Review: 2 GUNS - Die wahre Action ist der Zynismus

Review: 2 GUNS - Die wahre Action ist der Zynismus
Fakten:
2 Guns
USA. 2013. Regie: Baltasar Kormákur. Buch: Blake Masters, Steven Grant (Vorlage). Mit: Denzel Washington, Mark Wahlberg, Edward James Olmos, Paula Patton, Bill Paxton, James Marsden, Robert John Burke, Fred Ward, Doris Morgado u.a. Länge: 109 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Ab 28. Januar 2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Story:
Bobby und Stig, zwei Kriminelle die für den mexikanischen Drogenboss Papi eine Bank überfallen. Doch die Beute übersteigt alles was die beiden sich erhofft haben: Über 43 Millionen Dollar holen die beiden Streithähne aus der Bank und haben danach mehr Probleme als ihnen lieb ist. Nicht nur dass der CIA das Geld gehört, nein, auch Bobby und Stig spielen doppelte Spiele und müssen sich doch zusammenraufen, um ihre Hälse aus der Schlinge zu ziehen.
Meinung:
Wann spielte Denzel Washington seine letzte komische Rolle? War er jemals in einer Komödie zu sehen? Der Schreiber dieses Textes fällt spontan und ohne die Hilfe des Internets keine ein. Mit „2 Guns“ darf Washington nun auch einmal dem großen Publikum zeigen, dass er nicht nur auf Big Drama geeicht ist. Wem das darstellerisch nicht reicht, de sei noch gesagt dass Bill Paxton hier nach einer gefühlt unendliche Zeit wieder in einem Film zu sehen ist. Alleine das kann schon ein Grund sein sich „2 Guns“ anzusehen.

Review: 2 GUNS - Die wahre Action ist der Zynismus

Echte Buddys streiten sich auch mal...

Ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner“. So tönt es mehrmals in der vierteiligen „Lethal Weapon“-Reihe von Richard Donner. Diese Filme, die auch nach vielen Jahren nichts von ihrer Popularität und Beliebtheit verloren haben, gelten als Blaupause für den modernen, actionbetonten Buddy Movie. „2 Guns“ des isländischen Schauspieler und Regisseurs Baltasar Kormákur („101 Reykjavik“), befolgt alle Erkennungsmerkmale, um in dieses scheinbar nimmer alternde Buddy-Movie-Korsett zu passen. Kreativ ist das niemals und Intelligenz sowie Sinnhaftigkeit verabschieden sich aus der Actionsause noch bevor die erste Minute beendet ist. Kormákur und sein Autor Blake Masters, der ein Comic von Steven Grant als Script umsetzte, wissen aber was stattdessen bei solch einer Art von Film zählt: die Chemie zwischen den Hauptdarstellern und somit auch zwischen dem ewig ungleichen Paar, welches sich zusammentun muss, um am Ende endgültig als Helden dazustehen. Bei „2 Guns“ streiten, ballern und planen sich Mark Wahlberg und Denzel Washington mit großer Freude am Spiel durch den Film, der so überaus zynisch ist, dass man für diese Art von Humor definitiv eine Vorliebe haben sollte, ansonsten verpufft die komödiantische Wirkung der Paarung Wahlberg/Washington wie der Rauch eines Revolvers nach dem Schuss.

Review: 2 GUNS - Die wahre Action ist der Zynismus

... aber ein versöhnliches Gespräch muss danach sein

Rauchende Schusswaffen gibt es bei „2 Guns“ durchaus häufig. Dennoch ist vor allem die Action die Achillesferse von Kormákurs zweiter Hollywood-Arbeit. Abgesehen von einem toll gefilmten Schlagabtausch zwischen den Hauptdarstellern, versackt der Rest der Action in sehr mäßig krachenden dafür aber borniert auf cool getrimmten Verzichtbarkeiten. Dass die Action trotz ihrer Präsenz immer etwas verloren wirkt, liegt zu großen Teilen daran, dass die Handlung zum himmelschreiend ungelenk abgehandelt wird. Ein Verrat hier, ein Schurke dort, ein angeblich clevere Idee woanders. Dass alles wird immer etwas zu verbissen auf dem Tableau präsentiert. „2 Guns“ täte Geradlinigkeit gut, doch stattdessen gibt es diverse Wendungen die den Film aber nur weiter aufblähen und den ansonsten schon nicht gerade großen Mehrwert noch etwas weiter in die Tiefe ziehen. Die wahre Action, bei "2 Guns" ist es der Zynismus, der durch alle Poren trieft. Widerwärtig? Wenn man es ernst nimmt, definitiv.
Ja, „2 Guns“ ist ein Film den eigentlich niemand wirklich braucht. Doch das Duo Mark Wahlberg und Denzel Washington passen wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer. Ihre Frötzeleine, ihre machohafte Rivalität und ihr Hang zu bösen Zynismus (der sich auf den restlichen Film überträgt) entwirft eine durchaus ansehnliche Kurzweiligkeit. Wer mit all dem nichts anfangen kann, der sollte diesen netten aber gewiss bald auch wieder vergessenen Actionschwank großräumig umgehen.

6 von 10 Läden mit guten Donuts


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