"rent a scientist" - Forscher und Querdenker zu vermieten

Ein Regensburg Unternehmen vermietet Wissenschaftler für Entwicklung und Forschung an Unternehmen - Das Modell funktioniert: Im Auftrag ihrer Mietkunden haben die wissenschaftlichen Querdenker bereits über 100 zukunftsweisende Neuheiten entwickelt.
Regensburg (obx - internet-zeitung) - Ob antibakterielles Silber für chirurgische Implantate, beheizbare Textilien oder Algenkulturen zur Energieerzeugung - wenn Unternehmen nach innovativen Produkten und der Lösung technischer Probleme suchen, können sie sich jetzt einer deutschlandweit einmaligen wissenschaftlichen Ideenschmiede bedienen. Forschergeist und wissenschaftliches Know how einfach mieten ist die Geschäftsidee von "rent a scientist" (Miete einen Wissenschaftler). Zwei Regensburger Chemiker und ein Kaufmann haben die Denkfabrik auf Bestellung entwickelt. Heute ist "rent a scientist" ein mehrfach ausgezeichnetes Wissenschaftszentrum auf Abruf mit Kunden von Audi über E.ON bis Siemens.
Die Geschäftsidee von "rent a scientist": Kleine und mittelständische Unternehmen, die sich keine eigenen Forschungsabteilungen leisten können oder Großkonzerne, die sich mal externe Querdenker wünschen, mieten sich gegen Honorar die hellen Köpfe einfach bei den Regensburger Forschungsdienstleistern. Das Modell funktioniert. Über 100 der innovativen Entwicklungen aus der ostbayerischen Denkfabrik sind bereits patentiert worden, jedes Jahr kommen im Schnitt zehn neue Schutzbriefe hinzu.
Ein Parade-Produkt der Regensburger Querdenker und Geschäftsführer Dr. Georg Maier, Dr. Robert Nusko und Adi Parzl: selbst entwickeltes Nanosilber. Die zähflüssige Masse aus kleinsten Partikeln des Edel-Metalls wirkt antibakteriell und wird schon in zahlreichen innovativen Produkten verarbeitet: Von Schutzanzügen, die Rettungskräfte gegen gefährliche Erreger abschirmen, bis zu "silbernem Knochenzement", mit dem Chirurgen künstliche Gelenke im Körper fixieren, ohne dass später Entzündungen an den Prothesen entstehen. Das in Regensburg perfektionierte Nanosilber ist mittlerweile weltweit führend und wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als offizielles Testmaterial in Forschungsprojekten rund um den Globus verwendet.
Weitere Projekte der Oberpfälzer Ideenschmiede sind beispielsweise die Entwicklung von beheizbaren Textilien und von speziellen Algenkulturen, die zur Energieerzeugung in Biogasanlagen eingesetzt werden könnten. Für ihre zahlreichen Erfindungen sind die Forscher von "rent a scientist" bereits mit dem bayerischen und dem hessischen Innovationspreis ausgezeichnet worden.
Zehn wissenschaftliche Mitarbeiter tüfteln heute für Unternehmen aus ganz Deutschland an den Produkten von morgen. Und wenn die Experten von "rent a scientist" bei der Abarbeitung eines Auftrags selbst an ihre Grenzen stoßen? Dann kaufen sie einfach selber wissenschaftliches Potenzial zu: bei Hochschulen und Universitäten vor allem im ostbayerischen Raum, mit denen "rent a scientist" eng vernetzt ist.

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