Olinda – Ô que linda – Oh wie schön!

Die bunten Häuser Olindas stehen im Kontrast zu den Hochhäusern der Metropole Recife im Hintergrund

Die bunten Häuser Olindas stehen im Kontrast zu den Hochhäusern der Metropole Recife im Hintergrund

Olinda kommt aus dem Portugiesischen “Ô que linda”, was zu Deutsch so viel wie “Oh wie schön!” bedeutet. Das fanden wir auch – und so wurde die Kolonialstadt auf meiner Rucksackreise mit zwei Freunden durch den Nordosten Brasiliens zu einem meiner persönlichen Favoriten. Am Morgen kamen wir in Recife am Busbahnhof an. Doch wir passierten die Hauptstadt Pernambucos nur, um die kleine sympathische Nachbarsstadt Olinda kennenzulernen. Sie liegt an der Atlantikküste, circa 6 Kilometer nördlich von Recife entfernt. Als wir an der Strandpromenade aus dem Linienbus ausstiegen, fiel uns zuerst das Warnschild “Ataque de Tubarão” auf. Die Strände bei Recife gehören zu den gefährlichsten der Welt aufgrund von häufigen Haiattacken. Also entschieden wir uns lieber gegen ein Strandbad. Olinda sollte auch genug anderes zu bieten haben.

Wir fanden ein schönes Hostel mitten in der historischen Altstadt. Den ganzen Schlafsaal und das Schwimmbecken hatten wir sogar für uns allein, da wir noch außerhalb der Saison reisten. Gut gelaunt gingen wir, nachdem wir uns eingerichtet hatten, gleich los auf Erkundungstour. Durch schmale Gässchen – die Straßen waren aus Pflastersteinen – ging es vorbei an bunten Häusern. Beinahe an jeder Ecke stießen wir auf Kolonialkirchen. Die eine etwas größer als die andere, mal mit nur einem Kirchturm und mal mit zwei. Olinda liegt auf sieben Hügeln, und so liefen wir hinauf bis zum sogenannten “Praça da Sé”. Wir hatten einen sagenhaften Ausblick! Man konnte auf die gesamten Dächer der historischen Altstadt, durchzogen von Grün, blicken. Im Hintergrund erstreckte sich der türkisblaue Atlantische Ozean. Drehte man sich um circa 90 Grad und lief eine Gasse entlang zum nächsten Aussichtspunkt, erblickte man Olinda mit Recife im Hintergrund. Kontrastreicher konnte der Eindruck nicht sein: Im Vordergrund zierten die niedrigen Dächern und bunten Kolonialbauten das Bild, während dahinter die Hochhäuser und modernen Baukomplexe das kleine Olinda mächtig überragten. Ein beeindruckender Anblick!

Auf der “Praça da Sé” gab es zahlreiche Essensstände und Kunsthandwerk. Gesättigt nach einem Tapioka – das ist eine Art gefüllte Pfannkuchen aus Maniokmasse – schlenderten wir wieder hinunter. Mich faszinierten immer wieder die Graffiti Bilder und andere bunten Malereien an den Häuserwänden. Ich fühlte mich teilweise in meine Kindheit zurückversetzt, mitten im Geschehen eines Zeichentrickfilms. Wir passierten private Ateliers in den Häusern der Bewohner, die dort arbeiteten und ihre Kunstwerke zur Schau stellten. Eine Kleidungsboutique, in welcher handgemachte Unikate verkauft wurden, zog unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir gingen hinein um die tollen Sachen durchzustöbern. Durch eine Hintertür ging es in die Nähstube, in der fleißige Hände bei der Arbeit waren. Dass es so etwas noch gibt, neben einer Metropole, in der vermutlich massenhaft Fabrikbetriebe existieren! Unser erstes Bier zum Sonnenuntergang nahmen wir in einer Art Café zu uns. Gleichzeitig diente das Café als Fahrradwerkstatt. Olinda ist unserer Meinung nach vollgestopft von kreativen Köpfen.

Nach dem Abendessen machten wir uns wieder auf, um das Nachtleben der Kolonialstadt zu erforschen. An den Kirchen waren lustige Gesellschaften aufzufinden, die sich auf den Stufen sitzend unterhielten. In den Gässchen öffneten die Strassenkneipen ihre Türen und stellten Stühle und Tische auf die Pflastersteine. Viele Bewohner und auch Touristen tummelten sich um die Kneipen herum. Es wurde getrunken, gelacht und Musik gespielt. Keiner verbarrikadierte sich im Haus. Das Nachtleben spielte sich auf der Straße ab.

Wir haben uns erschlossen: Das bunte, fröhliche und auch romantische Olinda macht seinem Namen alle Ehre!

Auf unsere Reise Brasilien Real haben Sie die Möglichkeit Olinda selbst kennenzulernen.

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