibstil oder einfach große Emotionen wartete ich leider vergeblich.

Gerade wenn Aspekte wie Seelenverwandtschaft und Schicksal thematisiert werden, sollte ein Buch für meinen Geschmack nicht nur an der Oberfläche schwimmen, sondern vor allem eins: den Leser auf einer tieferen Ebene berühren. Vielleicht empfinden es manche von euch ja anders, aber für mich kamen die großen Gefühle dieser inhaltlich eigentlich sehr romantischen Story einfach nicht ganz herüber. Vielleicht lag es daran, dass die Charaktere zu blass blieben, oder es hatte andere Ursachen, dass mir persönlich Das Glück und wir dazwischen einfach nicht ans Herz ging.

Damit möchte ich aber nicht sagen, dass es sich hier um ein schlechtes Buch handelt, und ich möchte euch das Lesevergnügen natürlich auch nicht madig machen. Denn wer zum Abschalten und Entspannen gerne mal zu einem seichteren Frauenroman greift (und das meine ich auf keinen Fall abwertend!), kann hier meiner Meinung nach nichts falschmachen. Gut unterhalten hat mich Das Glück und wir dazwischen definitiv. Dass es mir langfristig im Kopf bleibt, wage ich aber leider zu bezweifeln.

Ich glaube, wenn es mit dir und mir irgendwann nicht weiter geht, dann sind wir nicht füreinander bestimmt, weißt du. Dann sind wir nicht richtig füreinander. Ich glaube, ich muss einfach davon ausgehen, dass das alles seinen Sinn hat.
Wenn das, was in der Welt passiert, nur Zufall ist und kein tieferer Grund dahintersteckt, halte ich das Chaos nicht aus. Ich glaube lieber, dass die Dinge passieren, die passieren sollen.

- S. 279


Mein Fazit

Ein unterhaltsamer Schmöker für zwischendurch, der aber gerne tiefgründiger und gefühlvoller hätte sein können, denn die Idee hätte meiner Meinung nach noch viel mehr Potential gehabt. Dennoch sind ein paar schöne Lesestunden garantiert. :)

Bewertung: 📖 📖 📖 (3/5)

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar!


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