Reisebericht Nicaragua: Mittelamerikas unbekanntes Paradies

Reserva Charco Verde auf Ometepe

Reserva Charco Verde auf Ometepe

Eingebettet zwischen zwei Weltmeeren liegt ein tropisches Paradies mit mächtigen Vulkanen, kristallklaren Lagunen, üppigen Regenwäldern und langen Sandstränden. Sein Name: Nicaragua. Obwohl der Bürgerkrieg schon zwei Jahrzehnte vorüber ist und das Land zu den sichersten in ganz Mittelamerika zählt, schlummert Nicaragua weiterhin in einem touristischen Dornröschenschlaf.  Unserer Ansicht nach wird es deshalb höchste Zeit, Nicaragua  langsam und behutsam aufzuwecken und unseren Reisegästen die Schönheiten von Zentralamerikas größtem Land nahe zu bringen. Mit diesem Reisebericht laden wir Sie deshalb dazu ein, Nicaragua so kennen zu lernen, wie wir es selbst bei einer privaten Urlaubsreise erleben durften:

Neugeborene Meeresschildkröten an der Playa el Coco

Neugeborene Meeresschildkröten an der Playa el Coco

Durch seine Lage zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifik ist Nicaragua ein wahres Mekka für Surfer, Taucher und Sonnenanbeter. Ein wunderschöner, nahezu menschenleerer Traumstrand erwartet uns in Playa el Coco an der Pazifikküste. Hier verbringen wir herrlich entspannte Tage mit ausgedehnten Strandspaziergängen, vergnügten uns beim Schwimmen und Bodysurfen in den Wellen des Pazifiks und lassen uns allabendlich zu kitischig-schönen Sonnenuntergängen leckere Fischgerichte schmecken. Nach Einbruch der Dunkelheit kommen  riesige Meeresschildkröten an den Strand, die wir bei ihrer Eiablage aus nächster Nähe beobachten können. Um zu verhindern, dass die als Delikatesse geltenden Eier gestohlen werden, werden diese sofort von Tierschützern eingesammelt. Nachdem die jungen Schildkröten aus ihren Eiern geschlüpft sind, werden sie wieder am Strand ausgesetzt und brechen zu ihrer ersten großen Reise in den Pazifik auf. Auch hier dürfen wir wieder live dabei sein. Ein wahrlich magischer Moment!

Ein Eldorado für Vogelliebhaber sind die Mangrovenwälder in der Reserva Natural Isla Juan Venadoa nahe des kleinen Dorfes Las Peñitas. Bei einem  Ausflug in einem kleinen Fischerboot beobachten wir hier unter anderem Eisvögel, Fischadler und Ibisse und besuchten wilde, schneeweiße Naturstrände.

Karibikinseln Corn Islands

Little Corn Island

Little Corn Island

Rund 70 km vor der Ostküste Nicaraguas liegen die beiden Karibikinseln Corn Islands. Durch ihre Lage in einem isolierten Winkel des karibischen Meeres gelten die beiden Karibikinseln noch immer als Geheimtipp und gerade auf der kleineren Insel Little Corn Island kann man noch Robinson-Crusoe Feeling in seiner Reinform erleben. Nach einem kurzen Inlandsflug über tropische Regenwälder erreichen wir Big Corn Island. Von hier aus fahren wir am nächsten Tag in einem kleinen Speedboot über das türkisblaue Meer. Die winzige Insel, die nur 3 Quadratkilometer groß ist und auf der nicht einmal 1.000 Einwohner leben, erfüllt alle Klischees einer Karibikinsel: Postkartenstrände voller Kokospalmen, grüner Dschungel und ein vorgelagertes  kunterbuntes Korallenriff, das zu Schnorchel- und Tauchausflügen einlädt. Bei einem ausgedehnten Strandspaziergang entdecken wir immer wieder kleine rustikale Unterkünfte,  die alle sehr individuell und kreativ gestaltet sind: Liebevoll erbaute Windräder sind hier ebenso zu finden wie hölzerne Aussichtstürme und direkt am Strand gespannte Hängematten. Wir fühlen uns wie auf einem riesigen Abenteuerspielplatz.

Eine weitere Insel, die uns während unserer Rundreise durch Nicaragua verzaubert, ist die Isla Ometepe. Die Vulkaninsel liegt mitten im Lago de Nicaragua, dem größten Süßwassersee der Welt. Sogar Krokodile gibt es im Lago de Nicaragua. Die Isla Omepete besteht aus zwei großen Vulkanen und lädt zu aktiven Entdeckungen ein. Mit dem Auto, zu Fuß und dem Fahrrad  erkunden  wir drei Tage lang die Insel. Unterwegs treffen wir einheimische Kaffeebauern, bestaunen exotische Pflanzen und Insekten in den tropischen Wäldern der Insel und finden geheimnisvolle Petroglyphen mitten im Urwald.

Nicaraguas traumhafte Kolonialstädte

Blick über Granada vom Glockenturm der Igelsia de la Merced

Blick über Granada vom Glockenturm der Igelsia de la Merced

Nicaragua hat jedoch noch  mehr als nur traumhafte Strände und Inseln zu bieten.  Traumhafte Kolonialstädte zum Beispiel, unter denen Granada am Nicaraguasee zweifelsohne die Schönheitskönigin ist. Eine Fahrt mit der Pferdekutsche führt uns durch die romantischen Gassen Granadas, wir bestaunen die prächtigen Kolonialbauten und die bunt gestrichenen Lehmziegelbauten.

Vor den Toren Granadas liegt der Parque Nacional Volcan Masaya, der unumstritten zu den landschaftlichen Höhepunkten Nicaraguas zählt. Am Aussichtspunkt angekommen werfen wir einen Blick in einen aktiven Vulkankrater, aus dem dichte Rauchschwaden aufsteigen. Wir unternehmen eine Wanderung durch diese mondartige Vulkanlandschaft und entdecken weitere Krater, die allerdings nicht mehr aktiv sind. Am Nachmittag machen wir noch einen Abstecher zum wunderschönen Kratersee Laguna Apoyo und nehmen ein erfrischendes Bad im glasklaren Wasser der Lagune.

In Leon, der ehemaligen Hauptstadt des Landes besuchen wir unter anderem das Revolutionsmuseum. Ein ehemaliger Revolutionskämpfer führt uns nicht nur durch das Museum, sondern entschließt sich kurzerhand, uns ein ehemaliges Gefängnis außerhalb der Stadt zu zeigen, in dem seine einstigen Mitstreiter gefangen gehalten und auch gefoltert worden. Anschließend besuchen wir San Jacinto, wo kochend heißer Schlamm aus der Erde schießt. Da der Schlamm gut für die Haut sein soll, gönnen wir den einheimischen Kindern die Freude, uns eine Gesichtsmaske zu verpassen.

Das Hochland um Matagalpa

Das Hochland um Matagalpa

Wir reisen weiter ins Hochland von Matagalpa. Matagalpa ist Hauptstadt des Kaffeeanbaus und liegt inmitten einer tiefgrünen Berglandschaft, in denen wir ausgedehnte Wanderungen unternehmen. Unser Besuch von Matagalpa fällt just in die Zeit, in der überall in der Stadt die Empfängnis der Jungfrau Maria gefeiert wird. Von verschiedenen Kirchengruppen werden wir eingeladen, an den Feierlichkeiten, die mit temperamentvollem Gesang und Tanz von statten gehen, teilzunehmen.

Es überrascht uns während der gesamtem Reise, wie viel echtes Interesse und  Neugier uns die Nicaraguaner immer wieder entgegenbringen und und mit welcher Freude und mit welchem Stolz uns die Einheimischen ihrerseits immer wieder gerne tiefe Einblicke in ihren Alltag und in ihr persönliches Leben geben. Selten haben wir uns als Urlauber in einem Land so willkommen gefühlt! Für alle, die auf der Suche nach einem möglichst authentischen Reiseziel in Lateinamerika sind und gerne Länder bereisen, in denen  nur wenige Touristen unterwegs sind, können wir Nicaragua als Urlaubsland nur wärmstens empfehlen!

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