Race of Champion – Der Champion ist wieder ein Franzose

Heute begann wieder die Jagd nach dem begehrten Einzeltitel. Schafften es diesmal Schumacher oder Vettel? Co-Kommentator Adrian Sutil (ehemaliger Formel 1 Pilot bei Force India) räumte beiden gute Chancen ein. Und wieder einmal wurde Sutil gefragt, ob er sich ein Comeback in der Formel 1 vorstellen könnte, insbesondere natürlich bei Force India. Darauf antwortete er mit einem Lächeln: „Das wäre schön, aber fest steht noch gar nichts. Ich kenne den Zirkus Formel 1 und solange keine Unterschrift auf dem Vertrag ist, kann noch viel passieren.“ Lassen wir uns überraschen, ob Sutil im nächsten Jahr wieder in einen Formel 1 Boliden sitzt.

In jedem Fall meint Sutil, dass es für Schumacher und auch für Vettel trotzdem heute nicht einfach werden wird. Die Gruppe A machte den Auftakt mit dem wohl schnellsten Auto, dem Audi A8, wobei Guerra, der Mexikaner gegen Ogier unterlag. Wieder voll dabei war der Thailänder Nattavude, der schon gestern äußerst brauchbare Ergebnisse abgeliefert hat. Hier verlor er im VW Scirocco, aber nur ganz knapp gegen Kristensen, dem Dänen.

Während der ehemalige Formel Pilot Coulthard im Duell gegen Whincup, dem Australier gewann, musste er im Kampf gegen Ogier klein beigeben. Coulthard hatte ein paarmal die Ideallinie verpasst und das rächt sich auf diesem kurzen Kurs. Als kleine Sensation präsentierte sich der Chinese Ho Ping Tung, der gegenüber Kristensen gewann und auch später gegen Nattavude.  Seinen zweiten Sieg holte sich Ogier gegenüber Guerra, der eine Bandenberührung hatte.

Wohl zu enthusiastisch nahm Priaulx das Rennen an. Nach seinem sehr schnellen Start sorgten einige Fahrfehler dafür, dass er gegen Nattavude gewann. Für die kommende Saison 2013 nimmt sich Priaulx mit seinem Team BMW in der DTM sehr viel vor. Doch bei dem Race of Champions war ihm das Glück nicht hold. Ein technischer Defekt sorgte dafür, dass Priaulx durch die Bande raste und fast mit dem anderen Lamborghini kollidierte.

Vettels erste zwei Rennen konnten sich sehen lassen. Den ersten Run gewann er gegen Sritrai und den zweiten gegen Doohan. Genauso gegen Lorenzo, der sich gegenüber gestern gesteigert hat, dessen Leistung dennoch nicht reichte. Als es jedoch in der K.O.-Runde des Viertelfinales um alles ging, beendete ein Fahrfehler von Vettel den Traum vom Einzelsieg. Mit dem rechten Hinterreifen krachte er rechts hinten an die Bande und war mangels Spurverlust natürlich chancenlos gegenüber Grosjean.

Nun lagen unsere deutschen Hoffnungen einzig allein an Schumacher. Vor allem, da noch nie ein Deutscher diesen Einzelsieg einfahren konnte. Außerdem gönnten wir es Schumacher von ganzem Herzen, zumal es ein kleiner Trost für seinen Abschied aus der Formel 1 wäre.

Grosjean hatte im Nascar Glück, denn obwohl Oshina vorne war, musste er dennoch eine Zeitstrafe hinnehmen, da er die Schikane mitnahm. Für Schumi sah es jedoch sehr gut aus. Fehlerfrei gewann er im Nascar gegen Hunter-Reay. Das Halbfinale hatte folgende Piloten: Kristensen, Schumacher, Grosjean und Coulthard. Nicht mehr mit dabei der Sieger des Vorjahres Ogier.

Kristensen gewann gegenüber Coulthard mit einem Zeitvorsprung von 1,4 Sekunden und stand nun im Finale. Spannend nun aus unserer Sicht das nächste Rennen im KTM, Schumacher gegen Grosjean. Schumi sorgte mit einem Blitzstart für einen Vorsprung, den jedoch Grosjean sehr schnell aufholte und als Sieger aus diesem Match hervorging. Es ist wahrscheinlich wie verhext, schon wieder kein Deutscher im Finale.

Der erste Run wurde mit dem Buggy  gefahren. Grosjean siegte mit vier Zehntel Vorsprung. Nun musste Kristensen alles daran setzten, nicht wieder als Zweiter das Feld zu verlassen.

Für den zweiten und letzten, entscheidenden Run entschieden sich die Piloten für den KTM X-BOW. Obwohl sich in der ersten Runde Kristensen einen Vorsprung heraus gefahren hatte, schaffte es dennoch Grosjean als erster über die Ziellinie.

Der eine Franzose löste nun den anderen ab. Der Champ des Spaß-Events Race of Champions im Jahre 2012 hieß nun Romain Grosjean. Mit Sicherheit wurmte es Schumacher und Vettel, dass wieder nicht einer von den zweien den Titel holen konnte, denn ein Racer möchte immer gewinnen. Mit Sicherheit sehen wir Schumacher im nächsten Jahr wieder und auch Kristensen möchte wahrscheinlich im nächsten Jahr den Makel des ewigen Zweiten revidieren.

Freuen wir uns nächstes Jahr auf ein spannendes Rennen, dessen lockere Atmosphäre allen Piloten Spaß gemacht hat.