Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!


Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Axel Kühner erzählen:

„Gemeinsam das Ziel erreichen“

„Bei der Olympiade der Behinderten in den USA vor einigen Jahren bewegte die wenigen Zuschauer vor allem der 400-m-Endlauf der Männer.
Acht Behinderte laufen los.

Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!

www.oelv.at

Sie laufen nicht elegant, aber sie laufen, jeder mit einem anderen Handicap.
Das sieht nicht so schön aus und mancher Zuschauer wendet sich erschrocken ab.

Doch dann schauen wieder alle hin, als kurz vor dem Ziel der führende Läufer stürzt.
Der Zweite rennt nicht vorbei, um sich den Sieg zu sichern.
Er läuft zu dem Gestürzten, richtet ihn mühsam auf, greift unter seine Arme,
schleppt ihn mit sich und zu zweit humpeln sie weiter.

Da kommen schon die Anderen auch heran,
aber sie laufen nun nicht an den beiden vorbei, sondern auf sie zu.
Alle greifen sich unter die Arme, den Gestürzten haben sie in der Mitte und so laufen und schleppen sie sich gemeinsam ins Ziel.“


Ihr Lieben,

nur noch wenige Monate, dann werden die Fernsehprogramme wieder vor allem durch zwei Ereignisse dominiert:
Die Olympischen Spiele in England 
Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!und die Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine.
Ich gebe zu, ich werde nicht zu den Zuschauern gehören.
Ich werde meine freie Zeit nutzen, um in der schönen Natur Radtouren zu machen.
Besonders dann, wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft spielt – so habe ich bei den letzten Europa- und Weltmeisterschaften festgestellt – habe ich beim Radfahren die Stadt Bremen und vor allem das Umland fast für mich allein und ich kann dann die herrliche Stille genießen.
Ich habe mich in einer stillen Stunde gefragt, warum ich mir eigentlich heute Olympische Spiele und Fußball- Europa- und –Weltmeisterschaften so ungern ansehe, während ich sie früher gerne angeschaut habe.
Ich denke, es liegt vor allem an der Art der Berichterstattung und der Art der Bewertung des sportlichen Erfolgs.
Der Sieger kassiert den ganzen Ruhm,

Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!

www.wikipedia.org

 der Zweite ist bereits enttäuscht und wer Vierter oder Fünfter wird, hat bereits „versagt“. Was für ein Wahnsinn!“
Wenn jemand Viert- oder Fünftbester in der Welt wird, ist das doch eine grandiose Leistung, die aller Ehren wert ist!
Und wenn  jemand verloren hat, waren nicht die Anderen besser, sondern er hat nicht sein ganzes Potential abrufen können.
Ich kann damit nicht mehr viel anfangen.

Sportliche Erfolge haben immer einen großen Makel:
Der sportliche Erfolg von HEUTE ist MORGEN bereits wieder Schnee von GESTERN.

Wenn ich aber mithelfe, dass ein Kind, ein Jugendlicher ohne Angst anderen Menschen ins Gesicht blicken und deutlich und laut „NEIN“ sagen kann, wenn jemand mit ihm etwas machen möchte, was es/er nicht möchte, dann ist das, was das Kind, der Jugendliche kann, mehr wert als jeder Olympiasieg.
Vor allem ist das, was das Kind, der Jugendliche gelernt haben, zukunftsgerichtet, denn das Gelernte kann es/er sein ganzes Leben gebrauchen.

Wenn, wie ich das in der Nachbarschaft erlebt habe, ein kleiner behinderter Junge, der sich nie etwas zugetraut hat, gelernt hat, Rad zu fahren und nun fröhlich durch die Gegend kurvt, dann ist mir das tausendmal mehr wert als jeder Olympiasieg.
Beim Sport sollte es nicht darum gehen, zu gewinnen, im Vordergrund sollte das gemeinsame Erleben stehen, das gemeinsame Handeln.
Wenn ich solche Berichte wie den obigen über sogenannte Behinderte lese, frage ich mich immer wieder ernsthaft, wer da eigentlich behindert ist:

Der Nichtbehinderte, der in einem 400-m-Endlauf den Sturz eines Mitkonkurrenten dazu genutzt hätte, an diesem vorbeizurennen, ohne sich um ihn zu kümmern.
oder Der Behinderte, dem der eigene Sieg nicht so wichtig ist, sondern der sich seine Menschlichkeit erhalten hat und dem es wichtiger ist, wie es seinem Konkurrenten geht.
Wir sollten gemeinsam mit unseren Kindern und Enkelkindern viel Sport treiben, das tut uns gut und unseren Kindern und Enkelkindern, aber wir sollen nicht den Sieg über Andere in den Mittelpunkt stellen, sondern das gemeinschaftliche Erleben.

Ich wünsche Euch einen zufriedenen Nachmittag mit Zeit für Euch selbst und Eure Kinder und Enkelkinder

Euer fröhlicher Werner 

Olympiasieger? Ich finde das nicht erstrebenswert!

Quelle: Karin Heringshausen



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