OSB Verlegeplatten – für den Ausbau im eigenen Heim

Schuppen mit OSB-Platten verkleidetOSB Verlegeplatten sind hauptsächlich aus Kiefernholz hergestellte Spanplatten. Da die Holzspäne vorzugsweise in Längsrichtung laufen, ist die Biegefestigkeit der Platten in der Längsrichtung wesentlich höher als quer.

OSB Verlegeplatten, auch Grobspanplatten genannt, sind aus großflächigen, meist parallel zur Plattenoberfläche liegenden Langspänen aufgebaut. Zum Einsatz kommt vorwiegend entrindetes Nadelholz, meist Kiefer, aus nachhaltig bewirtschafteten Forsten. Zum Verleimen werden Phenolharze und PMDI-Leime verwendet. Die Längsspäne verlaufen in den Deckschichten parallel sowie in der Mittelschicht quer zu der Fertigungsrichtung. Somit weisen die OSB Verlegeplatten in Längs- als auch in Querrichtung verschiedene Eigenschaften auf.

Die zur Fertigung der OSB-Platten verwendeten Rohholz-Späne müssen zunächst getrocknet werden, damit der Klebstoff gut an den Spänen haftet und die Platte nicht beim Pressen durch entstehenden Wasserdampf platzt. Die Späne sind in der Regel bis 200 Millimeter lang, bis 50 Millimeter breit und 0,6 bis 1,5 Millimeter dick. Sie werden im Wurfverfahren so gestreut, dass die erste Schicht längs, die Mittelschicht quer und die Deckschicht wieder längs angeordnet ist. Dadurch weist sie eine näher am Holz liegende Struktur auf als übliche Spanplatten, und auch eine höhere Biegefestigkeit als diese. Sie kann aufgrund der Spänestruktur auch für dekorative Anwendungen eingesetzt werden. Wie bei vielen anderen Spanplatten auch kann es zu Formaldehyd-Ausdünstungen kommen.

OSB Verlegeplatten werden im Rohbau, im Innenausbau, für Verpackungen und auch als Schalung für Beton verwendet. Auch im Möbelbau sind sie einsetzbar. Sie sollten nicht über Fußbodenheizungen verlegt werden, es sei denn, dass ihre Eignung dafür besonders angegeben ist.

Die OSB Verlegeplatten sind ein amerikanisches Produkt. 95 Prozent der Platten werden in den USA hergestellt und dort meist im Hausbau verwendet. Die in Deutschland üblicheren Spanplatten enthalten neben feineren Rohholzspänen auch Holzabfälle in Form von Spänen und Sägemehl. Für die Rohspäne wird nicht nur Rundholz, sondern auch Astholz verwendet. Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass inzwischen rund 80 Prozent des Baumholzes verwendet werden kann. Ihre Oberfläche ist gegenüber der OSB-Platte feiner strukturiert. Es gibt aber auch beschichtete Platten, die ohne weitere Behandlung als Fußboden dienen können.


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