Regensburger „Online-Ritter“ erobern die Welt

Regensburger „Online-Ritter“ erobern die Welt
Die Regensburger Software-Tüftler von CipSoft (von links): Stephan Vogler, Ulrich Schlott, Guido Lübke und Stephan Payer Foto: obx-news
Regensburg (obx - internet-zeitung) – Sie starteten mit Mini-Speicherplatz auf einem Server der Universität Regensburg und managen 14 Jahre später eines der erfolgreichsten Online-Computerspiele auf der ganzen Welt: Die vier Regensburger Softwareentwickler Stephan Payer, Guido Lübke, Ulrich Schlott und Stephan Vogler sind die wirklichen Herrscher über Tibia, ein Strategie- und Rollenspiel im Internet, das mittlerweile mehr als 350.000 Menschen auf der ganzen Welt begeistert. In der mittelalterlichen Fantasiewelt von Tibia treffen sich Ritter und Magier von allen fünf Kontinenten, um gemeinsam Abenteuer zu bestehen. Etwa sieben Millionen Besucher zählt die Webseite pro Monat. Die größten Erfolge feiert Tibia außerhalb Deutschlands in Brasilien, Polen und Mexiko.
Die Erfolgsgeschichte begann an der Universität Regensburg, wo sich die vier Softwareentwickler Stephan Payer, Guido Lübke, Ulrich Schlott und Stephan Vogler kennenlernten und gemeinsam in einem Studienprojekt ein erstes Online-Rollenspiel aus der Taufe hoben. Im Laufe der Jahre verfeinerten sie die virtuelle Tibia-Welt immer weiter – und gründeten 2001 die Firma CipSoft. Seitdem wächst das Unternehmen rasant: Mittlerweile hat die Software-Schmiede 64 Mitarbeiter und macht rund acht Millionen Euro Jahresumsatz. 2007 landete CipSoft auf Platz vier beim „Fast 50 Award“, einer Auszeichnung für die am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen – mit einer Wachstumsrate von über 3.000 Prozent.
In der Fantasiewelt von Tibia können Tausende von Spielern in Echtzeit und in Englischer Sprache gemeinsam virtuell auf Abenteuerjagd gehen. Als Ritter, Paladin, Zauberer oder Druide können die Spieler die Fähigkeiten des gewählten Charakters weiterentwickeln, spannende Landschaften und gefährliche Höhlen erkunden, sowie auf gesellschaftlicher und diplomatischer Ebene mit anderen Spielern verhandeln. Die ausgeklügelten Chattools und die große spielerische Freiheit sind es, die Tag für Tag mehr als 350.000 Menschen vor ihre PC-Bildschirme locken. Schon 2003 haben die Regensburger Software-Tüftler von CipSoft TibiaME entwickelt, die Version für das Mobiltelefon – lange vor dem Boom der spieletauglichen Smartphones.
Mitspielen ist ganz einfach, sagt Andreas Weikl, Marketing Manager von CipSoft. Den Spiel-Client gibt es als kostenfreien Download auf der offiziellen Webseite http://www.tibia.com. Die Grundfunktionen sind kostenfrei. Wer mehr Spieltiefe wünscht, kann sich für den kostenpflichtigen Premium-Account entscheiden, zum Preis von fünf bis sieben Euro monatlich. Derzeit sind etwa 100.000 Premium-Spieler bei CipSoft registriert – über diese Einnahmen finanziert sich das Unternehmen.
Das Erfolgsgeheimnis von Tibia? „Unser Spiel ist stark kommunikativ ausgerichtet. Die Spieler spielen wirklich in einem Team zusammen und konzentrieren sich im Gegensatz zu vielen anderen Online-Spielen nicht nur auf ihren eigenen Charakter“, sagt Andreas Weikl. Tibia-Spieler sind mit besonders viel Leidenschaft bei der Sache: Wer verliert, wird leicht um mehrere Wochen zurückgeworfen, während in anderen Spielen meist nur Punktverlust droht. „Die potentielle Gefahr und das Risiko sind in unserem Spiel vergleichsweise hoch und die Spieler sind daher stärker involviert“, sagt Weikl.
In Zukunft will CipSoft noch stärker bei der Eroberung der virtuellen Welt dabei sein. „Fiction Fighter“ heißt das neueste Spiele-Projekt: In dem interaktiven 3D-Abenteuer können sich die Spieler wilde Kämpfe liefern und ihre Charaktere beständig weiterentwickeln. Besonders pfiffig: Die Kampfszenen werden in einem Comic-Strip festgehalten. Anfang nächsten Jahres soll die erste Version des neuen Online-Abenteuers starten.


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