Review: Tom Ford Cream Foundation Brush

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Ladies and Gentlemen, ich präsentiere euch hier und heute den bisher teuersten Pinsel in meiner Sammlung: Den Tom Ford Cream Foundation Brush. Ich habe zwar sehr mit mir gehadert, ob ich ihn mir wirklich bestellen soll (und vor allem: Ob ich ihn wirklich brauche!), aber die Neugier hat letztendlich wie so oft doch die Oberhand behalten. Und wenn ich mir was ausgeguckt habe, kriege ich es einfach nicht mehr aus dem Kopf – ihr kennt das ja. ;-) Endgültig angefixt hat mich übrigens die liebe Anonymiss. Bisher konnte ich zu diesem Pinsel nur wahre Lobeshymnen finden, ob er aber den stolzen Preis von 70,00 € wirklich wert ist, darauf will ich nun ein bisschen genauer eingehen. (Davon abgesehen finde ich den Preis für einen qualitativ hochwertigen Pinsel überhaupt nicht übertrieben – vergleicht man ihn mal mit so manchem Lippenprodukt oder gerade auch Foundation im High-End Bereich, die sich ja schließlich mit der Zeit aufbrauchen und auch keine ewige Haltbarkeitsdauer haben!)

Bestellt habe ich das gute Stück im Onlineshop von KaDeWe. An dieser Stelle mal herzlichen Glückwunsch an alle Großstadtkinder, die immer problemlos und vor Ort an die tollsten Beautyprodukte rankommen können! ;-) Bei einer Onlinebestellung fallen leider nochmal Versandkosten in Höhe von unverschämten 8,50 € an (ganz normaler Versand mit DHL!), ab einem Einkaufswert von 150 € entfallen diese jedoch. Ansonsten bleibt bei Tom Ford Produkten nur noch die Möglichkeit einer Auslandsbestellung, wo die Versandkosten aber nochmal deutlich höher sind. Oder aber man hat das Glück und hat einen Counter vor Ort.

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Aber kommen wir nun zu dem zugegebenermaßen wunderschönen und luxuriös anmutenden Pinsel: Er ist in etwa so groß wie der Expert Face Brush von Real Techniques, aber im Gegensatz zu diesem ist er ein Echthaarpinsel – leider konnte ich keine definitive Aussage darüber finden welches Tier genau herhalten musste, ich vermute aber mal schwer es war eine Ziege. Echthhaare bei einem Foundationpinsel? Genau dieser Aspekt hat ihn erst wirklich interessant für mich werden lassen, denn bis dato ist mir so ein Exemplar noch nicht untergekommen. Ich träumte schon von einem wahrhaft revolutionären Auftrag, denn wie gesagt waren die Stimmen zu diesem Pinsel durchweg positiv, bei einem Blog musste gar ein Vergleich mit einem teuren Luxusauto herhalten. Mit diesem Wissen im Hinterkopf hielt ich also den Pinsel zum ersten Mal in der Hand, und der Eindruck war folgender: Kuschelig weich und bietet genug Widerstand. Winzig kleines, wunderbares Stück Luxus. Kann eigentlich nur perfekt sein – so weit, so gut.

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Das Design ist edel und schlicht, der Griff aus lackiertem dunkelbraunem Holz, was mir schon mal sehr gut gefällt, denn bei mir schminkt das Auge immer mit. (Ja, ich weiß wie doof sich das anhört, ist aber so) ;-) Ich umgebe mich einfach gerne mit hübschen Sachen, und unter diese Kategorie fällt der Cream Foundation Brush definitiv. Ich nehme dann bitte einmal alle meine Pinsel in diesem Design, danke sehr!

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Die Frisur ist eher paddelförmig gebunden und vom Umfang her auch nicht besonders groß, ich war ehrlich erstaunt, wie klein der Kopf tatsächlich ist. Man sieht wieder den Vergleich zum Expert Face, welcher ein wenig runder gebunden ist, obwohl ich bereits diesen als ziemlich flach empfinde – wenn man mal von einem Buffer als Referenz ausgeht. Wie man es von dieser Preisklasse erwarten darf, sind die Haare wunderbar weich und pieksen auf der Haut kein bisschen. Soweit ich das richtig mitbekommen habe, werden auch die Tom Ford Pinsel in Japan gefertigt und das alleine impliziert ja schon diese Weichheit. Also keine Überraschung.

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Nach mehrmaligem Waschen hat er seine Form zu 100 % behalten, lediglich die Reinigung an sich ist nicht so einfach. Die Foundation lässt sich leider (trotz jahrelang erprobter und bewährter Pinselseife!) nicht völlig rückstandslos entfernen, und so blieb auch leider gleich am Anfang ein Stain zurück, was mich jetzt aber nicht so furchtbar stört, schließlich sind die Haare weiß.

Aber jetzt zum Wichtigsten: Dem Auftrag! Ich habe es mit allen Foundations probiert, die ich besitze: Ob cremige (wofür der Pinsel ja explizit gedacht ist!), flüssige, BB-Creams oder sonstige Konsistenzen, der Pinsel hat es leider einfach nicht problemlos geschafft das Produkt in die Haut einzuarbeiten. Die Größe ist dabei überhaupt nicht die Schwierigkeit gewesen, im Gegenteil, die finde ich sogar richtig gelungen. Das Gefühl beim Auftragen ist auch durchaus angenehm, ohne in den Spiegel zu sehen hätte ich wohl ein perfektes Ergebnis erwartet. Ich denke der Hase liegt da begraben, dass es kein synthetischer Pinsel ist. Natürlich sind diese dafür bekannt, für cremige Konsistenzen besser geeignet zu sein, was aber ja vor allem daran liegt, dass sie weniger Produkt schlucken. Aber hier habe ich dieses Problem des “Aufsaugens” eigentlich gar nicht gehabt. Vielmehr hat der Pinsel die Foundation einfach nur hin- und hergeschoben, die Haut hat sie einfach nicht aufnehmen wollen. Nach ewigem blenden und kreisen, tupfen und streichen habe ich dann irgendwann immer entnervt zum Beautyblender gegriffen und die übriggebliebenen Streifen entfernt. Ich weiß nicht, ob es vielleicht auch an meiner Haut liegt – ansonsten habe ich aber noch mit keinem Foundationpinsel solche Probleme gehabt, sieht man mal von diesen flachen Katzenzungenpinseln ab, die früher Standard waren.

Sicher lässt sich der Pinsel auch zweckentfremden und z. B. für Blush oder Kontur benutzen. Da habe ich aber bereits meine Favoriten gefunden, und als zweite Geige ist er mir dann doch zu schade und vor allem zu teuer.

Übrigens bin ich mittlerweile (auch nach dieser Erfahrung) an einem Punkt angelangt, wo ich überhaupt keine Pinsel mehr für Foundation benutzen möchte (und ich habe so einige probiert!), weil der Beautyblender den Job einfach am Allerbesten erledigt. Ich gebe mich ihm hiermit also nun offiziell geschlagen! ;-)

Habt ihr schonmal Pinsel von Tom Ford probiert? Welches ist euer liebstes Tool für den Foundationauftrag?

Bis dann & alles Liebe

Fanny


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