PAAR: Ohne Verluste

PAAR: Ohne VerlustePAAR
"Die Notwendigkeit der Notwendigkeit"

(Grzegorzki Records)
Fast hätten wir vergessen, wie gut sie wirklich sind: Das Münchner Post-Punk-Trio PAAR, zuletzt mit dem Video zum Song "CRACK" von ihrer EP "HONE" in Erscheinung getreten, gehört zu jener Sorte Bands, die die Geduld ihrer Fans stets auf eine harte Probe stellen. Weil sie sich sehr viel Zeit nehmen für die Dinge, mit denen sie in die Öffentlichkeit gehen (auch der Clip zu "SYN" brauchte gefühlt Monate, ehe er sich aus dem Dunkel der Postproduktion wagte), wogegen nichts zu sagen ist, weil diese Dinge dann eben auch bemerkenswert gut gelingen. Ein Teufelskreis. Keine wirkliche Überraschung also, dass auch das Debütalbum lange auf sich warten ließ - und durchweg überzeugt. Die musikalischen Vorlieben von Sängerin Ly Nguyen, Rico Sperl (Bass, Electronics) und Matthias Zimmermann an der Gitarre liegen bekanntlich eher im Halbschatten - der Sound von PAAR kommt als Mischung aus Cold Wave, Gothrock, Shoegazing und Post-Punk daher und klingt dabei weiterhin dicht, hochmelodisch und sehr intensiv.
Wie der dunkel rollende Bass bei "Beauty Needs Witness" den Bau der wuchtigen Wall of Sound vorantreibt, sich aus den zerklüfteten Synth-Texturen in "Rework" wunderbare Gitarrenakkorde schälen, kurz darauf bei "Modern" verzerrte Riffs gemeinsam mit dem Gastgesang von Thomas Schamann alias Grotto Terrazza marschieren, das ist schon beeindruckend. PAAR gelten ja als leidenschaftliche Live-Band (was sie in Zeiten wie den jetzigen leider besonders hart trifft), dass sie die Energie ihrer Stücke ohne nennenswerten Verlust in die Aufnahmen gepackt bekommen, ist gewiss nicht alltäglich und sollte auch dem Produzenten Andor Bencze einigen Lorbeer einbringen. Denn obwohl auch für die restlichen Tracks des Albums die Pegel am Anschlag bleiben, geht hier nichts von Stimmung und Charakteristik der Stilmittel verloren - besonders "Metal" mit seinen frostigen Industrialklängen, die sich recht bald zur wilden Gitarrenjagd wandeln, sticht da hervor. Nach gut einer halben Stunde ist alles vorbei - und wir werden wieder warten müssen. Gelohnt hat sich's (auch hier) allemal. www.paarmusic.com
22.03.  München, Milla (Termin verschoben)
18.09.  Regensburg, Kulturzentrum Alte Mälzerei
07.12.  München, Rote Sonne

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