Protest: Bank gestürmt – 11 Festnahmen

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Die andalusische Arbeitergewerkschaft (SAT) gibt keine Ruhe. Heute haben Mitglieder dieser Organisation eine Bank in der Provinz Cádiz “gestürmt”. Kurz nachdem sie sich heute Morgen um neun Uhr bei der Bahnstation von El Puerto de Santa María versammelt hatten, um ihren Protestmarsch durch die Provinz zu beginnen, drangen mehr als 20 Personen in die Filiale der Bank La Caixa ein. Am Ende wurden elf von ihnen festgenommen, zur Polizeiwache gebracht und mit einer Anzeige wegen “Störung der öffentlichen Ordnung” und “Bedrohung” wieder frei gelassen.

Die “Veranstaltung” in der Bank verlief durchgehend friedlich. Parolen wie “Arbeiterkampf gegen Arbeitslosigkeit” waren zu hören oder ““tenemos la solución, los banqueros a prisión” – reimt sich nur auf Spanisch: “Wir haben die Lösung, Banker ins Gefängnis”. – Der inzwischen auch unseren Lesern bestens bekannte Bürgermeister von Marinaleda, Juan Manuel Sánchez Gordillo, erklärte nachher den etwa 1.000 versammelten Mitgliedern der Protestgemeinde die Aktion: “Die Krise geht weiter, weil sich einige an ihr hemmungslos bereichern. Das sind die Banken. Sie sind die grossen Gegner in dieser Krise und wir zeigen mit dem Finger auf sie!”

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Die Polizei übernahm in dieser Geschichte heute freiwillig die Deppenrolle. Die elf Festgenommenen wurden natürlich in Handschellen abgeführt und im Mannschaftswagen auf die Wache gefahren, man gönnt sich ja sonst nichts – obwohl der Filialleiter der Bank ausdrücklich auf jede Anzeige verzichtet hatte. Showtime in Uniform! Die Protestierer namen es dann auch mit Humor: “Wir sind von den Angestellten der Bank vorzüglich behandelt worden”, versicherten sie und grinsten sich eins über die “Ordnungshüter”, die sich durch ihre martialische Aktion selbst ausreichend disqualifiziert hatten. “Kafkaesk” nannte das Juan Manuel Sánchez Gordillo.

Der vierte Marsch der Arbeiter-Gewerkschaft durch Andalusien dürfte noch die eine oder andere Überraschung bereithalten. Villeicht schon morgen in Cádiz, denn ihr Motto gilt auch weiterhin: “Solche Aktionen sind wichtig und unverzichtbar, um die Politik der Regierung und die drastischen Kürzungen anzuklagen!”

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