„Öko-Werbung“ – Zweiter Teil

„Öko-Werbung“ – Zweiter Teil

Posted by Marlene on November 20, 2016 · Schreibe einen Kommentar 

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Vor einiger Zeit hatte ich mich endlich einmal aufgerafft, endlich den ganzen nachhaltigen Firmen, die mir unaufgefordert Kataloge schicken, zu mailen. Ich habe sie gebeten, mir keine Kataloge mehr zu schicken, der Umwelt zuliebe. Alle haben innerhalb von nicht allzu langer Zeit, meist klaglos, reagiert und mich aus dem Verteiler genommen. Seitdem kommt auch weniger an, was sehr schön ist. – Und das passt wiederum gut zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung, die noch bis 27. November 2016 läuft. (Dazu gibt es übrigens eine schöne Infografik:)

INFOGRAFICA1ITA_loghi

Schön finde ich auch, dass im Blog eine rege Diskussion entstanden ist über Sinn und Unsinn. Auch ein Unternehmen hat sich beteiligt. Ich fasse noch mal die Pro und Kontras von Katalogwerbung (speziell bei Firmen, die auf Nachhaltigkeit aus sind) zusammen:

PRO

– Kataloge verhelfen den Firmen zu mehr Absatz und sichern so den Marktanteil nachhaltiger Produkte – bzw. die Möglichkeit, nachhaltig einzukaufen
– die Firma Memo argumentierte im Kommentar, dass auch interessierte Verbraucher das gesamte Produktsortiment im Onlineshop nicht wahrnehmen können und durch Kataloge einfach einen besseren Überblick bekommen, was sie bei Memo alles an nachhaltigen Artikeln kaufen können (und entschuldigt den Recyclingpapier-Aufwand und CO2-Emissionen durch Ausgleichszahlungen)
– Kunden können sich sozusagen schon zu Hause eine „Einkaufsliste“ anlegen vor der Online-Bestellung

CON

– unnötiger Papiermüll und CO2-Ausstoß durch den Versand
– genervte Verbraucher

Lösung?

Eine Lösung sähe ich darin, wenn den Kunden bei der Kontoeinrichtung oder der Bestellung eine Wahl gelassen würde. Das heißt, man sollte nicht erst selbst aktiv werden müssen, wenn man ungefragt Kataloge und Werbung bekommt, sondern sich aktiv für Werbung entscheiden dürfen. So wie ich es aus euren Kommentaren herausgelesen habe, gibt es auch unter uns nachhaltig orientierten Verbrauchern solche, die gern in Katalogen blättern und sich davon auch ab und zu zum Kauf inspirieren lassen und solche, die gezielt nach einem Produkt suchen und es dann kaufen. Ich gehöre zur letzteren Gruppe. Ich blättere einen Katalog zugegebenermaßen durch, aber ich schmeiße dann nicht den Rechner an, um sofort einzukaufen. Eher passiert es, dass ich etwas dringend kaufen muss und dann noch etwas Nicht-Dringendes dazu kaufe, weil ich es zufällig im Online-Shop gesehen habe…

Wie Sabrina im Kommentar so schön feststellte, hat eben jeder seinen eigenen Einkaufsstil😉 Viele schienen ebenfalls genervt und die meisten hatten auch schon die Shops kontaktiert. Die andere „Hälfte“ mag Kataloge ganz gern – und insofern scheinen sie auch ihre Berechtigung zu haben. Nur ein Nachfragen, eine Wahlmöglichkeit, fände ich schön.

Abgesehen davon haben alle von euch gute Erfahrungen mit der Abbestellung von Katalogen bei nachhaltigen Firmen gemacht. Das kann ich glücklicherweise nur bestätigen!

Logo-4-grün Weil Abfallvermeidung nachhaltig ist, gebe ich diesen Post in unsere grüne Blogparade „einfach. nachhaltig. besser. leben.“, die gerade von Maria verwaltet wird. Alle sind eingeladen, teilzunehmen!


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