Operation: Overlord

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Operation: Overlord

8Action-Horror

1944 wird über Nordfrankreich das Flugzeug des jungen amerikanischen Soldaten Boyce (Jovan Adepo) am D-Day abgeschossen. Zusammen mit einer Handvoll Kollegen gelingt es ihm jedoch halbwegs heil zu landen.

Zusammen kommen die Kameraden in einen kleinen Ort, der von Nazis besetzt ist. In einem unheimlichen schloss-ähnlichem Anwesen treibt ein verrückter Wissenschaftler grausame Experimente an der Zivilbevölkerung, zur Schaffung und Züchtung von Supersoldaten. Boyce und Konsorten beschließen dem üblen Treiben im Alleingang ein Ende zu setzen.

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Mit Operation: Overlord kommt ganz nebenbei und ohne großen Medienrummel der beste Action- und Horrorfilm des Jahres ins Kino. Der Film ist ein unheimlich effektiver und sehr unterhaltsamer Trash-Streifen zwischen Inglourious Basterds und Resident Evil – mit den Stärken von ersterem und ohne die Schwächen des letzteren. Der Film aus der Produktionsschmiede „Bad Robot“ von J.J. Abrams wurde ursprünglich sogar mal als vierter Eintrag der Cloverfield-Reihe angekündigt, wovon man sich zuletzt aber wieder distanzierte. Allein die erste Szene im Flugzeug, samt Abschuss und Absprung der Soldaten ist ein Highlight an Spannung und Dramatik  – und obendrein von höchster inszenatorischer Finesse.

Benannt ist der im Original schlicht Overlord titulierte Streifen, nach der tatsächlich stattgefundenen „Operation Overlord“, die die Landung der Westalliierten an der französischen Küste beschreibt. Damit hat sich’s dann aber auch schon mit den historischen Fakten. Denn was dann folgt ist ein astreines WK II-Pulp-Actionspektakel mit schrägem Horroreinschlag im letzten Drittel. Dort steigert sich der Gewaltlevel plötzlich ziemlich drastisch. Dass die sonst so strenge deutsche FSK mit einem gnädigen „Ab 16“ winkte, darf als durchaus erstaunlich angesehen werden.

Die Tonalität des Films ist dreckig und düster und dennoch nicht frei von Humor. Beeindruckend ist auch die visuelle Komponente des Pulp-Märchens. Abzüge gibt es ein wenig bei der Story (Lücken in der Logik und im Nichts verlaufende Handlungsstränge, wie die kranke Tante), aber die tun wir mal als genreimmanente Probleme ab. Dafür kann die Besetzung mit lauter unverbrauchten Gesichtern wieder voll Punkten. Allen voran Jovan Adepo als naiver und gutherziger Soldat, sowie Mathilde Ollivier als wehrhafte Französin und Pilou Asbæk als Nazi-Oberbösewicht wissen zu überzeugen. Der Film ist laut, grell-bunt, reichlich übertrieben – und ein ziemlicher Spaß für alle, die sich darauf einlassen können.

Regie: Julius Avery, Drehbuch: Billy Ray, Mark L. Smith, Darsteller: Wyatt Russell, Pilou Asbæk, Mathilde Ollivier, Jovan Adepo, Filmlänge: 109 Minuten, Kinostart: 08.11.2018

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Autor

Benedict Thill

Schon als Kind sah er sich am liebsten heimlich Horrorfilme an und hat seitdem einen Schaden weg. Wenn er nicht gerade Schundfilme schaut, schreibt er Theaterstücke für Kinder und Jugendliche, die dann auch regelmäßig aufgeführt werden. Kein Scherz.


 

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