Regensburger "Kaffee-Konstrukteure": Auf der Suche nach dem

Maschinenbau-Studenten tüfteln in der Donaumetropole an der perfekten Kaffeemaschine - große Gastronomie-Unternehmen interessieren sich für die Innovationen
Regensburg (obx - internet-zeitung) - Welche Kaffeemaschine brüht den weltbesten Espresso? In dem bundesweit einzigartigen Projekt "Espresso meets Engineering" sucht ein Professor der Hochschule Regensburg mit seinen Maschinenbau-Studenten nach Antworten auf diese Frage. Im Labor rüsten die Nachwuchs-Techniker herkömmliche Kaffeeautomaten mit modernster Regel- und Messtechnik aus - immer auf der Suche nach den Parametern für die optimale Tasse Kaffee. Was ist der richtige Anpressdruck für das Kaffeemehl und wie lässt sich ein Kaffee-Automat per Handy steuern? Was als pfiffiger Unterricht begann, interessiert inzwischen auch große Kaffee-Dienstleister. Denn die Innovationen der Studenten könnten die Unternehmen bald bares Geld sparen.
Eigentlich will Hermann Ketterl, Professor für Regel- und Messtechnik an der Hochschule Regensburg, nur guten Unterricht machen. "Kaffeemaschinen sind interessant und gehören zum Lifestyle", sagt Ketterl. Auf der Suche nach dem optimalen Kaffeeautomaten setzen seine Studenten Technik ein, die sonst auch in Autos zum Einsatz kommt - und danken ihm die praxisnahe Lehre mit Innovationen, die die Welt des Kaffees revolutionieren könnten.
Eine der Neuheiten: die Kaffeemaschine mit Fernsteuerung - sei es per Handy oder über den Computer. Mit dem Einbau spezieller Sensor- und Übertragungstechnik hat eine der studentischen Arbeitsgruppen einen entsprechenden Prototyp konstruiert. "Die Kaffeeindustrie hat Ihr Interesse bereits angemeldet", sagt Ketterl.
Der Grund: professionelle Kaffeeautomaten in der Gastronomie fassen über 15 Liter Wasser und müssen etwa eine Stunde aufheizen, bevor sie betriebsbereit sind. Die Folge: das Personal muss vor früher im Café sein, um die Maschine anzuschalten. Eine Fernsteuerung würde großen Kaffee-Ketten viele Arbeitsstunden sparen. Außerdem lassen sich über Druck- und Temperatursensoren Defekte in den Kaffeemaschinen frühzeitig am PC erkennen.
Auch eine zweite Idee der Regensburger "Kaffee-Konstrukteure" könnte bald Schule machen. Ein umgebauter Kaffeeautomat, bei dem sich die Größe der Brühkammer variieren lässt, kann jetzt sowohl Filterkaffee als auch Espresso kochen. "Das ist für viele Bistros interessant, in denen gerade ältere Kundschaft noch gerne ihren Filterkaffee trinkt", sagt Ketterl. Für ihre Prototypen verwenden die Studenten auch ungewöhnliche Bauteile: Als Hebel zur Einstellung der Brühkammer dient eine alte Auto-Handbremse.
Worin liegt nun das Geheimnis der perfekten Kaffeemaschine? Um das herauszufinden haben Ketterls Studenten in vielen Experimenten an den Parametern ihrer Maschinen gedreht: von der Menge des Kaffeepulvers im Siebträger, über den Anpressdruck bis hin zur Durchlaufzeit des Wassers und den Mahlgrad der Bohnen. Anschließend haben die Tüftler verschiedene Einstellungen ihrer Maschinen an Test-Trinkern überprüft. Das Ergebnis: "Die Einstellung der Kaffeemaschine hat einen erheblichen Einfluss auf den Geschmack, da lässt sich viel verbessern", sagt Professor Ketterl. Im kommenden Semester geht die Suche nach der perfekten Kaffeemaschine weiter.

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