Oh nee… (Teil 1)

Auf Wunsch eines einzelnen Herren sitze ich jetzt hier an einem schönen Samstagabend, bin eigentlich todmüde, aber ich muss jetzt noch was zu Papier bringen…

Nun gut. Maurice und ich hatten Notarztdienst und es war etwa drei Uhr nachts. Der Funk ging los und ich sprang in meine Klamotten (Maurice sprang wahrscheinlich zeitgleich in SEINE Klamotten in SEINEM Zimmer, nur, um diesen Sachverhalt einmal klarzustellen). Als ich fast komplett angezogen war, fragte ich mich, warum ich das eigentlich tat, aber das energische Piepsen erinnerte mich daran, dass ich wohl irgendwas mehr oder weniger Wichtiges zu tun haben würde und deshalb vorsichtshalber mal bekleidet sein sollte. Ich sprintete also zum Auto, Maurice war schon da und hatte das Fax in der Hand (hey, Kontaktlinsen einsetzen und Make-up überprüfen dauert eine Weile, das muss jeder Notfall verstehen).
Maurice reichte mir das Fax… nicht: Guten Morgen, nicht: Guten Abend, nicht: Wie geht es dir, du siehst aber wunderbar aus, sondern er reichte es mir mit den Worten: “Oh nee…”
Ich nahm das Fax, blickte darauf und sprach dann die berühmten Worte, die jeder Notarzt nachts um drei spricht, wenn er gerade aus dem Bett geklingelt wurde und in Windeseile nicht nur passabel aussehen sondern auch noch vollständig bekleidet sein sollte: “Oh nee…”
Ich machte erst ein Mal Bestandsaufnahme, während Maurice den Wagen anließ und aus der Garage fuhr: Schuhe: vorhanden (zwar nicht geschlossen, aber bei wir haben diese Schnellfick-Modelle mit Reißverschluss, mit einer Handbewegung an und aus. Hose: zu meiner großen Erleichterung: vorhanden. T-Shirt: linksrum, aber immerhin wichtige Stellen bedeckend. Jacke: Oh nee… hoffentlich kein Einsatz auf der Straße! iPhone: zum Glück vorhanden. Ich beschloss, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, jemanden anzurufen, warum sollen andere schlafen, wenn ich arbeiten muss? Die Welt ist nicht immer gerecht. Aber als ich gerade einen Glücklichen aus meinen Kontaktdaten auswählen wollte, erinnerte mich Maurice mit Nachdruck daran, dass es mein Job sei, den Navi zu programmieren. Naja, da hat irgendwer ja nochmal Glück gehabt…

Was stand auf dem Fax? Wo ging es hin? Was wird uns dort erwarten?
Stay tuned…


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