Olmekisches Babyface

Der Aargauer Marcel Ebnöther, 1920 bis 2008, war Chemiker. Und Unternehmer, Firmengründer. Ab 1970 reiste er aus beruflichen Gründen viel und begeisterte sich zusehends für die Kunst Südamerikas: ein Antikefan war er schon als Gymnasiast gewesen. Im Lauf der Jahrzehnte legte Ebnöther eine gewaltige Kollektion von 6000 Gegenständen - Skulpturen, Waffen, Gefässe und so weiter - an; die Sammlung ist im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen zu sehen. Natürlich nicht die ganze, aber ein Teil, wobei die Sachen schlau arrangiert sind in immer neuen Gegenüberstellungen von Alter und Neuer Welt. Man muss da hin und wird das olmekische Babyface, den Indianerkobold, die bizarre Totenurne, die üppigbrüstige Frauenstatuette und all die tierförmigen Vasen nicht so schnell wieder vergessen - Mesopotamien und Mittelamerika, Homer und die Inkas treffen aufeinander.
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