Nur die Religiösen applaudieren

Foto: Andy Wenzel, Quelle: Bundeskanzleramt AT

Foto: Andy Wenzel, Quelle: Bundeskanzleramt AT

WIEN. (hpd) Öster­reichs neue Bundesregierung ist die umstrit­tenste seit lan­gem. Sie gilt als zöger­lich, mut­los und ide­en­los. Kaum eine Gruppierung, die sie nicht mit Kritik ein­deckt oder auf die Straße geht. Enthusiastischen Applaus bekommt die Große Koalition ein­zig von den Religiösen.

Kardinal Christoph Schönborn wird beten für die neue Bundesregierung. Das hat er – sozu­sa­gen hoch und hei­lig – ver­spro­chen, lässt das Bundeskanzleramt der Republik Öster­reich am Mittwoch die mehr oder weni­ger erstaunte Öffent­lich­keit wis­sen. Er hat auch leicht reden: Der wie­der ange­lobte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hatte ihn und die Vertreter der ande­ren aner­kann­ten Religionsgemeinschaften gleich am zwei­ten Tag sei­ner neuen Amtszeit emp­fan­gen. Das ran­giert irgendwo zwi­schen hoher Anerkennung und Kniefall.

Zeit für Schönborn, nicht für Mandela

Auch wenn der Termin mit Sicherheit lange geplant war, bevor die Angelobung abseh­bar war – das Signal ist kein wirk­lich glück­li­ches. Zumal andere Termine der hohen Politik in den ver­gan­ge­nen Tagen den Regierungsverhandlungen geop­fert wor­den waren. Unter Verweis auf die Koalitionsverhandlungen hatte sich die Staatsspitze etwa außer­stande erklärt, der Trauerfeier für Nelson Mandela bei­zu­woh­nen.

Selbst nach dem Ende der Verhandlungen wurde es nicht wirk­lich stress­freier. Am Montag die Angelobung, am Dienstag die Regierungserklärung vor dem Nationalrat, zwi­schen­durch Amtsübergaben, Pressetermine… Dazwischen gehen Lehrer, Schüler und Studenten und Beamte auf die Straße, um gegen die neue Regierung zu pro­tes­tie­ren oder eine ordent­li­che Gehaltserhöhung zu for­dern. Arbeitnehmervertreter sehen einige posi­tive Punkte im Koalitionsvertrag, kri­ti­sie­ren aber einige andere. Auch Teile der SPÖ-Basis gehen auf die Barrikaden.

Man sollte mei­nen, ein Bundeskanzler hätte Dringenderes zu tun, als Religionsvertreter zu tref­fen – mit denen er ohne­hin nichts Substantielles hätte reden kön­nen. So wurde auch nichts von Bedeutung mit den Vertretern bespro­chen, wie sich der Presseaussendung ent­neh­men lässt. Ein paar Nettigkeiten wur­den aus­ge­tauscht, das war’s. Was übrig bleibt, ist eine schiefe Optik - um es freund­lich zu for­mu­lie­ren.

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