Orte der Demokratie: Die Villa Stuck als Begegnungsstätte

Orte der Demokratie: Die Villa Stuck als Begegnungsstätte

#wirgewinnt das Blog der Münchner Volkshochschule hat uns gebeten, an ihrer Blogparade „Orte der Demokratie“ mitzuwirken. Diesem Aufruf folgen wir sehr gerne. 

Franz von Stuck, der Erbauer der Villa Stuck in dem sich das Museum befindet, wurde bereits mit 32 Jahren zum Professor für Komposition an der Münchner Akademie ernannt. Der Mitbegründer der Münchner Secession bestritt zu Lebzeiten bereits neue Wege in die Moderne.

Die Villa Stuck ein Ort der Demokratie? Wir denken schon. Im Folgenden werden wir zwei Beispiele demoktarischen Handelns in der Villa vorstellen.

Die VIELEN

die vielen

Das Museum Villa Stuck unterstützt als Erstunterzeichnende das Bündnis DER VIELEN. Unser Programm spiegelt die Vielfalt unserer Gesellschaft wieder und setzt dabei auf Dialog, Freiheit, Vielfalt und Gleichberechtigung. Unser Ziel ist es, offen für alle Menschen zu sein, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung.

Die Wirkmächtigkeit von Kunst ist in Zeiten nationalistischer Politik stark eingeschränkt. Die Freiheit der Kunst steht auch in öffentlich finanzierten und geförderten Einrichtungen auf dem Spiel. Beispiele für den Eingriff in die künstlerische Freiheit von Kurator*innen und Künstler*innen häufen sich. Mehr denn je müssen wir aus den Institutionen heraus den gesellschaftlichen Zusammenhalt für ALLE fördern, hierarchiefreie Räume für ALLE schaffen, uns allen Formen von Rassismus, Faschismus, Homophobie, Islamophobie oder Privatisierung entgegenstellen. Kunst schließt jede Form von Ausgrenzung aus.

Das Museum Villa Stuck steht als Institution und durch die breit gefächerten Ausstellungen und Veranstaltungen als Ort der Demokratie, der Alle mit einbezieht.

Das Philosophische Foyer

Ort der Demokratie

Ein Beispiel für angewandte Demokratie, in Form von Veranstaltungen, ist das Philosophische Foyer in der Villa Stuck. Im Rahmen von Friday Late findet ca. jeden dritten Monat eine von dem Philosophen Paulus Kaufmann moderierte Diskussion über philosophische Themen statt. 

Das PHILOSOPHISCHE FOYER versteht sich als Durchgangsort, der von vielen Seiten offen ist, sowie als Begegnungsstätte, an dem das kultivierte Gespräch immer auch Selbstzweck ist. Unser Vorbild ist der Athener Marktplatz, auf dem Sokrates die Bürger zum Gespräch anregt, sich aber nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden gibt, sondern weiterfragt, warum wir eigentlich denken, was wir denken. Am Ende mag dann eine neue Antwort oder eine offene Frage stehen. Immer jedoch ist unser Denken am Ende klarer und reflektierter.

Moderiert von Paulus Kaufmann tauschen sich Menschen offen miteinander aus und verhandeln Konventionen, Denkmuster sowie Standpunkte. Die Villa Stuck wird somit zum gelebten Ort der Demokratie wie es der Athener Marktplatz zu seiner Zeit war.   #PhilosophischesFoyerMVS

Die Demokratische Schnecke

Eine Ausstellung vom 26. März bis 22. April 2020

In einem speziell für das Alte Atelier Franz von Stucks konzipierten Szenario zeigen Heike Geißler und Anna Lena von Helldorff eine Landschaft, die zugleich Modell und Abbild kompilierter Wirklichkeiten wie auch eine große Fiktion ist. Die zum Teil begehbare Landschaft wird als Parcours der Möglichkeiten, Ängste und Hoffnungen inszeniert und eröffnet verschiedene Perspektiven auf ihre Textur und Konstellationen.

Die Schnecke tritt hier auf als »Zoon politikon«, sie ist die Erkunderin unseres Status quo und als Repräsentantin eines souveränen (Schnecken-)Staates im Staat zugleich Figur und Berichterstatterin der Geschehnisse.

Die demokratische Schnecke ist eine ausführliche, formenreiche Erzählung über Redeweisen der Gegenwart und verweist auf die Veränderbarkeit unserer ruinösen Lebens- und Redeweisen in Lücken und Utopien und Alternativen hinein. Die Installation bietet Tutorials zur Gegenwart in verschiedenen Formaten. Die Bewegbarkeit der wirklichen Welt wird durch die modulierbare Landschaft und variantenreiche Audioguides veranschaulicht. Das ist ein großes Märchen über die Gegenwart, und wie bei allen Märchen gilt: »Wenn man das so erzählt, ich weiß schon, will das einem keiner glauben, aber es war so, genau so.« (Michael Köhlmeier)

#DemokratischeSchneckeMVS

#Demokratieverortet

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Titelbild: ©Karolina Jakovljevic

Foto die Vielen: ©DieVielen e.V.


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