Review: KRIEG DER WELTEN - Viel Lärm um nichts

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Fakten:
Krieg der Welten (War of the Worlds)
USA, 2005. Regie: Steven Spielberg. Buch: Josh Friedman, David Koepp. Mit: Tom Cruise, Dakota Fanning, Justin Chatwin, Miranda Otto, Tim Robbins, Rick Gonzalez, Yul Vazquez, Lenny Venito, Lisa Ann Walter, Ann Robinson u.a. Länge:  116 Minuten.   FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich,
Story:
Ray's Rolle als Scheidungs-Vater wird auf eine harte Probe gestellt: Ausgerechnet jetzt bricht der Krieg der Welten aus. Ausserirdische Kampfmaschinen brechen aus dem Boden, die Apokalypse steht vor der Haustür.  Ray packt seine Familie ein und flüchtet in den Kampf um's Überleben.
     
  
Meinung:
Das ist aus Steven Spielberg geworden, einst ein guter, sogar visionärer Regisseur. Bis Ende der 90er gab es (mit peinlichen Ausnahmen wie "Das Reich der Sonne") von ihm immer solide bis grossartige Arbeiten, "Krieg der Welten" ist ein Paradebeispiel für seinen Niedergang zum Blockbuster-Hansel ohne Flair, ohne das gewisse Etwas.

Review: KRIEG DER WELTEN - Viel Lärm um nichts

Nix wie weg...

Dabei hätte gerade diese Story, die seiner Zeit für eine nationale Massenpanik sorgte, Futter für ein nicht nur grosses, sondern wirklich gutes Blockbuster-Spektakel sein können, speziell wenn ein erfahrener Mann wie Spielberg das in die Hand nimmt. Hätte, hätte, Damentoilette. Da passt kaum was, in Anbetracht der mal sichtbaren Fähigkeiten des Regisseurs sogar ein teures Trauerspiel. Grob wird bei "Krieg der Welten" eine rudimentär interessante Familien-Dramaturgie aufgebaut, die neo-spielberg-typisch dann mit aller Macht am übertriebenen Kitsch-Felsen bricht, zum Teil sogar albern wirkt, obwohl das nicht hätte sein müssen. Ein gewisses Pathos-Potenzial ist grundsätzlich vorhanden und  in dem gebotenen Rahmen sogar voll legitim, nur wird der Bogen bis auf's äusserste überspannt, wie es der "neue" Spielberg erschreckend platt versteht.

Review: KRIEG DER WELTEN - Viel Lärm um nichts

Weltraum-Kraken greifen an...

Das grosse und allgegenwärtige Problem von dem neuen "Krieg der Welten": Er hat keine Seele,  nicht mal ansatzweise. Das ist kalkuliertes, blasses Blockbuster-Kino zum ausmalen, das fehlende Herzblut wird schmerzlich vermisst, etwas Farbe hätte dem gar nicht geschadet. Weil echte Emotionen nicht erzeugbar sind, rettet sich Spielberg durch optisches Plastikspielzeug, billiges Getöse, viel Lärm um nichts. Die gerne und oft bemühte CGI-Werkstatt hat viel zu tun, der Regisseur kann sich entspannt zurücklehnen, läuft ja, Geschichte, Darstellerführung und Grundspannung spielen eh keine Rolle. Ist ja laut, kühl, spektakulär, wow, mein lieber Mann, grosses Dings-Bums und Tom Cruise, ein Selbstläufer, ich würde gerne jetzt den Scheck einlösen. "Krieg der Welten" hat wahnsinnig viele Möglichlichkeiten, lässt ignorant alles liegen, um als pathetisch-peinlicher "Familien im Brennpunkt"-Zirkus zu enden, mit einfallendem Sonnenlicht, viel aufgewehtem Laub und noch mehr heisser Luft.
Ein Klassiker der Medienkultur wird zu einem kostspieligen Irgendwas, bei dem viel kaputt geht und  der extravagante Star mit dem teuren Quatschkram um die Wette spielt. Meine Güte, was wäre da möglich gewesen? So viel, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Besser nicht, das könnte bitter schmecken.
3,5 von 10 Maulwurf-Aliens


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