Nicht so schlimm

Lidl, mein sozialer Stimmungsbarometer, verschaffte mir gerade direkt nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft zwei Eindrücke:

Erstens, ich als Schwabe hoffte natürlich darauf, dass die Fanartikel bereits heruntergesetzt waren. Und wurde enttäuscht (s. Foto). Ich dachte immer, modernes Management ist flexibel und flink.

Zweitens, die Kassiererin war deutlich schneller als die Preisgestalter und wünschte in alter Stahlhelmmanier, dass doch die deutschen Nationalspieler aus Russland zu Fuß nach Hause laufen mögen. Ich weiß nicht, ob sie sich der militärhistorischen Tragweite ihrer Aussage bewusst war. Jedenfalls pflichteten ihr in der Warteschlange die Leute mit deutlichem Migrationshintergrund bei. Das wiederum stimmte mich angesichts der Erdoganwahl doch wieder hoffnungsfroh.

A propos, #binationale Familien: Glücklicherweise war es für den Nachwuchs nicht so schlimm. Als Deutsch-Spanier fiebern wir ab Sonntag, 16:00 Uhr, gegen Russland weiter.

Auf dass niemand zu Fuß nach Hause laufen muss. Auch die Franzosen hatten da mal ganz schlechte Erfahrungen mit gemacht.

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