Review: DEMOLITION MAN – Die drei verdammten Muscheln in der Zukunft

Review: DEMOLITION MAN – Die drei verdammten Muscheln in der Zukunft
Fakten:Demolition ManUSA. 1993. Regie: Marco Brambilla. Buch: Daniel Waters, Robert Reneau, Peter M. Lenkov. Mit: Sylvester Stallone, Sandra Bullock, Wesley Snipes, Nigel Hawthoren, Benjamin Bratt, Bob Gunton, Denis Leary, Rob Schneider u.a. Länge: 110 Minuten. FSK: Ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.
Story:
Im Jahr 1996 wird der knallharte Cop John Spartan, nachdem er den Gangster Simon Phoenix gefasst hat, wegen der Tötung von Zivilisten verurteilt und eingefroren. Cut. Das Jahr 2032. Die Städte der Westküste existieren nicht mehr, stattdessen gibt es die Metropolregion San Angeles, in der es keine Gewalt und keine Verbrechen, sondern nur noch „friedfertige Humanität“ gibt. Als Phoenix aber ausbrechen kann, zeigen sich die Polizisten vollkommen überfordert mit dem brutalen Verbrecher und der „Demolition Man“ Spartan wird aufgetaut, damit er mit der jungen und naiven Polizistin Lenina Huxley Phoenix wieder einfängt.


Meinung:
Der 1993 gedrehte Film spielt schon zu Beginn im Jahr 1996, ist also von Anfang an in der Zukunft angesiedelt. So ist es auch möglich, dass der knallharte Cop mit dem sprechenden Namen John Spartan nach seinem teilweise verpatzten Einsatz in ein „kryogenisches“ Gefängnis gesteckt wird – im Klartext: Er wird mithilfe einer brandneuen Technologie eingefroren und soll nicht so schnell wieder aufgetaut werden. Als er dann im Jahr 2032, also fast 40 Jahre im Eis später wieder aufgetaut wird, so ist es nicht verwunderlich, dass sich in dieser Welt sehr viel verändert hat.

Review: DEMOLITION MAN – Die drei verdammten Muscheln in der Zukunft

Snipes vs. Stallone - ein starkes Duell

Diese Welt im Jahr 2032, die hat sich nicht nur verändert, sie ist eigentlich das komplette Gegenteil davon, wie es Spartan bisher immer gekannt hat. Wer schon bei „Die Tribute von Panem“ von weichgespült spricht, dem werden hier sicherlich die Augen aus dem Kopf fallen. Denn die Welt in „Demolition Man“ ist eine Zukunftsvision, in der keinerlei Gewalt herrscht, in der nicht mal der Hauch von Kraftausdrücken gesagt werden darf. Straftaten gibt es eigentlich so gut wie keine, der letzte Mordfall liegt schon Jahre zurück. Man kann vielleicht von einer Mischung aus Dystopie und Utopie sprechen, zumindest ist das Szenario äußerst unglaubwürdig. Das macht aber nichts, denn darauf kommt es den Machern auch gar nicht an. Wichtig war es, eine Welt zu erschaffen, die mit den Gladiatoren aus den 90er Jahren völlig überfordert ist, sodass die Action beinahe komplett auf die Hauptdarsteller Sylvester Stallone und Wesley Snipes ausgelegt ist.

Die zwei Darsteller harmonieren prächtig, spielen ihre jeweiligen Stärken aus und lassen so richtig die Fetzen fliegen. Außerdem zeigen sie sich herrlich selbstironisch und scheißen dabei auf politische Korrektheit oder irgendwelche Vorschriften. Sie lassen sich einfach treiben und haben Spaß dabei. Daneben präsentiert Sandra Bullock als Polizisten Lenina Huxley in einer ihrer ersten größeren Rollen ihr komisches Talent. Einerseits vollkommen naiv, andererseits aber auch immer wieder rebellisch ist sie vom „Demolition Man“ Spartan enorm fasziniert und versucht ihn in dieser ungewohnten Welt bestmöglich zu unterstützen. Daneben treten auch weitere bekannte Gesichter wie Benjamin Bratt, Rob Schneider oder Bob Gunton auf.

Review: DEMOLITION MAN – Die drei verdammten Muscheln in der Zukunft

"Eine Frage noch Sir: Warum die drei Muscheln?"

Die Action ist klasse, das war bei zwei solchen Granaten wie Stallone und Snipes auch nicht anders zu erwarten. Gebäude fliegen in die Luft, Snipes darf seine Kampfsportkenntnisse auspacken und zusammen schießen sie alles kurz und klein, was ihnen in den Weg kommt. Besonders die Endsequenz ist spektakulär ohne Ende. Richtig schön sind auch die coolen und vor Sarkasmus strotzenden Sprüche Slys, der lässige Wahnsinn von Snipes und die sympathische Unwissenheit Bullocks, die zusammen den Film zu einem Gagfeuerwerk werden lassen. Aber was den Film wirklich von einem guten Actionfilm abhebt, das sind die kleinen Details. Die Dinge, mit denen diese Welt in der Zukunftsvision ausgeschmückt ist und von denen es beinahe unzählige gibt. Egal ob es nun drei Muscheln auf dem Klo sind, alte Werbejingles, die als „Oldies“ im Radio rauf und runter laufen, oder eine erstaunliche Weitsicht, mit der Arnold Schwarzenegger bereits im Jahr 1993 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ausgerufen wurde.

Diese und noch viel mehr kleine Dinge machen den Film unglaublich sympathisch. Kombiniert mit der für einen Actionfilm ansprechenden Story, den perfekt ausgesuchten Schauspielern, den spektakulären Actionszenen und einer witzigen und nicht mal so dummen Zukunftsvision wird „Demolition Man“ zu einem Augen- und Ohrenschmaus. Ein Actionfilm mit viel viel Witz und Charme, der einfach riesengroßen Spaß macht und keine Wünsche von Actionfans offen lässt.

„Aber eins würd‘ ich gerne noch wissen: Wie funktioniert das mit den drei verdammten Muscheln?“

9 von 10 Slys in Fred-Feuerstein-Kutte

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