Reset

Nach der Enttäuschung vom Freitag nehme ich mir das durch die Absage zum Arrowhead in Delmenhorst gewonnene Wochenende, um mich erst einmal zu „resetten", wie man so schön auf Neudeutsch sagt.

Zuerst ist da das Projekt, Pfeile mit 800er Spine auf die Border-HEX-Wurfarme zu bringen, um einen reinen 3D-Bogen zu bekommen. Also keine Vermischung mehr zwischen Target-, 3D- und Feldbogen, ein Bogen allein für 3D und einer für die Target- ud Feldturniere. Ich habe Avalon Tec-One 800 Schäfte bekommen und baue mir noch am Freitag einen 12er Satz fertig. Drei Pfeile befiedere ich und richte den Bogen ein. Ich wähle 2,3 Zoll lange Easton Diamond Vanes in rotorange auf weißen Wraps, denn das wird im Gelände gut zu sehen sein. Durch das schwere Heck mit Pin und Pinnocke komme ich trotz 110 grn Spitze gerade mal auf 14,5% FOC.

Mit einem ausgewogenen und zwei belassenen Rohschäfte geht es auf der heimischen Scheibe in das Basissetup. Hier dauert es eine Weile, die Nockpunkthöhe zu finden, da der ausgewogene Rohschaft oft auf der Pfeilauflage anzuschlagen scheint und keine verlässlichen Hinweise bietet. Die belassenen Rohschäfte helfen mir aber, bei einem Tiller von 2 mm die Nockpunktüberhöhung mit 14 mm festzustellen.

Interessanterweise muss ich das Zuggewicht auf dem PSE-Mittelteil wieder fast bis Anschlag hochdrehen. Das Kürzen der Pfeillänge auf 67 cm bis Schnittkante wirkt sich im Vergleich zu den 700er VAP neutralisierend aus. Bei dem Setup müsste ich damit also auf ca. 42 bis 43 Pfund Zuggewicht liegen. Die Pfeile sind bei 295 grn Gewicht entsprechend schnell.

Der 3D-Bogen baue ich absichtlich recht leicht. Nur die nötigsten Anbauten und eine leichte Stabilisation kommen dran. Es soll leicht durch's Gelände gehen und bei 3D ist Präzision nicht immer das höchste Gebot. Das Gewicht und das Zuggefühl mit dem Bogen und den Border-Wurfarmen gefallen mir wieder sehr gut. Ich bin ein bisschen wehmütig, dass ich dieses Setup nicht immer schießen kann. - Mit diesem Bogen geht es aber erst nach der LVM WA im Freien weiter, so dass er erst einmal im Bogenrucksack verschwindet. Mehr dazu in einem späteren Beitrag.

Die Arbeit mit dem leichteren 3D-Bogen motiviert mich jedoch, das Gewicht meines „FITA"-Bogens noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Der 3-Zoll-Vorbau und die schwere Easton-Spinne ziehen den Bogen vorne kräftig herunter. Ich baue auf einen kleinere gewinkelte Spinne mit 90° x 15° zurück. Stattdessen kann ich vorne am Monostabilisator noch ein Gewichtselement hinzufügen, um die angenehmste Balance zu haben. Insgesamt wird der Bogen dadurch um ca. 100 gr leichter.

Weiterhin ist inzwischen die Ersatzteillieferung mit den Beiter Rest Komponenten angekommen. Ich brauche nur noch eine neue Trägerplatte und Auflagenfinger; alles andere ist noch ausreichend vorhanden. So baue ich die Spigarelli-Auflage ab und rüste auf den Beiter Rest um. Noch am Samstagnachmittag fahre ich nach Stadthagen zu einem Vereinseinsatz und nutze das zu einer Überprüfung des Setup mit einem Balance- und Rohschafttest auf 30m. Mit einer schön ruhigen Balance im Auszug und der geänderten Pfeilauflage ergeben sich 3 mm Tiller und 14 mm Nockpunkthöhe.

Am Sonntag fahre ich nach Stadthagen für ein ausgiebiges Training. Hier geht es nun in das Stiltraining auf die 60-m-Scheibe. Mein Augenmerk liegt auf der Stabilisierung des Schussablaufes und insbesondere der Haltung bzw. Stellung des Bogenarms. Aber auch der Druckpunkt der Bogenhand ist entscheidend.

Nach einigen Passen bestätigen sich meine Ansätze. Die Gruppen werden enger und trotz Nieselregens und Windböen ergeben sich gute Gruppen und Trefferlagen. Hier die besten sechs Passen, von denen fünf in Folge geschossen wurden:

Hier ist ein Ergebnis von 327 Ringen zu sehen, bei sechs zusammenhängenden Passen sind es 320 Ringe. Damit bin ich im Grunde wieder bei dem Level von Vorjahr!

Besonders schön finde ich diese Passe:

Hier ist mir eine sehr gute Gruppierung gelungen, wenn auch etwas linkslastig, dafür aber ohne nennenswerte Seiten- oder Höhenstreuung. Und über 57 Ringe will ich mich nicht beklagen!

Dieses schöne Ergebnis hellt mein Gemüt dann doch wieder etwas auf. Klar, es wird noch einige Zeit dauern, den Misserfolg von der LVM Feldbogen zu verdauen. Auch betrübt es mich wieder ein bisschen, als ich von den wirklich sehr guten Erfgebnissen in Delmenhorst höre. Klar, ich hätte da schon gerne noch gezeigt, was ich drauf habe. Doch an diesem Wochenende stehen eben Frustverarbeitung und der Blick nach vorne im Vordergrund. Feldbogen kommt 2018 wieder, nun aber erst einmal steht die LVM WA im Freien an, und die will ich erfolgreich abschließen! - Das Reset ist gemacht.


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