Prinz der Dunkelheit - Mark Lawrence

Der absolute Antagonist!
Prinz Honorous Jorg Ankrath. Der dunkle Prinz streift mit einer Gruppe Banditen durch die Lande und macht die Straßen unsicher. Er mordet und brandschatzt, ist skrupellos und grausam und er ist erst 14 Jahre alt! Getrieben wird er von einem starken Brennen in seinem Inneren, einem Gefühl, dessen  Ursprung einige Jahre zurückliegt: Seine Mutter, die Königin von Ankrath und sein jüngerer Bruder wurden von Graf Renars Schergen umgebracht. Nur Jorg überlebte schwer verwundet in einem Dornenbusch. Nun will er Rache. Und er schreckt vor nichts zurück!!!
Dies ist eine Geschichte, die ihres Gleichen sucht! Ich bin total hin- und hergerissen, wie ich „Prinz der Dunkelheit“ bewerten soll. Jorg kann man eigentlich nur hassen, er ist ein Antagonist, wie er im Buche steht. Man MUSS ihn hassen, aber gleichzeitig war ich unheimlich fasziniert von dieser Figur. Wie er es immer und überall schafft aus den unglaublichsten Situationen als Sieger hervorzugehen, wie skrupellos er über Leichen geht und welch geniale Einfälle er doch immer hat. Puh, es ist verdammt schwer, dieses Buch zu bewerten!
Die Geschichte an sich ist toll, eine Fantasy Welt, die aber Parallelen zu Unserer aufweist. Z.B. gibt es Euklid oder auch Jesus und weitere altertümliche Gelehrte, aus dessen Werken Jorg gerne mal zitiert. Okay, nicht von Jesus, aber von den anderen. Der Erzählstil hat mich am Anfang ziemlich abgestoßen. Jorg fungiert als Ich-Erzähler und es fliegen einem nur so die Kraftausdrücke um die Ohren, dass sie anfangen zu schlackern! Aber im Laufe des Buches wird es auf jeden Fall besser und ich hoffe, dass es im nächsten Teil der Trilogie bei diesem gesunden Maß bleibt. Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, unterbrochen von Rückblicken in Jorgs Kindheit, wobei man auch erfährt, wie er, als Thronfolger, bei den „Brüdern“ auf der Straße gelandet ist.
Die Figuren sind zum Teil sehr oberflächlich gezeichnet, was aber meist gar nicht schlimm ist, das was man von ihnen weiß, langt auch so, um einen mal ganz trocken Schlucken zu lassen. Es sind allesamt finstere und brutalste Gesellen. Nur wenige Figuren werden in den Vordergrund gerückt unter Anderem natürlich Jorg, um den es hier geht und der Konflikt mit seinem Vater, dem König. Die beiden können sich irgendwie gar nicht ausstehen, denn sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Dann spielt „Der Nubier“ noch eine große Rolle, er war lange Zeit meine favorisierte Person, da er umsichtig und bedacht handelt. Außerdem ist da noch Sir Makin, der Kommandant von des Königs Wache. Er ist Jorg treu ergeben.
Die Covergestaltung des 380 Seiten starken Taschenbuchs finde ich sehr gelungen und passend zum Buch ausgewählt. Wie es sich für ein gutes Fantasy-Cover gehört, steht eine geheimnisvolle Gestalt im Mittelpunkt. Und zwar im Mittelpunkt eines,  von Schwertern strotzendem Leichenfeld. Toll gewählt!
Im Nachhinein blicke ich mit einem guten Gefühl auf einen verstörenden Anti-Helden zurück. Auf eine Story voller Hass, Rache, Wut und Tod. Aber so geschickt erzählt, dass mich eine ungemeine Faszination erfasste, der ich nicht entkommen konnte. Der dunkle Prinz ist DIE Neuentdeckung am Bösewichte-Himmel!
Prinz der Dunkelheit - Mark Lawrence
Prinz der Dunkelheit
von Mark LawrenceTaschenbuch: 384 Seiten Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453528255 ISBN-13: 978-3453528253 Originaltitel: Prince of Thorns
Rezension vom 16.06.2011Ich bedanke mich herzlich beim Prinz der Dunkelheit - Mark Lawrence  Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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