Panik: Morgen kein Wetter!

Um Sie zu beruhigen: Mit dieser Überschrift sind nicht die Abspänne von SF2000 gemeint. Nein nämlich so in der Art lassen sich die Gesamtargumente der Atomlobby, aber auch der Kohle- und Öllobby runterbrechen. Immer dann, wenn sie uns vor den nicht zu unterschätzenden Risiken der erneuerbaren Energien warnen. Wooohooo! Weil die funktionieren ohne Wetter nicht! Ohne Regen gibt es keine Wasserkraftwerke, ohne Wind keine Windräder und selbst Solaranlagen sind ohne Sonne nichts mehr als teure Dachverkleidung.

Flügelschläge macht also gratis für Sie einmal eine unzuverlässige Gesamtrechnung zur Verlässlichkeit der Energieversorgung auf:

Kohle, Kohle und Öl!

Panik: Morgen kein Wetter!- Sieger im Wettstreit waren bisher immer Kohle und Öl. Sie waren uns 200 Jahre lang ein treuer Begleiter, sind auch noch ein Jahrhundert lang da und haben jetzt wissenschaftlich feststellbar in den nächsten 50 Jahren unseren Planeten und unsere gesmte Spezies auf dem Gewissen.
Noch keine Ahnung was in 50 Jahren los sein wird? Klopfen Sie mal bei den 14 Millionen Flutopfern in Pakistan an. Erinnern Sie sich? Das war im Sommer 2010. Die sind im Umweltkatastrophen-Ranking der letzten zehn Jahre auf Platz 1 gelandet!


Die Zukunft strahlt dich nur noch an!

- Atom dagegen hat in punkto Verlässlichkeit in den letzten 60 Jahren sehr viel Land gewonnen. Nach Tschernobyl und Harrisburg sah das zwischzeitlich ziemlich schlecht aus und mit Fukushima droht ihr nun das weltweite Gesamtaus, aber die CO2-Bilanz von Atomkraftwerken ist doch genauso hoch wie der von Windrädern! Da müssen wir doch weitermach...

Ach, Entschuldigung! Ich habe leider die jährlichen 3,4 Milliarden Euro Subventionen für die Kernergie außer acht gelassen. Das sind natürlich Peanuts angesichts der offiziell dutzend Milliarden, die die Sowjetunion sowie die Ukraine für Tschernobyl nachwievor ausgeben. Und den 400 Milliarden die Japan nach dem Tsunami, der Atomkatastrophe und der fortdauernden Energieknappheit aufbringen wird.
Bei einem eigentlichen Risiko von 1 zu einer Million gegenüber der Tatsache von drei GAUs in dreißig Jahren sind das doch ziemlich schwer vermittelbare volkswirtschaftliche Gesamtkosten für diese Energiequelle. Finden sie nicht?

Panik: Morgen kein Wetter!Übrigens! Die Milliardenkosten für das Rausholen von Atommüll aus dem nicht geeigneten Zwischenlager ASSE und das Einrichten eines Endlagers für die nächsten Jahrtausenden - dreimal dürfen Sie raten wer's bezahlen darf! Ich schlage vor sie gehen jetzt ins Badezimmer, stellen sich vors Waschbecken und dann strecken Sie mal den Finger aus! Danach gehen sie zum Telefon und rufen mal bei der Pressestelle von Eon, EnBW, RWE und Vattenfall an. Und die erklären ihnen mal das Wieso.

Aber jetzt! Vermaledeite Jungfrau nocheindermal! Jetzt doch plötzlich macht die Atom-Koalition einen übereilten Atomausstieg! Wenn wir jetzt die funktionstüchtigen Kraftwerke schnellstmöglichst abschalten kostet uns das 3 Milliarden Euro extra pro Jahr! Wahnsinn! Das sind, wie Volker Pispers das ausrechnet, "pro Bundesbürger 3,30 Euro im Monat! Wer möchte auf soviele Tassen Kaffee verzichten!"

Und nun zum Wetter! Oder... Nicht-Wetter

Stellen Sie sich mal vor! Morgen gebe es kein Wetter!

Panik: Morgen kein Wetter!Wer macht das Wetter? Der liebe Gott natürlich. Insofern Sie fünf Jahre alt sind und in einen christlichen Kindergarten gehen. Grundschulkinder wissen allerdings, dass diplomierte Meteorologen im Fernsehen wissen, dass die Sonne das Wetter macht. Die macht für uns die wärmenden Sonnenstrahlen der Wasser verdunsten lässt und der dann zu Wolken wird. Manchmal machen die auch Regen. Durch eine Tag-und eine Nachtseite (das hat sich die Natur schlau ausgedacht!) gibt es Temperaturschwankungen auf unserer Erde und dadurch entsteht Wind.

Und jetzt fragen Sie mal angesichts der großartigen Karriere und Pensionsansprüchen von Kohle, Öl und Atom wie oft uns die Sonne als Energielieferant in den letzten zweihundert Jahren im Stich gelassen hat? Oder in der letzten eine Million Jahren? Oder in den letzten Milliarden Jahren?
Gut. Ich denke, Sie haben die Antwort. Jetzt machen Sie bitte auch dem Aufsichtsratschef des Essener Aluminiumkonzerns Trimet, Heinz-Peter Schlüter das klar. Denn der sagte tatsächlich heute in der Anhörung zur Energieumstellung, dass Atomkraftwerke Garanten für eine sichere Stromversorgung der Wirtschaft sind, weil sie die schwankende Erzeugung der Erneuerbaren ausglichen.

"Bei vier Stunden Stromausfall wären alle unsere Produktionsanlagen zerstört."

SF2000 müsste diese Aussage schon glatt unter bösartigen Gehirnmissbrauch einordnen. Ich zähle Ihnen nervenendengerecht die Gründe nochmals auf:

  1. Sunset over New York CityWetter (Regen, Wind, Sonnenschein) gibt es immer. Ich wiederhole: IMMER! Sollte es einmal kein Wetter mehr geben dann verspreche ich Ihnen, haben Sie auch sonst keine Probleme mehr.
  2. Die realen, möglichen sowie zukünftigen Atomkosten liegen weitaus über dem was erneuerbare Energien kosten könnten. Fragen Sie mal in Japan oder bei Toyota nach. Zerstörte Produktionsanlagen in einem Aluminiumbetrieb sind im Moment und langfristig deren geringste Sorgen.
  3. Gegen die Schwankungen der Energieversorgung bei erneuerbaren Energien gibt es dutzende, wenn nicht sogar unzählige Rezepte. Und die wurden in den letzten zweihundert Jahren kaum gefördert. Man konnte ja so tolle Gewinne mit Atom und Kohle machen.

    Erst die Laptops haben in den letzten fünfzehn Jahren den Bedarf für Batterien mit enormer Speicherkapazität hervorgebracht. Die Elektroautos werden das auch noch beschleunigen. Ein schönes Beispiel noch dazu: Bergbaustollen zu Druckluftspeicherwerken! Ja, das gefällt mir! Man nehme einen alten Stollen und anstatt da Atommüll oder CO2 einzulagern presst man simple Luft rein. Wie in einen Gummiballon. Und wenn man bei hohen Nachfragen die angestaute Energie daraus brauch lässt man einfach die wieder Luft raus. Fshfhsshfhsfhtttttt! Ansonsten gibt es im Zweifelsfall immernoch dezentralisierte kleine Mini-Blockheizkraftwerke, die man binnen Minuten anschalten kann.

So einfach kann das also gehen. Ja... denn mal los, würd ich sagen. Lassen Sie uns den Planeten retten!

Damit es auch morgen noch für uns ein Wetter gibt!

PS: Für Deutschland hat man mal ausgerechnet, dass ein Super-GAU uns 5 bis 12 BILLIONEN Euro kosten kann. So kann sich Deutschland natürlich auch abschaffen.

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