Personal: Baustelle Leben. Eins nach dem anderen und nichts überstürzen.

Manchmal hat man Tage oder Wochen oder auch mal Monate, da wird einem alles zu viel. Nichts läuft wie es laufen soll. Und man fühlt sich irgendwie so hilflos. Als wenn man nichts machen könnte außer zuzusehen, wie alles anders läuft, als man es gerne hätte. Das Leben ist eine riesige Baustelle. Und was es noch schlimmer macht: Bei allen anderen scheint es viel besser zu laufen. Sie packen etwas an und irgendwie funktioniert es.
Wenn man dann mal richtig hinhört und ein bisschen zwischen den Zeilen liest, merkt man schnell, dass auch bei den anderen nicht alles so rund läuft, wie man zuerst wahrgenommen hat. Das hilft einem schon mal, sich nicht mehr ganz so unfähig zu fühlen. Oder man ist immerhin zusammen unfähig. Aber so richtig hilft natürlich auch das nicht. Die Probleme und Baustellen im Leben verschwinden davon zumindest nicht. Oder wenn, dann nur kurz, über ein Glas Weiswein beim Grillen mit den besten Freundinnen. Am Montag Morgen sieht man dann aber schon wieder das imaginäre Flatterband im Wind wehen, dass die Baustellen umgibt.
California Kalifornien San Francisco
Meine persönlichen drei Baustellen sind im Moment das Berufsleben, die eigene (nicht-vorhandene) Wohnung und dann ist da ja auch noch das Single-Dasein, mit dem ich mich zwar gut abfinde, aber ideal ist es ja auch nicht.
Das leidige Thema der Jobsuche verfolgt mich mittlerweile schon seit fast zehn Monaten. Natürlich sitze ich nicht seit Oktober zu Hause und drehe Däumchen. Die meiste Zeit habe ich ein Praktikum gemacht. Dieses ist aber bald zu Ende. Schon seit Wochen höre ich die Frage "Und, was kommt nach dem Praktikum?" Ich kann die Frage nicht mehr hören. Ich will die Frage auch nicht mehr hören. Ich habe nämlich keine Antwort. Zumindest keine zufriedenstellende. "Im August bin ich erstmal im Urlaub und dann...." Tja, und dann?! "...und dann weiß ich noch nicht. Ich hoffe, dass sich bis dahin noch was ergibt. Ansonsten weiter bewerben." Darauf folgen dann immer Sätze, die die Wörter "sollte man nicht meinen" "das ist wirklich schwer heutzutage" und "trotz Masterabschluss!?" enthalten. Immer. Jedes Mal.
Aus Baustelle 1 ergibt sich Baustelle 2. Die Wohnsituation. Meine Freundinnen heiraten, bauen Häuser, kriegen Kinder (Ah crazy! Das hab ich immer noch nicht ganz realisiert.) und ich? "Hallo, ich bin die MissK und ich wohne bei meinen Eltern. In meinem Kinderzimmer." Ideal ist anders. Natürlich ist es nicht der Weltuntergang. Aber eine chice eigene Wohnung? Wo ich machen kann was ich will? Das wäre so langsam schon ganz schön.
Baustelle 3, das Single-Dasein ergibt sich vielleicht unterbwusst aus den anderen beiden Problemzonen. Ich glaube, dass ich erstmal die anderen Teile meines Lebens auf die Reihe kriegen muss, bevor sich hier etwas tut. Und das ist auch gut so.
Ich glaube es ist wichtig, dass man sich nicht vornimmt, sein ganzes Leben aufeinmal umzukempeln. Ich glaube, dass jeder einzelne Bereich viel Aufmerksamkeit braucht. Zumindest so lange bis 'es läuft'. Und diese Aufmerksamkeit sollte man seinem Leben auch schenken. Bis man zufrieden ist. Eins nach dem anderen. So, wie wir auch immer die Matheaufgaben lösen sollten. Damals, in der Schule. Die Textaufgaben. Erstmal lesen und überlegen, was gefragt wird. Dann die Informationen herausschreiben. Und dann anfangen zu rechnen.
Deswegen kümmere ich mich erstmal um mein Berufsleben. Sage mir immer wieder, dass ich bloß nicht aufgeben darf. Dran bleiben muss. Denn alles hinschmeißen bringt auch nichts. Ich glaube fest daran, dass sich in naher Zukunft alles regelt.
“Everything will be ok in the end. If it's not ok, it's not the end.”- John Lennon

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