Oh Gott immer diese Schreihälse: Babys werden Kinder! Schnuller geben? Ja oder Nein? Si or No?

Oh Gott immer diese Schreihälse: Babys werden Kinder! Schnuller geben? Ja oder Nein? Si or No?

Bild pixabay

Sollten Eltern ihren Kindern einen Schnuller geben? Ebenso genervte Omas und Opas mit ihren lieben kleinen Enkeln? Nach dem Motto: Hauptsache "Ruhe im Karton?" Gerade in der heutigen "eiligen" Zeit? Was meinen Sie? Für Eltern ist der Schnuller oft die Rettung. Doch wann sollte der Trostspender wieder abgewöhnt werden? Hier die angeblich wichtigsten Antworten:
Das Baby schreit, die Eltern sind verzweifelt und wissen nicht weiter. Seit Generationen scheint der Griff zum Schnuller die letzte Rettung zu sein. Doch ob Eltern einen Schnuller geben sollten, ist umstritten, denn er kann negative Folgen für die Entwicklung des Kindes haben. Als Trostspender umstritten: Das Entwöhnen des Schnullers ähnelt dem Nikotinentzug beim Erwachsenen, sagen Ärzte. Wird hier also  Suchtverhalten schon antrainiert? Schnuller als Trostspender Im Englischen heißt der Schnuller pacifier, Friedensstifter. Er beendet so manche Schreiattacke. Die Kinder werden in frühester Kindheit, meistens schon in der Klinik, an den Schnuller gewöhnt. Das Bedürfnis zu saugen ist den Babys angeboren. Manche nuckeln bereits im Mutterleib an ihrem Daumen.
Neugeborene sollten den Schnuller aber erst bekommen, wenn das Stillen gut funktioniert. Das könne manchmal erst sechs Wochen nach der Geburt sein, sagt Aleyd von Gartzen, Beauftragte für Stillen und Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes. Klappt das Stillen noch nicht ganz reibungslos, könne das Nuckeln am künstlichen Sauger, das sich von dem an der Brust unterscheidet, Babys zusätzlich irritieren.


Der richtige SchnullerJe flacher der Schnuller, umso weniger verändert sich der Oberkiefer, meinen die Zahnärzte. Vor allem der Steg muss schmal sein. Man sollte bei der kleinsten Schnullergröße bleiben. Daumen oder SchnullerWird der Schnuller verwehrt, steckt sich so manches Kind den Daumen in den Mund. Eine schlechte Alternative. Das Entwöhnen vom Schnuller ist leichter als beim Daumen, den man nicht wegnehmen kann. Außerdem sind mögliche Fehlentwicklungen bei Kiefer und Zähnen noch gravierender. Gesundheitliche FolgenDurch das ständige Saugen am Schnuller trainiert das Baby seine Zunge. Diese Muskulatur bewirkt, dass sich die Zunge erst gegen und später zwischen die Zähne legt, auch wenn das Kind keinen Schnuller im Mund hat. Ein sogenannter offener Biss kann entstehen. Dabei bildet sich zwischen oberer und unterer Zahnreihe eine Lücke, auch wenn der Mund geschlossen ist. Das Thema offener Biss ist ein Riesenproblem, sagen die Zahnärzte. In den meisten Fällen lässt sich zu einem frühen Zeitpunkt die Fehlstellung aber noch beheben.
Häufiges Nuckeln kann sich nicht nur auf das Gebiss auswirken, sondern auch das Risiko von Atemwegserkrankungen erhöhen. Vermehrte Mundatmung und eine Kieferverformung können zu einer schlechteren Belüftung des Nasenraumes führen und eine Mittelohrentzündung begünstigen. Doch das Nuckeln könnte auch positive Folgen haben: Es gibt Vermutungen, dass Kinder, die nachts den Schnuller bekommen, seltener am plötzlichen Kindstod versterben. Hintergrund ist, dass Kinder, die im Bett nuckeln, nicht ganz so tief schlafen. Bewiesen ist dies aber nicht. Sprachliche EntwicklungSobald Kinder plappern und Laute bilden, muss der Schnuller aus dem Mund", sagt Diplom-Logopädin Nicole Hübl. Mit Schnuller im Mund könnten die Kinder Zunge und Lippen nicht frei bewegen. Sie hätten weniger Gelegenheit zu sprechen, die Aussprache werde undeutlicher. Nicole Hübl: "Probleme mit den Zischlauten, wie Lispeln, sieht man häufiger bei Kindern, die viel und über das Alter von zwei Jahren hinaus schnullern." Zeit zum EntwöhnenAlles hat ein Ende – auch das Nuckeln am Schnuller. Das wird mitunter aber zum schweren und emotionalen Kampf. Für ein Kind ist es genauso schwierig, vom Schnuller entwöhnt zu werden, wie beim Erwachsenen von der Zigarette. Sobald die Zähne kommen und das Kind zu sprechen beginnt, sollte es aber entwöhnt werden und mit zwei, spätestens drei Jahren auf das Nuckeln ganz verzichten, um bleibende Schäden zu verhindern.
Für den Weg zum schnullerfreien Dasein gibt es mehrere Methoden: Bei den einen tauscht die Schnullerfee den Gummisauger gegen ein Geschenk, andere hängen ihn in einer feierlichen Zeremonie an einen Schnullerbaum. Kinderärzte empfehlen, die Kinder langsam vom Schnuller zu entwöhnen. Daraus kann ein gemeinsames Spiel werden: Schnuller suchen. Zunächst findet der Nachwuchs den Nuckel schnell, dann wird die Suche verlängert. Gleichzeitig wird das Kind abgelenkt, so dass es am Ende den Schnuller vergisst, noch bevor dieser gefunden wurde.Quelle abendblatt.de FazitSchnuller – ja oder nein? Zahnärzte raten vom Schnuller ab, Mütter, Väter und Großväter jedoch nicht. Mediziner und Hebamme sprechen sich nicht generell gegen den Schnuller aus. Kinder, die den Schnuller wollen, sollen ihn auch bekommen! Wichtig ist der gezielte Einsatz, wenn sich das Kind beruhigen soll. Vom Dauernuckeln raten alle Experten ab.  Aber, ich kennen Erwachsene, die heute noch am Daumen nuckeln - und nicht nur da! Und immer daran denken: Auch wir Ältere waren mal klein - oder?Gesundheit

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