Reiner Ter: Verlassen, vergessen… und fast verloren

Verlassen, vergessen...und fast verloren. Photographien von besonderen Orten und Stätten in der ehemaligen DDR von Reiner TerIn den vergangenen Jahren hat sich der Fotograf Reiner Ter auf die Suche nach besonderen Orten in den östlichen Bundesländern begeben und dabei – unter anderem – eine um 1900 errichtete Heilstätte für Tuberkulose-Kranke, ein Schwimmbad der 1920er Jahre und eine FDJ-Jugendhochschule der 1950er Jahre dokumentiert. Seine Fotografien sind im Museum Langes Tannen in Uetersen ausgestellt.

Ausstellungsbeschreibung

Das Ausstellungsjahr beginnt im Museum Langes Tannen mit Fotografie: Der in Uetersen geborene Fotograf Reiner Ter, der dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, hat 2011-2013 besondere Orte und Stätten in der ehemaligen DDR besucht und dort außergewöhnliche Fotos gemacht.

Besondere Orte – das sind Heilstätten, um 1900 für Tuberkulose-Kranke erbaut, das ist ein Schwimmbad der 1920er Jahre, das ist eine Papierfabrik, das ist eine FDJ-Jugendhochschule der 1950er Jahre, das sind Gebäude militärischer Anlagen. Alle diese sehr unterschiedlichen Orte sind durch eine wechselvolle Geschichte geprägt; alle haben aber eins gemeinsam: Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden sie verlassen, es gab keine Verwendung mehr für sie; heute sind sie zusehends dem Verfall preisgegeben. Einen öffentlichen Zugang gibt es zu diesen Anlagen und Gebäuden nicht. Reiner Ter konnte dort fotografieren dank einer Berliner Agentur, die Foto-Touren ermöglicht.

Mit seinen Fotografien, die in den letzten drei Jahren an diesen historisch interessanten Orten entstanden, hat Reiner Ter keine Fotodokumentation des Verfalls erstellen wollen, vielmehr hat er auf faszinierende Weise Stimmungen der menschenleeren Orte in seinen Bildern eingefangen. Seine Motive findet er im Inneren der Gebäude: Treppenhäuser, Theatersäle, Schwimmbäder, aber auch rudimentäre Überbleibsel der ehemaligen Einrichtungen, die auf die ehemaligen Funktionen der leeren Räume hinweisen. Meisterhaft hält er den morbiden Charme der bröckelnden Wandfarben fest und lässt Ansichten von malerischer Qualität entstehen. Neben den malerischen Motiven sind andere Fotografien der Ausstellung durch eine strenge Gliederung und einen graphische Gestaltung gekennzeichnet.

Reiner Ter fotografiert digital mit einer Pentax 645D und druckt selbst auf mattes Künstlerdruckpapier.

Bereits zu Beginn der 1990er Jahre wandte sich Reiner Ter, der lange Zeit Spezialist für Leuchtturm-Fotografie war, verstärkt verlassenen Industriebauten zu. 2009 zeigte das Museum Langes Tannen unter dem Titel „.Außer Betrieb. Stillgelegte Industriebauten im Focus“ Fotos von ihm, die die alte Zementfabrik in Itzehoe und den Hafenspeicher in Uetersen, der heute nicht mehr existiert, zum Thema hatten.

Quelle: Museum Langes Tannen

Wann und wo

Museum Langes Tannen
Heidgrabener Straße
25436 Uetersen

16. Februar bis 18. Mai 2014

Während der Ausstellungs-Dauer bietet Reiner Ter drei Führungen durch die Ausstellung an:
Sonntag, 23. März, 15 Uhr
Sonntag, 27. April, 15 Uhr
Sonntag, 18. Mai (Uhrzeit steht noch nicht fest)


wallpaper-1019588
Isotonische Getränke: Test & Vergleich (04/2021) der besten isotonischen Getränke
wallpaper-1019588
Hyaluron: Test & Vergleich (04/2021) der besten Hyaluron Präparate
wallpaper-1019588
[Manga] Kemono Jihen – Gefährlichen Phänomenen auf der Spur [1]
wallpaper-1019588
Rosa für alle!