Review: THE LAST WITCH HUNTER - Vin Diesel versucht sich als Hexenjäger

Review: THE LAST WITCH HUNTER - Vin Diesel versucht sich als Hexenjäger
Fakten:
The Last Witch Hunter
USA. 2015. Regie: Breck Eisner.
Buch: Cory Goodman, Matt Sazama, Burk Sharpless. Mit: Vin Diesel, Rose Leslie, Elijah Wood, Michael Caine, Julie Engelbrecht, Ólafur Darri Ólafsson, Isaach De Bankóle, Bex Taylor-Klaus, Kurt Angle, Lotte Verbeek u.a. Länge: 107 Minuten. FSK: freigegeben ab 12 Jahren. Ab 22. Oktober 2015 im Kino.
Story:
Kaulder, einer der letzten lebenden Hexenjäger der heutigen Welt, muss New York vor zerstörerischen Kräften beschützen. Nicht ganz freiwillig verbündet sich der 700-jährige Jäger hierzu mit Chloe, um den zahllosen Hexen und Zauberern, die unter der Herrschaft der niederträchtigen Hexenkönigin ihr Unwesen treiben, das Handwerk zu legen. Diese scheinen sich bedrohlich zu vermehren, nachdem sie bereits einen Großteil der Hexenjäger getötet haben. Bald liegt es allein an dem ungleichen Duo, die wachsende Hexen-Armee und ihre Königin endgültig zu stoppen...


Meinung:
Es ist ein neuer Versuch von Vin Diesel auch neben der „Fast & Furious“-Reihe ein gutlaufendes Franchise zu haben, nachdem die Filme rund um den Nachtsichtler Riddick bei Kritik und Kasse eher verhalten aufgenommen wurden. Doch ob „The Last Witch Hunter“ wirklich der Beginn für weitere Teile, bzw. Abenteuer des unsterblichen Hexenjägers Kaulder (Vin Diesel) wird, bleibt abzuwarten. Denn der Startschuss ist schon mal gründlich in die Hose gegangen. Dabei zeigt die Produktion des Films durchaus ein wenig Courage. Klar, der Film entstand wegen der massiven Starpower von Diesel, dennoch ist es durchaus achtenswert, dass „The Last Witch Hunter“ ein originärer Stoff ist. Kein Bestseller, Videospiel oder Comic stand hier Pate. Das Universum der Handlung sowie seine Mythologie wurden erfunden. Das ist für solch einen Film heutzutage keine Alltäglichkeit.

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Kaulder im Einsatz


Die dargestellte Welt ist dabei natürlich zusammengesetzt aus diversen Versatzstücken anderer Werke, aber dennoch wirkt sie – zumindest zu Beginn – interessant, weil ihr etwas Schroffes und Erdiges zu Grunde liegt. Sobald der Film dann allerdings in unsere Gegenwart wechselt war es das dann mit der Atmosphäre. Regisseur Breck Eisner und Kameramann Dean Semler erschaffen zwar immer wieder kurze Bilder, die wirklich Atmosphäre generieren und auch transportieren, nur länger als ein paar Momente hält dies nie an. Danach gibt es wieder eine Optik- und Effektfest, was sich gut und gerne als inspirationslose Dutzendware beschreiben lässt, da „The Last Witch Hunter“ nur Genre-Standards aneinanderreiht und zu alle dem dies Alles noch in eine sehr statisch erzählte Handlung presst, die dazu keinerlei wirkliche Abwechslungen bietet und sich auch noch erstaunlich ernst nimmt  Das strengt an und ermüdet gleichzeitig. Keine sonderlich brauchbaren Attribute für einen Filme der doch eigentlich unterhalten will und zwar am liebsten durch seine erstellte Welt (mitsamt Mythologie) sowie durch seine Heldenfigur.
Doch weder seine Welt noch der letzte Hexenjäger selbst sind wirklich soweit interessant, als dass sie einen ganzen Film tragen können. Das Worldbuilding erweist sich – nach einem rasanten, kalten Start – als zu expositionslastig und ausbremsend, während die (natürlich tragische) Heldenfigur sich einseitig brummend durchschlägt und dabei ungefähr so viel Charisma verbreitet wie eine abgestorbene Hexenwarze. Dem gegenüber stehen dann Actionszenen, die kein Gefühl für Kraft, Dynamik und Komposition besitzen. Das alles macht „The Last Witch Hunter“ zu einem bräsigen, neuen Versuch Vin Diesel auch außerhalb des „Fast & Furious“-Franchise als potenten Actionheroen zu positionieren. Nun, hier ist das mal wieder gescheitert. Vielleicht bringt ihm sein zweiter geplanter Auftritt als Geheimagent Triple X mehr Glück, wobei es wahrlich schön gewesen wäre, wenn solch ein originärer Stoff wie „The Last Witch Hunter“ zu einem besseren Film geführt hätte. Tja, es ist wie verhext.

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