Perspektivenwechsel: Back to the roots

Perspektivenwechsel: Back to the rootsJetzt muss ich mir zwischendurch nochmal das Ziel klar machen, das ich mit meinem Blog verfolge. Hier zuhause überrollt mich grade das Leben ein bisschen, da fall ich schnell mal wieder in alte Muster zurück. Ein bisschen Überblick wär kein Fehler. Vielleicht ist das ja auch für euch hilfreich? Also, ich meine natürlich den Überblick, nicht das In-alte-Muster-zurückfallen.

Worum geht’s?

Es geht mir immer (!) um einen Perspektivenwechsel! Darum, Dinge, die in Stein gemeißelt scheinen, mal umzudrehen und von der anderen Seite zu betrachten. Oder, noch schwieriger – und noch wirkungsvoller: Den eigenen Blickwinkel zu wechseln.

Denn wir dürfen nie vergessen, dass alles in unserem Kopf entsteht. Fast alles. Gefühle und Bewertungen, Liebe und Hass, Zu- und  Abneigung, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Chaos und Ordnung, und so geht das immer weiter… Das alles sind Gedankenkonstrukte!

Und wenn mir ein Gedanke nicht gefällt, dann bin die einzige, die ihn ändern kann, ich.

Wie? Immer so einfach wie möglich.

  • Durch eine Änderung der Formulierung (ganz leicht und unglaublich effektiv!):
    • Statt „grau-ään-hafft“ kann ich etwas „unangenehm“ oder „schade“ finden.
    • Eine Sache kann „ganz nett“ sein, aber auch „hervorragend“ oder „ausgezeichnet“. Das liegt in erster Linie an meiner Sicht, nicht an der Sache selbst.
  • der Telekomberater kann ein „unfähiger Depp“ sein, oder nur „schlecht geschult“ oder „nicht gut drauf“. Funktioniert auch mit Chefs, Kollegen, Lehrern…
  • Wenn ich mich in einer schlimmen Situation wiederfinde, kann ich überlegen: „Was werde ich in fünf Jahren rückblickend darüber denken?“ Das relativiert manches.
  • Statt mich ständig zu fragen „Was hat mich in diese verdammte Situation gebracht?“ kann ich meine Gedanken ausrichten auf „Wie komm ich hier raus? Was kann ich ändern?“ Das aktiviert. Aktivität ist ein entscheidender Faktor!
  • Ich muss nicht darauf warten, dass sich mein Partner ändert, ich kann erst mal mich selbst ändern. Ich kann nie jemand anderen ändern!
  • Statt stur auf meinem Ziel zu beharren, kann ich in einer Verhandlung überlegen, was für mein Gegenüber eine akzeptable Lösung sein könnte. Das nennt man Win-Win. (Funktioniert auch bei Kindern: Du willst eine Stunde länger auf die Party? Ich will, dass dein Zimmer aufgeräumt ist.)
  • Abends kann ich „Deutschland sucht den Superstar“ schauen oder „Tatort“. Oder am besten keins von beiden. Ich kann nämlich stattdessen Stephen Covey lesen. Ich halte dazu am 24. Februar übrigens einen Vortrag! Ihr seid eingeladen!
  • Wenn mein Lieblingsehemann den Hochzeitstag vergessen hat, kann ich mich ärgern. Oder dankbar sein. Ich freu mich sehr, dass er sich beruflich so engagiert und ein toller Vater für die Kinder ist. Hab ich erwähnt, dass er immer wieder mal Blumen mit- und außerdem immer das Auto in die Werkstatt bringt? Und ich habe eine Gelegenheit, ihn zu überraschen. Es gibt viele Gründe, dankbar zu sein!

Und immer so weiter. Die Frage ist immer: „Wie kann ich das noch sehen?“ Das ist eigentlich alles.

Mach’s einfach!

Das Foto ist von Annette Schellenberg.
Tolle Perspektive! Von unten sieht man sicher nichts davon!
Vielen Dank dafür!