Projektmanagement: Klassisch oder agil?

Willkommen im neuen Jahr – auch heuer mache ich mir Gedanken, wann man im Projektmanagement agil sein darf und wann eine klassische Herangehensweise angebracht ist.

Als ich mir die Phase „Monitoring und Controlling“ (© PMI) ansah, dachte ich, dass dies sehr nach Aufpasser aussieht. Bei SCRUM wirkt es nicht so schlimm, denn hier wird von reflektierender, gemeinschaftlicher Fortschrittskontrolle gesprochen (wenn auch am Ende des Weges meist irgend ein Controller übrig bleibt, der dies dann dokumentiert und kommuniziert).

Nun ist es aber leider so, dass mit dem Burn-down-chart nach SCRUM noch keine verbrauchten Budgets betrachtet wurden. Es zeigt nur den Fortschritt an Abarbeitung von Storypoints aus dem „großen Topf“. Andererseits ist es ja auch bei SCRUM nicht so, dass man ohne Planung vorgeht, man muss zumindest eine Grobplanung mit z.B. verschiedenen Releases / Zwischenergebnissen aufstellen. Auch wird am Anfang analysiert was aus aktueller Sicht ‚in Scope‘ ist, denn sonst gäbe es ja keine Storyboards. Weiter ist zu hoffen, dass wir wissen, wie viele Teams wir bilden und mit wie vielen Leuten.
Nun kann man diese Planungsgrunddaten nehmen und dadurch zu verbrauchende Plan-Personentage ermitteln. Der Rest ist alte Schule:

  • Overhead, Reise und Materialkosten nicht vergessen
  • Controlling-Objekte z.B. je Release/SCRUM-Zyklus
  • Zeitrückmeldung der Mitarbeiter
  • Plan-Ist-Vergleiche monitoren
  • Abweichungen bearbeiten
    (Anmerkung: könnten ja auch vom Kunden erwünscht sein, d.h., vertragliche Änderungen kontrollieren. Treten aber vom Team verschuldete Verteuerungen ein so ist auch hier, wie üblich, mit Gegenmaßnahmen, wie Austausch /Schulung usw. zu antworten.)

Also vieles muss der Projektcontroller nicht neu erfinden, aber er wird wohl in manchen Situationen auch flexibler reagieren müssen. Damit ergibt sich dann wieder die „Linienfrage“: „Und wie erkläre ich dies meinem Chef?“. Nun, damit sind wir wieder bei einer Kernherausforderung, dass sowohl beim Kunden/Auftraggeber die Vorgehensweisen anerkannt, verstanden und gelebt werden müssen, als auch vom Chef.

Und tagesaktuell sei zu bemerken: Je nachdem wie die Wirtschaft 2012 sich entwickelt, werden wir wohl gefordert sein, auch  im beruflichen und privaten Leben flexibel zu reagieren – ergo “agil”.


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Hilfe, ich habe Mundgeruch!