Präeklampsie – die gefürchtete Schwangerschaftskomplikation

Eine Präeklampsie gehört zu den Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft. Sie zählt zu den schwerwiegendsten Schwangerschaftskomplikationen und muss unter allen Umständen behandelt werden. Was genau eine Präeklampsie ist, wie sie behandelt wird und was Du tun kannst, um ihr vorzubeugen, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist eine Präeklampsie?

Präeklampsie - Gestose - Schwangerschaftsvergiftung - SchwangerschaftshochdruckDie Präeklampsie war früher hauptsächlich unter dem Begriff Schwangerschaftsvergiftung bekannt. Andere Begriffe für diesen Zustand sind Gestose oder Schwangerschaftshochdruck. Eine Gestose kommt mit 5-8% aller Schwangerschaften nicht selten vor und kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten. Zumeist wird sie im Laufe der zweiten Schwangerschaftshälfte sichtbar.

Was ist die Ursache für eine Schwangerschaftsvergiftung?

Die genauen Ursachen für die Entstehung einer Schwangerschaftsvergiftung sind derzeit noch nicht umfänglich verstanden. Zwar existieren bekannte Risikofaktoren für deren Entstehung, der genaue Mechanismus liegt aktuell jedoch noch im Dunkeln. Eine mögliche Theorie liegt darin zugrunde, dass sich der Körper der werdenden Mama mit drastischen Symptomen gegen die Schwangerschaft wehrt.

Wie äußert sich eine Präeklampsie?

Das Gefährliche an einer Präeklampsie ist, dass sie zumeist schleichend verläuft. Über viele Monate hinweg bleibt sie womöglich unentdeckt.

Typische Anzeichen einer Präeklampsie sind:

  • Vorübergehender Bluthochdruck (> 140/90 mmHg)
  • Schwangerschafts-Proteinurie (Eiweißausscheidung über den Urin)
  • Ödeme (Wassereinlagerungen) in Beinen, Händen und Gesicht
  • Starke Kopfschmerzen
  • Plötzliche starke Übelkeit
  • Sehstörungen (unscharfes Sehen, Blitze)
  • Starke Schmerzen im Oberbauch
  • Starke Gewichtszunahme in kurzer Zeit
  • Generelles Unwohlsein

Bemerkst Du eines oder mehrere dieser Symptome bei Dir, dann informiere bitte umgehend Deine Hebamme oder Deine Frauenärztin.

Risikofaktoren für eine Gestose

Auch wenn die Entstehung der Gestose noch nicht abschließend erforscht ist, existieren Risikofaktoren, die die Gestose-Entwicklung begünstigen.

Risikofaktoren für eine Präeklampsie sind:

  • Bereits durchgemachte Präeklampsie in einer früheren Schwangerschaft
  • Gerinnungsstörungen wie das Antiphospholipid-Syndrom (APS)
  • Übergewicht
  • Erstgebärende
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Vorbestehender Bluthochdruck
  • Vorbestehender Diabetes mellitus
  • Vorbestehende Nierenerkrankung
  • Alter der Schwangeren > 40 Jahre

Wie gefährlich ist eine Präeklampsie?

Eine mögliche Präeklampsie muss immer von Deiner Frauenärztin oder in einer Klinik abgeklärt und gegebenenfalls therapiert werden. Bei einer ausgeprägten Gestose kann der Blutdruck der werdenden Mama in kurzer Zeit lebensbedrohlich ansteigen. Dieser Blutdruckanstieg schädigt zusätzlich die versorgenden Blutgefäße der Plazenta. Die optimale Versorgung Deines Babies mit Sauerstoff und Nährstoffen kann dadurch eingeschränkt sein. Da sich eine Gestose zumeist schleichend entwickelt, kann diese Unterversorgung Deines Babies bereits unbemerkt über mehrere Monate präsent gewesen sein. Hierdurch verlangsamt sich das kindliche Wachstum im Mutterleib und das Frühgeburtsrisiko steigt an.

Diagnostik und Überwachung einer Präeklampsie

Eine Präeklampsie kann während der routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Deiner Frauenärztin sehr sicher erkannt werden. Blutdruckmessung, Urinuntersuchung und Blutbild geben hierbei Aufschluss. Sind diese auffällig und kommen weitere oben genannte Symptome hinzu, werden die Blutgefäße der Plazenta über einen sogenannten Doppler-Ultraschall auf Auffälligkeiten hin untersucht.

Therapie der Gestose

Die Art der Therapie richtet sich nach der Schwere der Präeklampsie. Die ursächliche Therapie bei einer spät auftretenden Gestose ist die Entbindung. Jedoch führt diese in Abhängigkeit vom Schwangerschaftsalter unter Umständen zu einer Frühgeburt. Diese ist für Dein heranwachsendes Baby mit zusätzlichen Risiken verbunden und sollte daher gut abgewogen werden.

Bei leichteren Formen der Gestose werden hauptsächlich körperliche Ruhe und Schonung verordnet, manchmal auch Bettruhe. In engmaschigen Abständen werden regelmäßig Blutdruck, Eiweißausscheidung im Urin, das Wachstum des Kindes sowie der kindliche Herzschlag untersucht.

Schwere Formen der Gestose müssen stationär behandelt werden. Die Schwangere erhält Bettruhe sowie blutdrucksenkende Medikamente. Zusätzlich können Glucocorticoide wie Cortison verabreicht werden, um die Lungenreifung Deines Babies anzuregen. Dies ist wichtig, falls Dein Baby krankheitsbedingt früher als geplant entbunden werden muss.

Wie kann ich einer Präeklampsie vorbeugen?

Die Möglichkeiten, einer Präeklampsie vorzubeugen, sind leider recht begrenzt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die genauen Ursachen der Entstehung noch nicht abschließend verstanden sind.

Dennoch empfehlen Frauenärzte und Hebammen eine ausgewogene eiweiß- und kalorienreiche Ernährung, um das Risiko einer Präeklampsie zu verringern bzw. eine bestehende Gestose in Schach zu halten. Die Arbeitsgemeischaft Gestose-Betroffene e.V. hat einen Ernährungsplan erstellt, der auf einer eiweißreichen und nicht salzarmen Ernährung basiert.

Früheren Empfehlungen zu salzarmer Kost, Obst- und Reistagen solltest Du unter keinen Umständen folgen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass diese veralteten Therapiekonzepte das Risiko einer Verschlimmerung Deiner Gestose sogar noch erhöhen.

Hast Du Erfahrung mit der Präeklampsie?

Falls ja, teile Deine Erlebnisse gerne mit uns in den Kommentaren.


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